Wer hat das deutsche Wahlsystem erfunden und wann?

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3 Antworten

Wahlgrundsätze in Deutschland

Im Artikel 38 des Grundgesetzes ist festgelegt, dass die Wahl zum Bundestag allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim stattfindet.

Geschichte des Wahlrechts zum Bundestag=

Entwicklung des Wahlgesetzes zum 1. Bundestag

  1. September 1948 Der Parlamentarische Rat tritt (gewählt von den Landtagen elf westdeutscher Länder) zu seiner konstituierenden Sitzung in Bonn zusammen.

  2. Mai 1949 Der Parlamentarische Rat beschließt das erarbeitete Grundgesetz mit einer Mehrheit von 53 Stimmen (gegen 12 bayerische Stimmen).

  3. Mai 1949 Das Grundgesetz wird nach Zustimmung der Militärregierungen und der Landtage verkündet. Es gewährt das allgemeine, freie, gleiche, geheime und unmittelbare Wahlrecht, das aktive Wahlrecht ab dem vollendeten 21. Lebensjahr, das passive ab dem vollendeten 25. Lebensjahr.

  4. August 1949 Erste Bundestagswahl

http://www.wahlrecht.de/lexikon/history.html

elenore 28.01.2012, 08:55

Dankeschön für das goldene Sternchen, habe mich sehr gefreut!

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Geschichte des Bundestagswahlrechts [Bearbeiten]

Das zur Bundestagswahl 1949 geltende Wahlrecht wurde im Zeitablauf deutlich verändert. Da sich der Parlamentarische Rat nicht auf eine verfassungsrechtliche Festschreibung des Wahlsystems verständigen konnte, wurde das Bundeswahlgesetz von den Ministerpräsidenten der Länder erlassen. Das aktive Wahlrecht besaß, wer das 21. Lebensjahr, das passive Wahlrecht, wer das 25. Lebensjahr vollendet hatte.

Die gesetzliche Größe des Bundestages lag bei 400 Abgeordneten zuzüglich eventueller Überhangmandate und 19 Berliner Abgeordneten. Das Bundesgebiet war in 242 Wahlkreise eingeteilt, in denen wie nach heutigem Recht je ein Direktkandidat nach dem Prinzip der relativen Mehrheitswahl gewählt wurde. Aufgrund zweier Überhangmandate der CDU bestand der Bundestag aus 402 Abgeordneten.

Jedes Bundesland bildete ein eigenständiges Wahlgebiet; die Zahl der Vertreter eines Bundeslandes war also (abgesehen von Überhangmandaten) im Vorhinein festgelegt. Entsprechend galt auch die Fünf-Prozent-Hürde und die Grundmandatsklausel (bereits ein Direktmandat genügte zum Einzug in den Bundestag) jeweils nur landesweit.

Es gab ein Einstimmenwahlrecht. Mit dieser einen Stimme wählte der Wähler eine Landesparteiliste und gleichzeitig einen Direktkandidaten seines Wahlkreises, der von der entsprechenden Partei aufgestellt wurde. Der Wähler hatte somit nicht die Möglichkeit, Personen- bzw. Direktkandidatenstimme und Parteien- bzw. Listenstimme getrennt (unabhängig) voneinander abzugeben. Der Wähler eines unabhängigen Direktkandidaten hatte anders als beim heutigen Zweistimmensystem nicht die Möglichkeit eine Partei zu wählen, mit dem Risiko seine Stimme bei Erfolglosigkeit des Kandidaten verschenkt zu haben.

Im Falle des Ausscheidens eines Direktkandidaten aus dem Bundestag musste im Wahlkreis neu gewählt werden. Dies geschah vierzehnmal.http://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahlrecht

"erfunden nicht aber erdacht", Das ist unseren Altvorderungen 1949 so gelungen und hat bis jetzt recht gut funktioniert. Das muss aber jetzt lt. BFG geändert werden.

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