Wer hätte Schuld? Eltern oder die Polizei?

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10 Antworten

Ich finde es in der Situation unverfroren, den schockierten, trauernden Eltern noch extra Schuldzuweisungen zu machen.
Die Schuld geben sie sich auch so. Und zwar ohne, dass ein Außenstehender mit dem Messer in der Wunde herum bohrt.

Würdest du erfreut sein, wenn deinem Kind so etwas widerfahren würde und dir käme einer mit "hättest du besser auf dein Kind aufgepasst, wäre das nicht passiert"?

Davon abgesehen - woher hätten das Kind und die Eltern wissen sollen, dass auf einmal die Polizei mit 80 durch eine 30er-Zone rast.
Notfall hin oder her.

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In jedem Fall der Polizist als Fahrer des Streifenwagens. 

Auch ein Notfall und Sondersignal entbinden den Fahrer nicht von seiner Sorgfaltspflicht. Mit 80 durch die 30er Zone, in der an jeder Ecke mit Kindern zu rechnen ist, ist einfach viel zu schnell und vollkommen verantwortungslos.

Gerade bei der Einsatzfahrt mit Sondersignal hat der Fahrer eine erhöhte Sorgfaltspflicht und muss dabei jede Gefährdung Anderer ausschliessen. 

Bei Tempo 80 in der 30er Zone ist das nicht möglich. Das Verschulden des Fahrers ist offensichtlich.  

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Kommentar von Pfaffenhofener
03.12.2015, 21:36

Richtig, so ist die Gesetzeslage.

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Der Fahrer des Polizeiwagens. Zudem wird ein Einsatzwagen kaum  mit 80kmh durch die 30er Zone rasen. 

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verletzung der aufsichtspflicht für die eltern, und beim polizist kommts drauf an ob es eine einsatzüberschreitung war. bei einem raubüberfall z.B. ist diese geschwindigkeit angemessen, bei diebstahl nicht. kommt immer auf die situation drauf an ob der polizist bei sichtkontakt mit dem kind noch rechtzeitig bremsen hätte können ect.. 

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Kommentar von Pfaffenhofener
03.12.2015, 21:38

Sorry, das  ist Schmarrn.

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Kommentar von Interesierter
03.12.2015, 21:45

Wer mit 80 durch die 30er Zone brettert, handelt grob fahrlässig. Das ist gängige Rechtsprechung und auch gut so. 

Kein Raubüberfall oder sonst ein Einsatz rechtfertigt die Gefährdung Dritter.

Gerade bei der Einsatzfahrt mit Sondersignal hat der Fahrer aufgrund der erhöhten Gefährdungslage eine besondere Sorgfaltspflicht, der er mit 80 in der 30er Zone schlicht und einfach nicht mehr nachkommen kann. 

Die Einsatzfahrt ist ein zweischneidiges Schwert. Der Polizist darf sich zwar über Verkehrsregeln hinweg setzen, hat dabei aber wie schon erwähnt, jede Gefährdung Dritter auszuschliessen. Fährt er ein Kind über den Haufen, ist er dieser Pflicht nicht nachgekommen. 

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Der Fahrer des Polizeifahrzeuges. Sonderrechte entbinden nicht von der Rücksichtnahme im Straßenverkehr.

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Auch für die Eltern, auch wenn es hart klingt. Man kann ja nicht einfach so von 80 auf 0 runter und wenn das Kind plötzlich aus einer Ecke geschossen kommt muss es Glück haben um heil davonzukommen.

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Kommentar von kiniro
03.12.2015, 21:03

Sollen die Eltern ihre Kinder anleinen, wenn sie in einer 30er-Zone spielen?
Es gibt schon sehr lange den Spruch
Kinder haben keine Bremse

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Kommentar von SatisfiedDesire
03.12.2015, 21:05

Blaulicht und Sirenen sind also nicht Warnung genug.

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Kommentar von Interesierter
03.12.2015, 21:50

Auch auf der Einsatzfahrt mit Sondersignal darf der Polizist niemanden gefährden. Wenn er von Tempo 80 nicht schnell genug anhalten kann, darf er schlicht und ergreifend nicht so schnell fahren. 

Das ist gängige Rechtsprechung und auch gut so. 

Das Leben eines Kindes hat einen höheren Stellenwert als die Einsatzfahrt eines Polizisten! Oder siehst du das etwa anders?

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Kommentar von SatisfiedDesire
03.12.2015, 21:51

Nein tu ich nicht, und selbst wenn?

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Einen Notfall haben ist das eine, eine Person deswegen über den Haufen fahren zu dürfen, das andere. Selbst ein Notarztwagen kann sich damit nicht rechtfertigen. Nur die Polizei hat hier Schuld.

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Der Polizist da er Sonderrechte in Anspruch genommen hat aber auch mit Sonderrechten immer aufpassen muss.

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Ne man kann ja einem Kind nicht 24/7 hinterherrennen und außerdem sollte man sich eigentlich keine Sorgen machen dass ein Kind auf einer 30-Zone überfahren wird. Ich find man kann keinem die Schuld geben. Aber eher die Polizei als die Eltern.

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