Wer hat eine höhere Oktanzahl: Leichtöle oder schwerere Fraktionen von Öl?

2 Antworten

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Nein die Oktantahl hängt sicher nich vom Oktangehalt, bzw. damit Vergleichbar brennender Mischung ab.

Und beim Diesel die Decanzahl niemals mit Decan...

Jetzt müsste man noch wisse' was davon leicht is' gell...

Die Oktanzahl hängt nicht von der Länge der Kohlenwasserstoffe ab. Die Oktanzahlbestimmung erfolgt durch Vergleich in einem Einzylinder Ottomotor mit veränderbarer Kompression (CFR-Motor)

Der Teststoff wird einfgefüllt und die Kompression bei der er anfängt zu "Klopfen", d.h. er entzündet sich (ohne Zündkerze) von alleine aufgrund der Kompression.

Dann wird in einem zweiten Schritt getestet, welche Mischung aus Iso-Oktan (2,2,4-Tripentan), welches definitionsgemäß die Oktanzahl 100 hat und Normalheptan (definiert als Oktanzahl 0) das gleiche Klopfverhalten zeigt.

Natürlich haben einzelne KWSt-Arten unterschiedliche Oktanzahlen: die niedrigsten Normalparafine (unabhängig von der Länge), dann höher Iso-Paraffine (s.das i-Oktan s.o.), dann Cyclische Parraffine, dann Ringe wie Benzol (Oktanzahl 106) und Toluol. Zur Unwandlung der Kohlenwasserstoffe werden in der Raffinerie diverse Verfahren eingesetzt. Übrigens gibt es neben der Research-Oktanzahl noch die Motor-Oktanzahl (andere Vergaservorwärmung) und die Frontend-OZ (Oktanzahl des Anteils bis 100grd C wegen der Kaltstarteigenschaften).

Beim Diesel erfogt so etwas ähnliches zur Ermittlung der Cetanzahl.

Da dieses aber noch aufwändiger ist, benutzt man i.d.R. eine rechneriscvhe Methode, um aus anderen Eigenschaften eine "Cetan-Index" zu errechnen.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

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