Wer haftet bei illegalem Filesharing, wenn der Beklagte nicht strafmündig ist?

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3 Antworten

Die Störerhaftung hat sich erledigt, wenn ein alternativer Tathergang geliefert wird, da ist vom BGH bestätigt worden.

Vater gibt an, andere Familienmitglieder haben zur Tatzeit Zugriff auf das Internet gehabt, alle wurden belehrt keine illegalen Sachen runterzuladen, dann muss der Rechteinhaber konkret den Täter ermitteln ansonsten endet das Verfahren.

Dass du nicht strafmündig warst spielt für die zivilrechtliche Haftung keine Rolle. Deliktfähig ist ein Mensch mit 7 (10 im Straßenverkehr).

Wenn der Streit seit 3 Jahren dauert, dann seid ihr doch sicherlich anwaltlich vertreten?

Wenn seit 2013 keine gerichtlichen Schritte seitens des Rechteinhabers ob der Durchsetzung von Geldansprüchen eingeleitet wurden, dürfte der Anspruch verjährt sein.

Ja, wir sind rechtlich vertreten. Unser Antwalt hat meinen Namen aber zu jeder Zeit raus gelassen und genau das zweifle ich massiv an. Ist es nicht sinnvoller aufzuräumen und meine Tat einzugestehen, die ich vor 3 Jahren im Alter von 13 begangen habe? Verjährt ist sie leider nicht da Geldansprüche eingeleitet wurden.

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@Simix

Verjährt wäre sie nur dann nicht, wenn gerichtliche Schritte eingeleitet wurden, ergo gerichtliches Mahnverfahren oder Klage.

Hat euer Anwalt Erfahrung in dem Bereich, Medien- und Urheberrecht?

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@kevin1905

Er hätte dann aber noch über 3 Jahre Zeit für das Mahnverfahren oder die Klage, siehe § 199 I Nr. 2 BGB. 

Wenn du dich outest, bekommt der Rechteinhaber sehr wahrscheinlich einen Titel und er kann sich das Geld 30 Jahre lang von dir holen lassen. 

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Das ist ein Zivilrechtsfall. Es wird am Richter liegen, welcher Argumentationskette er folgt. Es ist doch gerade der Sinn solcher Verfahren, herrauszufinden wer am Ende haftet.

Eine Sekunde googeln bringt viele Fallbeispiele:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/filesharing-auch-minderjaehrige-kinder-koennen-haften_069831.html


Das war von Daddy natürlich geistig behindert konkret den Sohn zu benennen.

Einfach zu sagen der Sohn hatte Zugriff und hätte dies getan haben können, hätte den Ball zurück ins Feld der Abmahner geschlagen. Diese müssten dann konkret dem Sohn dieses nachweisen.

Und Vater kann sich jederzeit auf Zeugnisverweigerung berufen.

Für mich ist das wirklich etwas, das jeder Student der ReWi im ersten Semester wissen muss.

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@Ratirat

Als er im Rahmen eines einstweiligen Verfügungsverfahrens erwiderte, dass sein zur Tatzeit 12-jähiger Sohn trotz mehrmaliger Belehrungen diese Tat begangen hat, ging der Ärger erst richtig los.

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@MAB82

Wo steht das? 

Der Fragesteller schreibt doch: "Unser Antwalt hat meinen Namen aber zu jeder Zeit raus gelassen und genau das zweifle ich massiv an. Ist es nicht sinnvoller aufzuräumen und meine Tat einzugestehen, die ich vor 3 Jahren im Alter von 13 begangen habe?" 

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@Ratirat

Der Kommentar bezieht sich doch nicht auf den FS, sondern auf den verlinkten Beispielfall.

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@MAB82

Ah, ok, das hatte ich anders aufgefasst. 

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Was euer Rechtsbeistand in drei Jahren nicht hinkriegt, das kriegen die Nutzer hier auf guefrage auch nicht in 3 min hin.

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