Wer haftet bei einem durch einen Flüchtling/Asylanten schuldhaft verursachten Unfall?

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6 Antworten

Der Unfallgegner haftet, unabhängig von seinem Status und seinen finanziellen Mitteln.

Du kannst, wenn derzeit nichts zu holen ist, gegen ihn einen vollstreckbaren Titel erwirken und hast dann 30 Jahre Zeit, ihn zu vollstrecken (dabei hoffen, dass er nicht aus irgendwelchen Gründen D verlässt bzw. verlassen muss).

Eine Haftung auf öffentlich-rechtlicher Grundlage gibt es nicht.

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Es haftet natürlich der Flüchtling. Sofern er über wen auch immer eine Haftpflichtversicherung hat, zahlt u.U. diese.

Ansonsten müssen sie Ihre Vollkassko bemühen und den Selbstbehalt tragen.

Doch die Frage wird jetzt in der dunklen Jahreszeit immer aktueller, da in unserem Gebiet viele Flüchtlinge auf Fahrrädern, meist noch ohne Beleuchtung und ohne Verkehrsregeln zu beachten, oft grob fahrlässig unterwegs sind.

Bei bekannte Gefahr, ist zudem die Fahrweise entsprechend anzupassen, sonst trifft den Autofahre eine Mitschuld.

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Fahrräder sind leider keine Kraftfahrzeuge. Werden nämlich durch Kraftfahrzeuge Schäden verursacht, so haftet grundsätzlich der Verursacher. Hat der Verursacher aber keine Haftpflichtversicherung, so ist es einen Versuch wert, sich den Schaden von der Verkehrsopferhilfe e.V. ( HUK- Verband) ersetzen zu lassen. Dort gibt es einen Entschädigungsfond.

Bei einem Radfahrer bleibt aber nur die hoffentlich vorhandene Privathaftpflichtversicherung. Ansonsten die Vollkaskoversicherung, bei der allerdings der eigene Schadensfreiheitsrabatt dann neu berechnet wird., es sei denn, man hat einen Schaden frei.

Aus der Schadensregulierungspflicht kommt der Verursacher aber grundsätzlich nicht raus, auch wenn er momentan nicht "flüssig" ist (Vollstreckungstitel auf 30 Jahre).

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Der Verursacher.

Aber warum erst jetzt dieser Gedankengang? Bzw. warum beziehst Du nicht die Hartz4-ler (ALG 2 Empfänger) mit ein. Das Risiko liegt doch weit höher. Da haben wir ca. 6 Millionen Mitmenschen, bei denen "nichts zu holen ist".

Glaube ´mal nicht, dass die eine Haftpflichtversicherung haben. Allenfalls, wenn überhaupt, nur die wenigsten.

Und wenn der Staat die Versicherung für Flüchtlinge übernehmen sollte, dann bitte die Hartz4-ler gleich mit.

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Kommentar von Crack
24.11.2015, 22:28

Glaube ´mal nicht, dass die eine Haftpflichtversicherung haben. Allenfalls, wenn überhaupt, nur die wenigsten.

Eine private Haftpflicht sollte zur Pflicht gemacht werden.

Damit meine ich nicht nur Radfahrer sondern Jedermann. Aktuell kostet eine private Haftpflicht im Schnitt 50€ im Jahr. Diesen Beitrag sollte sich jeder leisten können und auch leisten müssen. Wahrscheinlich würde es noch preiswerter werden wenn sich alle versichern müssten - dann bräuchte aber niemand mehr Angst zu haben das er einen erlittenen Schaden nicht ersetzt bekommt.

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Kommentar von Eichbaum1963
25.11.2015, 00:08
Eine private Haftpflicht sollte zur Pflicht gemacht werden.

In der Tat! Da hast du absolut recht, denn viele wissen gar nicht, dass wenn der Geschädigte einen vollstreckbaren Titel hat (und den bekommt er locker), er diesen bis zu 30 Jahre lang vollstrecken kann! D. h.: der Schädiger kommt so gut wie nie mehr aus den finanziellen Puschen.

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Wie bei jedem anderen auch haftet immer derjenige, der den Unfall verursacht hat! Das Risiko, dass bei dem Verursacher nichts zu holen ist, besteht ja auch immer, also kein Grund, hier einen Unterschied zu machen

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Kommentar von IchhaseSchuhle
24.11.2015, 22:06

nur, dass bei flüchtlingen dafür die chance 100% ist, beim rest um 10-20%

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Kommentar von SaVer79
24.11.2015, 22:07

Keine Sorge, beim Rest ist der Prozentsatz auch deutlich höher! Ist ja aber auch egal

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Kommentar von hummel3
24.11.2015, 22:23

Ich mache keinen Unterschied. Den macht bestenfalls die anzunehmende Mittellosigkeit des jeweiligen Flüchtlings, oder eine fehlende Unfallversicherung. - Sollte man dringend Frau Merkel melden, damit sie eine automatische Vollversicherung für die Menschen einrichtet, um auf diesem Wege wenigstens ihr eigenes Volk vor Schaden durch Asylanten zu schützen.    

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Kommentar von SaVer79
24.11.2015, 22:24

Eine Unfallversicherung des Asylsuchenden würde dir nun aber auch nicht weiter helfen!

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Es sind Flüchtlinge, die bei uns subsidiären Schutz erhalten.

Bei der Unfallversorgung erhalten sie das Nötigste nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. 

Vermuitlich wird Deine Vollkaskoversicherung  den Unfallschaden bezahlen, wie beim Wildunfall.

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Kommentar von furbo
25.11.2015, 06:38

Es sind Flüchtlinge, die bei uns subsidiären Schutz erhalten.

Respekt, § 4 AsylVfG gehört kaum zum Allgemeinwissen. 

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