Wer gibt mir den Durchblick in (grundlegenden) Mietfragen - was ist Kalt- und Warmmiete, mit welchen Kosten muss ich sonst noch rechnen?

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14 Antworten

Kaltmiete ist die reine Miete,dazu kommen Heizkosten und Nebenkosten,in den Heizkosten ist alles enthalten was mit Wärmezufuhr zu tun hat,da auch die Warmwasserbereitung,dann kommen da noch die Nebenkosten dazu,darunter fallen Kosten fürWasser,Müllabfuhr,Srtrassenreinigung,Hausmeister,Allgemeinstrom,Fahrstuhlwartun,ggf Kabelfernsehen,Hausverwaltung,usw.

Bei der Stromversorgung und dem Internet muss sich der Mieter selber einen Anbieter suchen und dort einen Vertrag abschliessen,das sind keine Mietkosten,die kommen aber zu den monatlichen Kosten noch dazu.Dann rechnet der Vermieter einmal im Jahr den Heizkosten und Warmwasserverbrauch ab,da kann es zu Nachforderungen kommen,aber auch zu Erstattungen,es solle für Nachforderungen etwas zurück gelegt werden,auch bei den Nebenkosten gibt es einmal im Jahr eine Abrechnung,auch da kann es zu Nachforderungen kommen.Was die Heizkosten betrifft hängt es immer davon ab wie geheizt wird,ob Öl oder Gas oder Fernwärme.Momentan ist der Ölpreis sehr niedrig,somit das Heizen damit auch,nur das kann sich sehr schnell ändern,und dann können die Heizkosten erheblich steigen,von daher kann auch keine Aussage getroffen weden was bei einer Miete von 400 Euro noch an Kosten dazu kommen kann,ich bezahle für meine 43 m2 Wohnung in Berlin monatlich 84 Euro für Heizkosten und 92 Euro für Neben/Betriebskosten.

Kommentar von Gerhart
14.02.2016, 08:07

Die Kosten für Hausverwaltung sind in Deutschland unzulässig im Bestand der Betriebskosten.

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Die Kaltmiete ist die reine Miete, die für die Nutzung der Wohnung an den Vermieter zu zahlen ist plus der Nebenkosten. Als Warmmiete wird die Miete bezeichnet, die Du mit allen Abgaben an den Vermieter zahlen mußt. Wenn die Wohnung allerdings mit einer Etagenheizung ausgestattet ist, dann sind die Heizungskosten noch nicht mit drin. Zu den Nebenkosten die auch als Betriebskosten bezeichnet werden, zählen folgende Kosten: Die Gebäudeversicherungen, die Grundsteuer, die Abfallentsorgungsgebühren, die Kosten für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die Kosten für Wartungen der Heizungsanlagen und aller anderen technischen Anlagen des Hauses, die Kosten für Hausmeister, die Gartenpflege, die Straßenreinigung, die Hausreinigung, falls sie vom Vermieter organisiert wird, die Schornsteinfegergebühren, die Kosten für einen eventuellen Stellplatz, die Kosten und Gebühren für die eventuell vorhandene Antennenanlage. Die Kosten für die Heizung setzen sich aus den Brennstoffkosten, den Wartungskosten und den Abrechnungskosten zusammen. In einigen Wohnungen sind Kalt- und Warmwasserzähler eingebaut, die Deinen Verbrauch festhalten. Diese werden beim Einzug, jährlich und beim Auszug abgelesen, genauso wie die Meßgeräte für die Heizungsabrechnung. Die Abrechnung erfolgt dann mit der Betriebskostenabrechnung am Ende des Jahres. Wenn Deine Wohnung mit einer Etagenheizung ausgestattet ist, dann kommt auf Dich beim Einzug die Anmeldung bei einem Energieversorger zu, der Dir die Elektroenergie und das Gas liefert und Dir am Ende des Abrechnungsjahres eine Rechnung stellen wird. Für diese Rechnung mußt Du monatlich dann einen Vorschuß an den Energieversorger überweisen. Bei der Rechnungsstellung am Ende des Jahres wird Dir dann mitgeteilt, ob Du noch etwas dazu zahlen mußt, oder ob Du Geld zurück überwiesen bekommst. So nun noch einmal kurz zusammen gefaßt: Deine Wohnung kostet Dich die Miete plus die Energiekosten, die Kosten für die Medienversorgung (Fernsehen und Rundfunk), Telefon und Internet, Zeitung und falls Du die Treppenreinigung selbst erledigen mußt die Zeit oder die Kosten für eine von Dir zu beauftragende Firma und eventuell die Kosten für eine Haftpflichtversicherung. Eine Hausratsversicherung ist nicht unbedingt notwendig für Singlehaushalte in der Entstehungsphase, in der keine kostspieligen Ausstattungen angeschafft wurden. So nun hast Du die Wohnung gemietet und nun geht es weiter mit den Kosten. Denn nun mußt Du Dir einen Herd oder zumindest eine Kochstelle anschaffen, sofern sie nicht vom Vermieter gestellt wurde. Ebenso benötigst Du zum Anfang eine Küchenspüle und einen Kühlschrank, ein paar Töpfe und mindestens eine Pfanne, Teller, Tasse, Besteck etc. in der Küche als wichtigste Grundausstattung. Dann benötigst Du mindestens als Grundausstattung ein Bett, einen Tisch und mindestens einen Stuhl. Das ist die Minestausstattung Deiner Wohnung, um für den Anfang zurecht zu kommen. Mit der Zeit kannst Du Dir dann die Wohnung so nach und nach vervollständigen. Wenn Du eine Wohnung für ca. 400€ Kaltmiete  anmietest, dann kannst Du locker 150-200€ als Nebenkosten dazu rechnen. Aber vielleicht tust Du Dich erst einmal mit einer WG zusammen und lernst dort was es heist auf eigenen Füßen zu stehen. Denn es ist eine ganz schön heftige Umstellung von zu Haus in eine eigene Wohnung zu ziehen. In einer WG hat man Zumindest noch die Unterstützung der Mitbewohner. Auf alle Fälle solltest Du den Schritt erst wagen, wenn Du ein festes Einkommen hast und nicht auf Hartz IV verlassen. Das ist keine Option, zumal Du keine Unterstützung für eine eigene Wohnung bekommst, wenn Du unter 25Jahre alt bist, es sei denn Du hast driftige Gründe für einen Auszug. Seiten aus dem internet kann man hier schlecht einblenden, da nur eine Adresse zugelassen wird und es zu diesem Thema viele Seiten existieren. Goggel doch einmal: Was kostet ein Haushalt. Da kommen interessante Seiten zum Vorschein. Viel Glück und Erfolg!

