Wer gründete die CDU?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

aus www.kas.de

in Deutschland bildeten sich wenige Wochen nach Kriegsende – als Reaktion
auf das Scheitern der Weimarer Republik, auf Nationalsozialismus und
Weltkrieg – in vielen Städten unabhängig voneinander
christlich-demokratische Parteigruppierungen.
Anders als bei SPD, KPD
und – wenn auch nicht in gleichem Maße – bei den Liberalen, die nach dem
Zusammenbruch des nationalsozialistischen Reiches 1945 unmittelbar an
ihre überkommenen Traditionen anknüpfen konnten, lassen sich bei CDU und
CSU keine direkten Verbindungslinien in die Vergangenheit ziehen.

Ihre Gründung kann auch  nicht auf ein Datum fixiert werden. Der Zusammenschluss von sehr unterschiedlich geprägten lokalen Gründungen zu regionalen Verbänden zog sich bis 1947 hin. Eines der wichtigsten Daten der Frühgeschichte der Union ist das Godesberger Reichtreffen vom 14.-16. Dezember 1945, an dem die bayerische CSU allerdings nicht teilnahm.

Von diesem Zeitpunkt an wurde der Name
„Union“, wie er in Berlin und in der SBZ geprägt worden war, im Westen
übernommen: in der britischen Zone und in Hessen (bisher
Christlich-Demokratische Partei), in Rheinhessen und Nordwürttemberg
(Christlich-Soziale Volkspartei) und verzögert in Südbaden (Badische Christlich-Soziale Volkspartei BCSV).

Allerdings vermochten die Berliner Gründer nicht, ihren
Führungsanspruch gegenüber den Regionalparteien durchzusetzen. Der in
Godesberg angestrebte Dachverband für die verschiedenen Landesverbände,
deren Bildung erst 1947 abgeschlossen war, kam nicht zustande, und der
als verbindende Klammer in Frankfurt eingerichtete
Zonenverbindungsausschuss, der Anfang 1946 ins Leben gerufen wurde,
erlangte keine Bedeutung.

Auch die im August 1946 gegründete Arbeitsgemeinschaft der CDU/CSU
blieb mit ihrem Generalsekretariat in Frankfurt wenig schlagkräftig.
Immerhin brachte sie die führenden Unionspolitiker aus den Ländern
zusammen: Jede Zone entsandte fünf Vertreter und fünf Stellvertreter,
Berlin zusätzlich einen Vertreter, die mit dem neunköpfigen Vorstand
nach länderübergreifenden einheitlichen Lösungen suchten. Es dauerte
fast fünf Jahre, bis auf dem 1. Parteitag in Goslar1. Parteitag in Goslar im Oktober 1950 eine gemeinsame Organisation, die CDU-Bundespartei, gebildet wurde.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Immofachwirt 18.12.2015, 19:08

Anders als bei SPD, KPD und – wenn auch nicht in gleichem Maße – bei den Liberalen, die nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Reiches 1945 unmittelbar an ihre überkommenen Traditionen anknüpfen konnten, lassen sich bei CDU und CSU keine direkten Verbindungslinien in die Vergangenheit ziehen.

Na, da solltest du in deiner CDU/CSU Parteizentrale nochmal gründlicher nachlesen.

Die deutsche Zentrumspartei ist direkter Vorläufer der CDU und die Bayerische Volkspartei direkter Vorläufer der CSU. Aber ähnlich wie später bei der SED (PDS) meinte man, dass man mit den alten Namen (schließlich hatten beide Parteien für das Ermächtigungsgesetz gestimmt) keinen Pott mehr gewinnt und hat sich schlicht einen anderen Namen gegeben. Der Rückwärtsgewandte Inhalt blieb der Gleiche.

2

Was möchtest Du wissen?