Wer hat die Deutungshoheit über Testamente?

4 Antworten

Da es offenbar um ein Geldvermächtnis geht, müssen sich die (potentiellen) Vermächtnisnehmer mit den Erben über die Auslegung einigen. Gelingt dies nicht, können die Vermächtnisnehmer klagen und es dann gerichtlich klären lassen.

Da hier offenbar die weiteren Familienmitglieder kein Interesse an dem Vermächtnis haben, gibt es doch überhaupt kein Problem und die 1000 Euro sind an Gesine zu bezahlen.

Schreiben vom Nachlassgericht haben lediglich informatorischen Charakter. Ein Anspruch wird vom Nachlassgericht in solchen Schreiben nicht festgestellt und das Nachlassgericht interessiert es auch nicht, wie sich die Erben und Vermächtnisnehmer einigen.

 Gesine hat auch eine Verzichtserklärung aufgesetzt, die sie von allen 4 unterschreiben lassen hat.
Der Brief vom Amtsgericht kam dann danach.

Dann wusste das Amtsgericht wohl nicht von der Erklärung. Wenn die anderen verzichtet haben, dann geht das Geld komplett an Gesine.

Das Nachlassgericht ist mit der Aufteilung des Nachlasses garnicht befasst.

Ein Gericht würde in einer Klage den gemutmaßten Willen des Erblassers erforschen und einen Beschluß fassen.

Nur käme es darauf doch garnicht mehr an: Wenn die Familie zugunsten von Gesine ihren Verzicht erklärt hat, was selbst mndlich oder durch schlüssiges Verhalten möglich war, ist der Drops doch gelutscht: Nur Gesine bekommt die verfügten 1000 EUR.

Verzichtserklärung soll unterschreiben werden trotz namentliche Erwähnung im Testament

Meine Patentante ist vertsorben. Ihre direkten "Blutsverwandten" sind meine Mutter, meine Tante (Schwester meiner Mutter), meine Schwester und ich. Der Mann meiner verstorbenen Petentante ist bereits vor langer Zeit verstorben. Er hat drei Söhne und diese haben auch Kinder. Jetzt ist es so, dass in dem letzten Testament, welches meine vesrtorbene Patentante (sie ist auch gleichzeitig die Patentante meiner Mutter) verfasst hat drin steht, dass sie einige Konten hat und nach Auflösung dieser die Gesamtsumme wie folgt aufgeteilt werden soll: Meine Mutter und Meine Tante erhalten einen bestimmten Betrag. Die Summe, die abzüglich dieses Betrages überbleibt, erben zu gleichn Teilen die Erben ihres Verstorbenen Mannes und deren Kinder, sowie meine Schester und ich. Jetzt ist es aber so, dass die Verwandten des Mannes meiner verstorbenen Patentante sagen, dass wir aus folgendem Grund normalerweise gar keinen Anspruch auf irgend etwas haben: Der Mann meiner vertsorbenen Patentante und sie haben vor seinem Tod ein Gemeinschaftstestament verfasst, in welchem meine Mutter, meine Tante und ich nicht erwähnt sind. Deswegen hat meine verstorbenen Patentante wohl kein Recht, ein neues Testament zu verfassen und somit ist es nicht gültig. Dennoch bieten sie meiner Mutter und meiner Tante den Betrag an, wie er im Testaemt erwöhnt ist. Nur meine Schwester und ich bekommen einen deutlich niedrigeren Betrag (ca.15000 € weniger), als uns laut des letzten Willens meiner Patentane zusteht. Um diese Zahlung allerdings zu erhalten, sollen wir alle eine Verzichtserklärung unterschreiben, dass wir mit diese Zahlung keinen weiteren Anspruch auf den Nachlass haben. Ist das gerechtfertigt?? Vielen Dank schon mal im Voraus für die Antwort!

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