Wer haftet für einen fremdverschuldeten Wasserschaden an meinem Laminat?

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8 Antworten

Sie sollten den Schaden dem Gebäudeversicherer und auch dem Hausratversicherer melden.

Der Fußboden ist Gebäudebestandteil, es sei denn, er ist nicht vom Vermieter verlegt worden bzw. in dessen Auftrag und darunter befindet sich ein begehbarer Boden.

Zum Umfang der Reparatur gehört auch das Ausräumen der betroffenen Räume und vorallem die Trocknung. Allerdings ist nach dem Regulierungs- und Beteiligungabkommen in der Assekuranz die Hausratversicherung an den Kosten zu beteiligen. Der Gebäude- und der Hausraversicherer werden das unter sich regeln. Sie sollten den Umfang des Schadens auch Ihrer Hausratversicherung anzeigen.

Die Hausrat- wie auch die Gebäudeversicherung werden Ihnen Nutzungsausfallkosten -je nach Vertragsumfang- erstatten.Das gilt auch für die Auslagerung und evtl. Hotelkosten. Trotzdem sollten Sie den Schadenverursacher darauf hinweisen, dass er unverzüglich seine Vertragsdaten zur Privathaftpflichtvers. bekannt geben muss.

Gebäude- wie auch Hausratversicherung werden versuchen die Schadenkosten beim Verursacher gelten zu machen.




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1.) Zunächst muss mal geklärt sein wem die beschädigte Sache gehört.
Haben Sie als Mieter das Laminat in die Wohnung eingebracht bez. die Verlegung veranlasst, oder wurde es vom Vormieter übernommen bzw als Kauf oder als Geschenk übernommen, ist es über die Hausratversicherung gedeckt.
Haben sie die Wohnung einschließlich dem Laminat gemietet, so gehört es zur Mietsache und ist über die Gebäudeversicherung des Vermieters gedeckt.

2.) Natürlich gilt das Verursacherprinziep und der Verursacher ist haftbar.....

Aber.....

Eine Hausratversicherung oder auch eine Gebäudeversicherung ersetzt die beschädigten Sachen zum Neuwert und wird sich den unter Umständen sehr viel geringeren Wiederbeschaffungswert vom Verursacher erstatten lassen.
Sehen Sie es mal so: Sie haben lange Jahre Beiträge zu Ihrer Hausratversicherung bezahlt um im Schadensfall zum Neuwert entschädigt zu werden, warum sollten Sie sich mit dem möglicherweise wesentlich geringerem Wiederbeschaffungswert zufrieden geben???

Die Rechnung einer Haftpflichtversicherung könnte beispielsweise so aussehen:
Laminat 10 Jahre alt, Neupreis 3.000 Euro. Nach 10 Jahren besteht kein berechenbarer Zeitwert mehr. Da der Verursacher Sie aber so zu entschädigen hat, als wäre der Schaden nie entstanden und das Laminat noch in Gebrauch war, erhalten Sie entweder die Raparaturkosten erstattet oder bestenfalls das billigste am Markt erhältliche Laminat. Das bedeutet, Sie werden mit 750 Euro einschließlich Reparatur / Verlegearbeiten entschädigt.

Im Gegensatz dazu würde Ihre Hausratversicherung ihnen ein gleichwertiges neues Laminat ersetzen egal was es heute kostet und sich die 750,00 Euro aus meiner Beispielrechnung vom Verursacher zurück holen.

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Kommentar von Glueckspiltz
05.05.2016, 09:28

Also das Laminat habe ich selbst beim Einzug vor 4 Jahren verlegt.. ergo ist meine Hausratversicherung dafür zuständig. So weit, so gut.. jetzt nehmen wir an, dass unter dem Laminat keine Feuchtigkeit ist (was sich am Montag hoffentlich dank der Aufbohrung herausfinden lässt) und es einfach nur "nicht mehr schön" aussieht/keine ebene Fläche mehr ist.. und somit kein sofortiger Handlungsbedarf aufgrund der Gefahr von Schimmelbildung o. Ä. besteht.. Da ich aufgrund meiner beruflichen Situation momentan keine Möglichkeit habe mal eben so 4 Wochen auszuziehen, kann ich mir die Kosten für die Erneuerung des Laminats auszahlen lassen und die Reparatur/Erneuerung später in Angriff nehmen, wenn ich geklärt habe, wie das mit der Unterbringung etc. mit dem für mich am geringsten Aufwand vonstatten gehen kann?

