wer hat erfahrung mit einer sterntaufe?

2 Antworten

Bei einer privaten Sterntaufe wird ein bisher nur durch eine Katalognummer bezeichneter Stern mit einem selbstgewählten Namen benannt. Es gibt auch kommerzielle Anbieter, die Sterne gegen Gebühr benennen oder gar verkaufen und angeben, dies in ein firmeninternes Register einzutragen. Diese Eintragungen sind für die Wissenschaft allerdings nicht relevant. Da die verschiedenen Anbieter jeweils eigene Listen führen, kann es vorkommen, dass ein einzelner Stern mehrere solcher „Taufnamen“ hat.

Für die Eintragungsgebühr erhält man von dem Unternehmen in der Regel eine Bescheinigung, die den Taufnamen und gegebenenfalls eine Widmung enthält sowie eine Detailkarte, die einen Ausschnitt aus dem Sternbild des getauften Sterns zeigt. In einigen Fällen wird auch ein Beiblatt mitgeliefert, das über die Koordinaten hinaus detaillierte astronomische Daten des ausgewählten Sterns enthält. Als Referenz für die Koordinaten eines Sternes werden sogenannte Sternkataloge zitiert, wie zum Beispiel der Hipparcos-Katalog der ESA, der europäischen Weltraumbehörde.

Um ein wenig die Romantik zu nehmen: Die Nomenklatur der Sterne erfolgt ausschliesslich durch die Internationale Astronomische Union . Sterntaufen, die von kommerziellen Anbietern angeboten werden, garantieren die Eintragung in ein privatwirtschaftlich geführtes Register. Das ist in der Regel die eigene Kundendatenbank. Niemand wird jemals den Stern unter dem Taufnamen finden, ausser der Beschenkte selbst. Trotzdem vielleicht eine sehr romantische Geschenkidee.

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