Wer hat Erfahrung mit Babyzeichen- / Zwergensprache?

8 Antworten

Erstaunlich, wie unterschiedlich man eine Sache beurteilen kann.

Ich bin begeistert von dem, was man über „Zwergensprache“ im Netz lesen kann. Ein Kind kann deutlich vor seinem 1. Geburtstag unmissverständlich mitteilen, welche Wünsche oder Probleme es gerade hat (Hunger, Durst, Puppe . . .). Ohne Ärger und Tränen, Stress und Frust. Das muss doch ein riesiger Gewinn an Freude und Sicherheit im Umgang mit dem Kind sein. Und natürlich auch Freude für das Kind, sich mitteilen zu können und die gewünschte Reaktion zu bekommen.

Ja – da man natürlich auch für bestimmte Personen je ein Zeichen festlegen kann, wird sogar deutlich, an wen das Kind gerade denkt (Rumoren im Treppenhaus – wer könnte da kommen oder wen meint das Kind im Supermarkt entdeckt zu haben?). Eine ganz neue Welt tut sich auf – als ob Astronomen dank neuer Technologie durch eine bisher undurchdringliche schwarze Wolke schauen und nie zuvor gesehene Galaxien und Nebel erforschen können.

Jaaa da muss das arme Kind zweimal lernen. – Pfff!!!

Nie wieder lernt der Mensch so leicht wie in den ersten Lebensjahren. Das Gehirn ist dafür entwickelt, vor Aufgaben gestellt zu werden. Dadurch bilden und verstärken sich die Verbindungen zwischen den Zellen. Wo nicht gefordert wird, da wird gar nicht erst auf- oder wieder abgebaut. Buchstäblich „gnadenlose“ Effizienz: Das Gehirn verbraucht viel von der Energie, die dem Körper (nicht zwingend in stets ausreichender Menge) zugeführt wird und dann auch erst noch aufwendig verarbeitet („verdaut“) werden muss, bevor sie zur Verfügung steht. Nichts soll verschwendet werden, es könnte an anderer Stelle über Leben oder Tod entscheiden.

Einfach mal damit anfangen, einen entsprechenden Kurs belegen und schauen, wie das Kind darauf reagiert. Letztlich wird es selbst entscheiden. Niemand kann ihm was von schlechten Zensuren erzählen, die drohen, falls es die Lernziele nicht erreicht. Es denkt nicht, ich muss das schaffen, sonst krieg ich mal keinen guten Job. Falls das Ganze nicht sooo toll ist, dann hat man halt ein paar Mal mit den Eltern anderer kleiner Kinder zusammengesessen und das Kind hatte Kontakt zu anderen Kindern – auch kein Schaden oder?

Also: ja, ich habe Erfahrung darin, und zwar dadurch, dass ich (vor allem im Beruf und später selbst als Mutter)darauf geachtet habe, welches Bedürfnis das Baby hat wie es mir das mitteilt. Intuitiv benutzt man im umgang mit Babys automatisch sowohl Zeichensprache, als auch gleichzeitig Worte. Tut man dies regelmässig und konsequent mit den immer wieder gleichen Worten und Gesten lernt ein Baby sie . Das tun Mütter schon seit zig tausend Jahren, und Babys mit denen wie auch immer kommuniziert wird, lernen schneller sprechen, als Kinder, die nur ohne worte versorgt werden. Es geht bei diesen Babyzeichensprache-Kursen in erster Linie um gesunde Kinder, von Fehlhörigkeit etc. wird hier ja nicht ausgegangen.

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...gehen wir hier ja auch nicht von aus. Habe jetzt erst bei meinem 2. davon gehört/-lesen. Es würde mich einfach einmal interessieren, ob es Vergleichserfahrungen mit z.B. älteren Geschwistern ohne angewandte B-Zeichensprache gibt, o.ä....

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Habe zwei jüngere Geschwister (9,13). Habe mit ihnen gespielt, Windeln gewechselt und auch geredet. Dieser ganze Baby-Sprache-Unsinn ist wirklich überflüssig. Am besten ist es, wenn mit den Kleinen ganz normsl gesprochen wird. Sonst lernen sie diese Babywörter und dann müssen sie neu noch mal Begriffe lernen. Verwirrt nur unnötig und verzögert die Entwiklung.

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