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Hallo,

ob die Hausratversicherung für das Laminat überhaupt zuständig sein kann, hängt von der Frage ab, ob Du Mieter der Wohnung bist und ob Du das Laminat eingebracht hast. Nur wenn beide Fragen mit "ja" beantwortet werden, kann der Schaden überhaupt über die Hausratversicherung reguliert werden. (Falls "nein": Dann ist es ein Fall für die Gebäudeversicherung.)

Erst dann kommt man zu der Frage, ob der Schaden denn tatsächlich über die Hausratversicherung reguliert werden soll. Schließlich - so könnte man ja argumentieren - ist ggf. auch die Haftpflichtversicherung der Mieterin eintrittspflichtig.

Aber zum einen muss dafür ein schuldhaftes Fehlverhalten der Mieterin vorliegen (das reine Verursachen des Schadens reicht nämlich mitnichten für eine Regulierungspflicht aus) und zum anderen - und das erscheint mir als entscheidend - regulieren die Hausrat- wie die Gebäudeversicherung i.a.R. zum NEUWERT, während die Haftpflicht Schäden stets nur zum ZEITWERT ersetzt.

Ob die Hausrat- (oder alternativ halt die Gebäude-)Versicherung dann beim Verursacher versucht, Regress zu nehmen, steht auf einem anderen Platz und braucht streng genommen nicht Deine Sorge zu sein.

Viele Grüße

Loroth

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Kommentar von RudiRatlos67
05.05.2016, 09:33

So ist es.... 

Außer der Regressforderung.... Sie ist haftpflichtig bis zur Höhe des Zeitwert und genau diesen Teil wird sie auch bezahlen müssen.  Regress würde nur aus ihrer eigenen Tasche bezahlt werden müssen,  dazu müsste mindestens eine obliegenheitsverletzung vorliegen.....  Ob dem so ist,  ist Sache ihrer eigenen Haftpflichtversicherung,  nur die könnte sie in Regress nehmen.  Der geschädigte oder dessen Versicherung kann nur Schadensersatz fordern,  jedoch keinen Regress.

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Auf die Frage…
Weshalb Sie Ihre Versicherung(en) informieren sollen.




Mit einer Versicherung schützen Sie sich gegen bestimmte Sachen.

Durch den Abschluss einer Hausratversicherung, genießen Sie u.a. Schutz gegen Schäden die durch Leitungswasser entstehen.

Bei der Schadensregulierung ist es erst einmal nicht von Bedeutung, wer Ihnen den Schaden zugefügt hat. Es geht vielmehr um die Frage, ob ein versichertes Risiko eintrat.

In Ihrem Fall sollte diese Frage mit JA beantwortet werden können.

Weiter müssen Sie wissen, dass es in der Versicherungsbranche verschiedene „ Regeln“ gibt.


Eine der Regel ist:
Eigenversicherung vor Fremdversicherung


Auch wenn diese Regel anfangs vielleicht etwas unverständlich wirkt,  hat sie in der Praxis eine enorm wichtige Bedeutung. Dadurch dass die Haftungsfrage nicht geklärt werden muss, erhält der Geschädigte sehr schnell Geld von der Versicherung um den Schaden zu beheben.

Die Versicherungsbranche versucht dadurch u.a. eine schnelle Schadensregulierung zu gewährleisten.

Erst danach wird geprüft, wer das Verschulden an dem Schaden hatte.
Doch das kann Ihnen egal sein, da Sie Ihren Schaden von der eigenen Versicherung bezahlt bekommen haben.



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Melde den Schaden auf jeden Fall deiner Hausratversicherung!

Möglicherweise holen die sich das Geld von der Privathaftpflicht der Mieterin zurück. Das soll aber nicht deine Sorge sein, Hauptsache du bekommst den Schaden geregelt.

Du hast ja keine Beitragserhöhung dadurch wie bei der Kfz-Versicherung.

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Kommentar von Apolon
04.05.2016, 17:15

 Melde den Schaden auf jeden Fall deiner Hausratversicherung!

Ja sicher sollte er dies tun, aber nur für seinen Hausrat.

Laminat gehört zum Gebäude und ist kein Hausrat.

