Wer haftet bei Unfall mit Pferd und Kutsche, wenn Kutschenfahrer nicht Eigentümer von Pferd und Kutsche ist?

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5 Antworten

Um den Pferdegebrauch zu schützen, ist wohl eine städtische Verordnung nötig, mindestens innerhalb von Stadt und Dorf, das Fahrenlassen von betrunkenen KutscherInnen zu unterbinden, wozu die Polizeien richtig aufzuklären sind.

Dies ist besonders wichtig, da die Pferdeenergie weltweit wiederentdeckt worden ist, um geringfügigere Arbeitsleistungen ohne Erdölprodukte-Verbrennung zu bewerkstelligen, wodurch der CO2-Ausstohs gemindert wird.

Zum Beispiel können Pferdetaxis und Pferdereit-Begleitungen für Innenstädte organisiert werden, Pferde können abwechselnd bei Wartezeiten in einer Akkuaufladestation (auch für Mobilfunksteckerchen) einen Generator auf Touren halten, umlaufend. Das haben die Römer schon gekonnt, und wird in den spanischen Noria mit Maultieren teilweise noch heute so betrieben, z.B. um Ziehbrunnen zu betreiben und dgl. Warum dürfen wir von den Römern nichts lernen?

Es haften grundsätzlich beide, sinnvollerweise sollte die Betroffene aber versuchen, den Schaden beim Halter des Tieres geltend zu machen, denn der wird eine Tierhalterhaftpflicht haben, die den Schaden übernehmen müsste. Die Haftpflicht oder der Halter könnten dann versuchen, einen Teil des Schadens dann beim Kutschenfahrer einzutreiben, werden aber wohl eher auf dem Geld sitzen bleiben, wenn dort nichts zu holen ist.

Also ich denke, dass Kabark recht hat. nach der gefährdungshaftung haftet der Besitzer des Pferdes in vollem Umfang gegenüber den Geschädigten. Ob er sich dann letztlich was von der Fahrerin wiederholt ist ne anderne Geschichte. Aber Haftung geht mE nur vom Besitzer aus.

Ein Pferd mit Kutsche ist doch auch ein Strassenfahrzeug, oder? Sogar etwas älter als sie selbstbeweglichen (= auto-mobil) Gefährte...ggg. Insofern hat die "Fahrerin" die Haftungspflicht und kann genauso wie jeder Autofahrer zur Rechenschaft gezogen werden; das dürfte auch für Reiter und Radfahrer auf der Strasse gelten. Erst wenn die "Fahrerin" nicht zu ermitteln ist, haftet der Halter. Insofern könnte man der "Fahrerin" auch die Fahrerlaubnis entziehen.

Als Halter des Pferdes haftet der Eigentümer, würde ich mal sagen, allein schon aus Gründen der Gefährdungshaftung.

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