Wer haftet wenn mit Sommerreifen in den Alpen gefahren wird?

14 Antworten

Klar. von der Mischung und dem Profil hast Du da einfach keine Chance, Null Grip.

Du hättest zumindest einen Allwetterreifen oder besser richtigen Ganzjahresreifen gebraucht, mit Schneeflockenkennzeichnung, wie es im Gesetz steht.

Du hättest Dir hier besser entweder andere Reifen besorgt, ein anderes Auto gemietet oder wärst mit dem Zug gefahren.

Wahrscheinlich haben Dich etliche Flüche anderer Verkeitsteilnehmer begleitet, etwa so "Der Scheißpiefke muss unbedingt mit Sommereifen fahren!"

Wenn was passiert, bist erstmal Du rechtlich in der Haftung, zivil wie strafrechtlich, wobei Österreich noch ein echtes Verwaltungsstrafrecht kennt. In DE kann das dann über die Punkteregelung auch noch verwaltungsrechtliche Konsequenzen haben.

Inwieweit da noch ein Mittverschulden des AG besteht oder inwieweit Du zusätzliche Kosten vom AG hättest verlangen können ist eine andere Frage.

Mit ist mal ne lustige Sache passiert, lustig weil harmlos, ich will kurz Pause machen und stelle mich auf eine vereiste Schneeplatte mit einer Schicht Tauwasser. Fast keine Chance da loszukommen, irgendwie habe ich es dann doch geschafft. Die Straßen waren zu diesem Zeitpunkt schon völlig frei und es war relativ warm, also war es kein Problem mit Sommerreifen zu fahren ... wenn man eben nicht in dieser Seitenstraße vor dem Hotel eine kurze Pause einlegen wollte.

Wieso gab Dir Deine Firma Dir einen Ersatzwagen bzw- überhaupt für Urlaub einen Wagen?

Du bist als Fahrer verantwortlich und das ausnahmslos.

Ich bin vor Jahren mal Auslieferungsfahrer gewesen und der LKW wurde nicht von mir beladen. Als ich losfuhr merkte ich, dass er einseitig beladen war. Ich fuhr zur Firma zurück und habe ihn selber korrekt beladen.

Wäre ich weiter gefahren und angehalten worden oder es wäre etwas passiert, dann hätte ich auch die volle Schuld bekommen.

Du hättest Dir einen Leihwagen mieten können; zumal Du wusstest dass Du in eine Schneegebiet fährst.

Sry, wenn ich weiß dass ich in eine Schneegebiet fahre zur Winterzeit, dann garantiert nicht mit Sommerreifen.

Man bekommt den Wagen bestimmt auch nicht am letzten Tag vor dem Urlaub und hätte dann Winterreifen anbringen lassen können.

Wenn er eh einen Firmenwagen mit Privatnutzung hat, dann kann es durchaus sein das er im Falle eines Defekts des eigentlich Autos einen Leihwagen bekommt und mit diesem auch in den Urlaub fährt.

1

Der Kollege der für den Fuhrpark zuständig ist, hat sich nicht im geringsten dafür interessiert. Ich habe nämlich kurz zuvor nachgefragt und Bescheid gegeben das ich Privat in die Berge fahre wo man unbedingt Winterreifen braucht.

0

Die KFZ-Haftpflichtversicherung übernimmt den finanziellen Schaden. Bis auf die gesetzlichen 5000€ Regress, die sie bei DIR nehmen dürfen.

Die strafrechtliche Seite übernimmst DU, der Fahrer. Du hättest - Urlaub hin oder her - nicht mit Sommerreifen fahren dürfen.

Es ist strafrechtlich nicht relevant, ob die Firma keine Winterreifen hatte.

Du hättest Dich weigern müssen so nach Österreich zu fahren.

Stell Dir vor, Du hättest deswegen Menschen getötet.

Da ist nicht die Firma gefahren, das warst DU.

Wer haftet wenn mit Sommerreifen in den Alpen gefahren wird?

Wenn es zu einem Schaden kommt, immer der Schadensverursacher!

Als Führer eines Kraftwagens, solltest du aber zumindest die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung und Straßenverkehrszulassungsordnung kennen:

STVO(3a) Der Führer eines Kraftfahrzeuges darf dies bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte nur fahren, wenn alle Räder mit Reifen ausgerüstet sind, die unbeschadet der allgemeinen Anforderungen an die Bereifung den Anforderungen des § 36 Absatz 4 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung genügen.

STVZO(4) Reifen für winterliche Wetterverhältnisse sind Luftreifen im Sinne des Absatzes 2,

  1. durch deren Laufflächenprofil, Laufflächenmischung oder Bauart vor allem die Fahreigenschaften bei Schnee gegenüber normalen Reifen hinsichtlich ihrer Eigenschaft beim Anfahren, bei der Stabilisierung der Fahrzeugbewegung und beim Abbremsen des Fahrzeugs verbessert werden, und
  2. die mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) nach der Regelung Nr. 117 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) – Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der Reifen hinsichtlich der Rollgeräuschemissionen und der Haftung auf nassen Oberflächen und/oder des Rollwiderstandes (ABl. L 218 vom 12.8.2016, S. 1) gekennzeichnet sind.

(STVO § 2 Absatz 3a + STVZ § 36 Absatz 4)

Die Firma gab mir für einen Monat einen Ersatzwagen mit Sommerreifen. Eigentlich müsste die Schuld bei denen liegen.

Nein liegt sie nicht. Verantwortlich ist immer noch der Führer des Fahrzeugs und dieser muss sich vor Fahrtantritt überzeugen, dass das Fahrzeug den gesetzlichen Vorschriften entspricht.

Ob der Kfz-Haftpflicht-Versicherer in diesem Fall leistet, kann ich nicht beurteilen, da es sich um ein Leihfahrzeug handelt.

Aber zumindest, werden die Eigenschäden des Fahrzeugs nicht bezahlt. Dafür müsstest du auf jeden Fall selbst aufkommen.

Hier gilt allerdings noch zusätzlich österreichisches Recht, auch das kennt aber eine Winterreifenpflicht.

0

Du bist als Fahrer für die richtige Bereifung des Auto zuständig. Dein Verhalten war völlig Verantwortungslos. Sei froh das dich die Österreicher nicht angehalten habe. Bei denen gilt ab Oktober Winterreifenpflicht. Hast du die nicht, fährst du keinen Meter mehr weiter

Ab 1. November ist Winterreifenpflicht, diese aber nur bei winterlichen Verhältnissen.

0
@xXBluostarXx

Ich hatte noch was mit Oktober im Kopf, aber gut zu wissen daß anders ist. Die letzten Male als ich in Österreichischen Höhenlagen war, bin ich meistens mit dem Winter Subaru gefahren. Da stellt sich das Problem mit mangelnder Traktion nicht 😂

1

Was möchtest Du wissen?