Wer hat am meisten Schuld ich oder der PKW Fahrer?

6 Antworten

Wenn Du mit dem Fahrrad über den Zebrastreifen fährst, hast Du keinen Vortritt, wie die Fussgänger. Ausserdem hast Du auch zu beachten, das es dem Autofahrer überhaupt möglich ist, rechtzeitig anzuhalten. Fährst Du einfach über den Streifen, wenn das Auto noch fünf Meter entfernt ist hat der Fahrer (z.B. in einer 50er Zone) keine Chance mehr den Aufprall zu verhindern. Zudem ist Deine Schilderung recht widersprüchlich:

...und dann noch voll in mich reinfährt

Ich bin nichtmal vom fahrrad gefallen der auto fahrer hat mich mitn auto nur angestupst...

Ich denke, dass Dich auf jeden Fall eine Teilschuld trifft. Und ich denke auch, dass die Versicherung Deines Arbeitgebers dafür aufkommt. Aber eben, ich denke. Mir sind ja die genauen Details wie Geschwindigkeit, Abstand, vertragliche Bestimmungen bei Deinem Arbeitgeber etc. unbekannt.

Offensichtlich hat der PKW Fahrer gebremst, sonst hätte er dich nicht nur "angestupst". So wie ich das verstehe bist du fast schon auf den Zebrastreifen "geflogen" beim Versuch abzusteigen. Gut möglich, dass dich der PKW Fahrer erst sehr spät gesehen hat bzw. erst sehr spät realisiert hat, dass du die Straße überqueren möchtest. Wird wohl auf eine Teilschuld für jeden rauslaufen. Der PKW hätte vorsichtiger an den Streifen ran fahren sollen, du vernünftig absteigen und schauen ob der Verkehr auch wirklich hält.
In diesem Fall haben wohl beide Parteien Fehler gemacht. Dass ein Kratzer entsteht nur weil du dich mit der Hand stützt kann ich auch kaum glauben, wenn du nicht grade einen kantigen Ring o.ä. an einem Finger trägst.

Das sind aber natürlich alles nur Spekulationen von mir, mehr kann man auch nciht sagen weil einfach viel zu wenig Hintergrundwissen vorhanden ist :)

Grüße

Hört sich alles schonmal in ordnung an ..

wie würdest du davon denken wer die kosten übernimmt?

Joeys da ich auf der Arbeit war oder Haftpflicht?

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@yessir1996

Ich GLAUBE, dass dafür deine Versicherung aufkommen muss. Das sollte aber sonst nochmal wer bestätigen, da bin ich mir nun wirklich nicht sicher.

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Zitate von hier (Deutscher Fahradclub)
https://www.adfc-bw.de/bodenseekreis/presse/presse/article/schieben-oder-fahren-1/

Auf dem Fahrrad ist man auf dem Zebrastreifen nicht bevorrechtigt (OLG Hamm 13 U 219/91). Zur Überquerung des Fußgängerüberwegs müssen Radfahrer deshalb aber nicht immer absteigen, so der ADFC. „Radfahrer dürfen einen Fußgängerüberweg durchaus befahren. Gleichen Vorrang wie Fußgänger haben sie indes nur, wenn sie absteigen“, stellt Bernhard Glatthaar vom ADFC klar.

Kommt es beim Fahren auf dem Zebrastreifen zum Zusammenstoß, weil der Radfahrer ein herannahendes Kraftfahrzeug übersehen hat, dann verliert er trotzdem nicht alle Ersatzansprüche. Die Amtsgerichte Köln (266 C 135/83) und Brakel (7 C 676/95) haben in solchen Fällen dem Radfahrer immerhin noch den halben Schadensersatz zugesprochen, berichtet der ADFC.

Das heißt im Umkehrschluss, dass bei einem Teilen der Schuld auf 50:50 du die Hälfte des Schadens am Auto tragen musst.


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