Wer hat die englische Sprache nach Ireland gebracht?

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Die Engländer, die in mehreren Wellen seit dem 12. Jahrhundert ins Land kamen. Die ersten normannischen Söldner wurden von irischen Königen zur Unterstützung in internen Konflikten angeworben und mit Land entlohnt. Später holten diese englische Bauern und Handwerker, die auf ihren Besitzungen arbeiteten. Ab dem 16. Jahrhundert enteigneten englische Könige aufrührerische irische Adelige und verteilten deren Land an Siedler, meist Kleinbauern aus England und später Schottland. Nach der Niederwerfung des irischen Aufstandes in den 1640er Jahren, siedelte Oliver Cromwell verdiente Veteranen auf Land an, das er irischen Bauern abnahm. Die irische Bevölkerung wurde in den äußersten Nordwesten vertrieben oder musste als Kleinpächter auf den Ländereien der englischen Kolonialherren arbeiten.

Alle diese Gruppen brachten natürlich die englische Sprache mit, die schottischen Siedler in Ulster auch ihren schottischen Dialekt (heute Ulster-Scots). Während die ersten, meist normannischen Siedler (wie die De Burghs oder Fitzgeralds) noch durch Heirat mit irischen Familien die irische Kultur und Sprache annahmen und oft irischer als die Iren wurden, blieben die späteren Gruppen ihren englischen und schottischen Wurzeln treu und behielten ihre Sprache bei, die sich so zur Amts- und Verkehrssprache entwickelte.

Engländer versuchten seit dem 14. Jahrhundert, Irland zu erobern. Und sie kamen auch als Siedler, die meist als adelige Grossgrundbesiter das Land in Besitz nahmen.

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