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Hallo Glueckspiltz,

in diesem Fall, kontaktiere den Hauseigentümer und teile ihm mit, dass er diesen Schaden seiner Gebäudeversicherung melden soll.

Laminat gehört nicht zum Hausrat, sondern ist Bestandteil des Gebäudes.

Wenn deine Möbel oder dein sonstiger Hausrat in Mitleidenschaft gezogen wurde, erstattet dies die Hausratversicherung und normalerweise zum Neuwert.

Die Hausrat- und Gebäudeversicherung des Vermieters, werden dann den Schadensverursacher in Regress nehmen.

Wenn die Privathaftpflichtversicherung der Mieterin über dir direkt den Schaden ersetzen würde, würde diese nur den jeweiligen Zeitwert zahlen.

Gruß N.U.

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Kommentar von RudiRatlos67
04.05.2016, 18:22

Mein lieber Herr Uhlig,
so oft sie Ihre Auffassung auch vertreten mögen, so falsch ist sie und wird dadurch nicht richtiger dass Sie sie immer wieder wiederholen....

Ich denke das sollten Sie genauso gut wissen wie ich... Herr Kollege ! ! !

Ich suche Ihnen gerne mal Paragraphen der Bedingungswerke heraus in denen auch die AXA dazu klipp und klar Stellung bezieht.

Wand- und Bodenbeläge gehören bei einem Mietobjekt grundsätzlich zum Hausrat wenn der Mieter dafür das finanzielle Risiko trägt (wenn sie vom Mieter eingebracht wurden oder vom Vormieter gekauft oder geschenkt wurden), sie können aber auch ein Gebäudebestandteil sein, wenn sie Teil der Mietsache sind (wenn sie vom Vermieter eingebracht wurden oder ihm gehören)

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Kommentar von RudiRatlos67
04.05.2016, 19:15

Die Hausrat- und Gebäudeversicherung des Vermieters, werden dann den Schadensverursacher in Regress nehmen.

Auch falsch:
der Verursacher kann in diesem Fall nicht in Regress genommen werden, denn er ist Schadensersatzpflichtig gegenüber dem Geschädigten und dessen Versicherung ! ! !

Was er aber kann und wird, ist den Schaden zum Wiederbeschaffungswert ersetzen.
Ein Regress würde ihn am Haftpflichtschaden beteiligen, in solchen Fällen ist er jedoch zum Schadensersatz in angemessener Höhe verpflichtet und es wäre Betrug an der Versichertengemeinschaft wenn die Hausrat- oder Gebäudeversicherung auf einen Teil der Schadensersatzpflicht verzichten würde.

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Also meines Wissens müsste die Versicherung der Mieterin den Schaden übernehmen.

Aber da ich mich in diesem Gebiet nicht wirklich auskenne, würde ich dir empfehlen, dich an den Mieterbund zu wenden. Die können dir mit Sicherheit mit kompetentem Rat zur Seite stehen.

Adressen und Telefonnummern sind im Internet zu finden.

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die Gebäudeversicherung und die Haftpflicht des Schädigers ist dafür zuständig. 

Deine hausrat ist falsch und hat damit nichts zu tun.

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Kommentar von Buerger41
04.05.2016, 17:46

Schon einmal etwas von einem Teilungsabkommen gelesen?

Wenn nicht, sollten Sie es nachholen.

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Kommentar von RudiRatlos67
04.05.2016, 19:03

die Gebäudeversicherung und die Haftpflicht des Schädigers ist dafür zuständig. 

Deine hausrat ist falsch und hat damit nichts zu tun.



Ihre Antwort ist FALSCH:
Wand- und Bodenbeläge gehören bei einem Mietobjekt grundsätzlich zum Hausrat wenn der Mieter dafür das finanzielle Risiko trägt (wenn sie vom Mieter eingebracht wurden oder vom Vormieter gekauft oder geschenkt wurden), sie können aber auch ein Gebäudebestandteil sein, wenn sie Teil der Mietsache sind (wenn sie vom Vermieter eingebracht wurden oder ihm gehören)

Im Überigen hat der geschädigte Anspruch auf Neuwertentschädigung so denn er seinen Hausrat denn versichert hat.

Von einem Haftpfligen kann er nur eine Entschädigung des Wiederbeschaffungswert einfordern.

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