Wer haftet bei einem Unfall wenn mit einem Stapler zu viel Gewicht gehoben wurde?

9 Antworten

Dafür sieht der Gesetzgeber für Bediener von Flurförderzeugen eine Befähigungsbescheinigung vor, den sogenannten "Staplerschein". Dort lernt er was er darf nd was nicht. Wenn er also zu schwere Lasten hebt, obwohl er weiß das er das nicht darf handelt er zumindest grob fahrlässig. Für Schäden, die dann entstehen, haftet er. Und das tut er auch dann, wenn der Chef ihn anweist trotz Übergewicht die Last zu transportieren.

Ein gewisser Spielraum ist natürlich vorhanden. Aber wenn dadurch ein Betriebsunfall passiert, wird die BG den Betrieb wegen Missachtung der Unfallverhütungsvorschriften in Regress nehmen.

Die Betriebshaftpflichtversicherung prüft dann ob hier ein Verschulden des Betriebes vorliegt. Wenn das so ist, tritt sie dafür ein. Außer natürlich bei Vorsatz

Dabei ist es wichtig, dass bei der Betriebshaftpflicht die gleiche Lohnsumme genannt wird wie bei der Berufsgenossenschaft.

Dein Kollege sollte extra ein Ausbildung dafür haben damit er einen Stapler fahren darf. Dort sollte er dann eigentlich auch gelernt haben das er das nicht darf und das wenn etwas dabei passiert er auch dafür haftbar gemacht werden kann. Dafür dient diese Ausbildung ja damit man weiß das man das nicht darf und solche arbeiten dann auch verweigern muss.

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