Wer hat Erfahrung mit einer Ausbildung ohne BK?

4 Antworten

"Ohne Beufsschule" dürfte auf die sogenannte Externenprüfung hinauslaufen. Dafür musst du mindestens das 1,5fache an einschlägiger, passender Berufserfahrung (entsprechend Ausbildungsordnung) in dem Bereich des jeweiligen Berufs nachweisen können. Sprich, bei einem Beruf mit dreijähiger Ausbildungszeit mindestens 4,5 Jahre.

Das Problem dabei: finde mal 'ne Stelle ohne Ausbildung, in der du den Aufgabenbereich hast, der dem einer Ausbildung entspricht ;). Stellen für Ungelernte sind ja eher Hilfsarbeiterjobs, simpelste Tätigkeiten, die man durch kurzes Anlernen ausführen kann...

Der klassische, duale Weg ist da echt sinnvoller. Und keine Sorge - du wirst in deiner Berufsschulklasse mit 21 keineswegs "Alteisen" sein! Gibt fast immer irgendwo Umschüler, Leute, die eine zweite Ausbildung machen, weil die erste ihnen doch nicht gefallen hat oder Menschen, die eben - wie du - erst mit einem kleinen Umweg das (Fach-)Abitur gemacht haben und dann im Anschluss eine Ausbildung starten :).

Es besteht die Möglichkeit in dem Bereich zu arbeiten und nach einigen Jahren die externenprüfung abzulegen.

http://m.frankfurt-main.ihk.de/berufsbildung/ausbildung/pruefung/externenpruefung/

Das wäre dann kein klassisches Ausbildungsverhältnis sondern arbeiten ohne Schule.

Nein, also ich muss sagen, dass ich schon etliche Lehrlinge hatte. Wobei nur einmal eine Mitarbeiterin, die das wirklich geschafft hat. Für eine Ausbildungsabfolge ( rotation ) wie das sonst so üblich ist, wird in Deutschland keiner ein "normales Gehalt" bezahlen. Die Mitarbeiterin war allerdings durch einen elterlichen Betrieb in der selben Branche schon so mit der Materie ingesamt vertraut, dass das da - und nur da - auch so möglich war. Es würde auch voraussetzen, dass der Betrieb auch einen Ausbildner hat, der wirklich auch mal so nett ist, Dinge zu erklären, obwohl es gar nicht zu seiner Aufgabe gehört, weils eben keine Ausbildung ist. Sowas findet sich => Eher selten bis gar nicht.

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@Vienna1000

Ich glaube wir reden von unterschiedlichen Dingen.

Ich spreche von einer ganz normalen Anstellung als ungelernter/quereisteiger in dem Bereich oder artverwand mit eigenständiger lernleistung.

Ein bekannter macht das grade. Der arbeitet ganz normal für um die 3000 brutto und macht die Prüfungen ohne Ausbildungsbetrieb und Schule.

Benötigt wird für die Prüfung ja nur die nachgewiesene Erfahrung.

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@dieLuka

Nein, wir reden schon von der gleichen Sache. In der Regel ist es NICHT möglich, sich das prüfungsrelevante Wissen tatsächllich "einfach so" anzueignen. I. d. R. gehen solche Versuche spätestens bei einer mündlichen Prüfung daneben. Die "Zulassungsvorraussetzungen" sind was anderes. Die Alternative wäre, in einem Betrieb anzufangen und wenn dir die Berufsrichtung gefällt und dir der Chef eine gewisse Eignung für den Beruf bestätigt und mit dir einen Umschulungsvertrag abschliessen würde ( Das geht auch ohne Erstausbildung ), kann man das auch so beantragen. Gibt deutlich mehr Kohle, weil am aktuellen Verdienst dann bemessen wird. Sollte man aber auch RECHTZEITIG VOR Ablauf dieser Sache beantragen, weil sonst sagen DIE dir: Hey, geh einfach mal zur Prüfung. Das hat mich selbst mal betroffen und ich dürfte dann über die IHK eine Sachverhaltsdarstellung einholen: Hey, der hat zwar deutlich über der Zeit im Berufsbild gearbeitet, aber desshalb kann er keine Prüfung zielführend ablegen, weils eben nur im einem Teilbereich des Beruf war..

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@Vienna1000

Absätze helfen bei der Lesbarkeit

Ob das vom aufwand und der Komplexität her machbar ist ist doch garnicht das Thema. Das muss der Fragesteller schon selber einschätzen können.

Hier geht es rein um die Möglichkeit einen ausbildungsabschluss zu erreichen ohne die Schule besuchen zu müssen und da bleibt dies eine der Möglichkeiten. Ob es die beste für ihn ist kann und will ich garnicht einschätzen. Das kann nur der Fragesteller.

Es ist dann halt eine gänzlich selbst erarbeitete Ausbildung. Und durchaus machbar, der bekannte von mir ist da grade sehr erfolgreich mit.

Damit einher gehen halt Risiken aber auch Vorteile wie eben die Entlohnung als normaler an (ungelernt/quereinsteiger).

Von einer ausbildungsabfolge beim Betrieb wie von dir erwähnt war ja nie die Rede, deswegen die Vermutung das du über was anderes sprichst.

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Es wäre jetzt die Frage, ob es sich nun auf Deutschland oder Österreich bezieht. In Deutschland ist mir so eine Möglichkeit nicht weiter bekannt. In Österreich ist es recht üblich - gerade auch in großen Firmen / Banken - das die sogar bevorzugt Menschen mit fundierter, schulischer Grundbildung reinnehmen und selbst weiter ausbilden. Hier zählen auch "Kleinausbildungen" wie zum Beispiel die EBCL bzw. werden dort auch angeboten. Es wäre halt bei einem Vorstellungsgespräch zu hinterfragen, welche weiterführenden Traineemassnahmen die so parat haben. In Deutschland bleibst du wohl der "angelernte Dödel"..

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