Kommentar von Retrohure
14.02.2016, 11:53

Ich kriege (als Student) ein Stipendium und bin daher relativ gut finanziell abgesichert. Danke für die ausführliche Antwort! Da kommt wohl einiges auf mich zu, aber ich will endlich raus von zuhaus!

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Ganz grob: Rechne bei einer eher kleinen Wohnung, die so zwischen 40 und 50 m² liegt, mit etwa 200 €, die Du zusätzlich brauchst. (incl. Strom und Internet)

Man sollte das wirklich mal als Thema in der Schule haben, damit man auf das Leben besser vorbereitet wird.

Kaltmiete ist nur die Miete selbst, in der Warmmiete ist Wasser, Muell und Heizung dabei. In einem Mietshaus fallen fuer den Vermieter einige Kosten an, die er dann teilweise auf die Mieter umlegen kann. Strom Keller/Hausflur, Hausmeisterkosten, Steuern, Wartungskosten, Winterreinigung, Gartenpflege, Renovierungskosten, das sind Betriebskosten.

Was du an Kosten noch hast sind Essen, Trinken, Reinigungsmittel Hygieneprodukte, Strom GEZ, Fahrkosten (Auto oder Bus), Kleidung, Telefon Internet, Versicherungen, Freizeit.

Und für den Start braucht man auch einiges, was vorher angespart wurde. Du brauchst Möbel, ggf. eine Küche, Hausrat, Waschmaschine. Und es können Kosten anfallen für Reparaturen. Kaution ist auch zu zahlen (2 - 3 Wohnungsmieten).

Auf die 400 Euro Kaltmiete kommen noch mal gut 150 Euro Warmmiete dazu, zum Leben dann mindestens noch mal das Doppelte (ohne eigenes Auto). Dann bleibt aber nichts mehr für Freizeit und Extras.

Wenn man wenig hat, ist 400 Euro Kaltmiete deutlich zu hoch, da sollte man sich deutlich verkleinern, WG Zimmer oder Einraumwohnung kostet deutlich weniger.

Wurde ja schon einiges geschrieben und erklärt hier. Ich möchte noch ein paar Kleinigkeiten hinzufügen:

- Die Höhe der NK bzw. der Warmmiete ist nicht so pauschal zu benennen. Das hängt von der Heizart, dem Alter der Wohnung etc. ab. In den großen Wohnungsportalen steht aber i.d.R. auch die Warmmiete dabei. Schau doch einfach da mal. immoscout oder immowelt z.B.

Wurde ja schon gesagt: Mietkaution nicht vergessen! Und ganz wichtig: die Maklerprovision musst du nicht mehr zahlen - nur wenn du den Makler selbst beauftragst. Das ist den meisten hier bestimmt klar, aber gerade wer neu auf der Suche ist, wird schnell über den Tisch gezogen. Eine Option statt der Barkaution wäre auch noch eine Mietkautionsbürgschaft.

Und ganz wichtig: Faustregel ist, nicht mehr als 1/3 des Nettoeinkommens für die Miete ausgeben. Ich war während meines Studiums weit über 1/3 und musste aber sehr, sehr sparen. Würde ich dir nicht empfehlen. Nimm lieber die kleinere Wohnung mach sie dir nett oder zieh in eine WG und geh dafür mit deinen Freunden weg oder nutz die Zeit zum Reisen :)

Alles Gute!

Kaltmiete = die Miete welche du ohne Nebenkosten zahlen musst. Warmmiete ist die Miete, die du mit Heizung zahlen musst. Da heisst es dann im Mietvertrag Kaltmiete + 200.--€ Nebenkosten, nur als Beispiel. Du zahlst also monatlich 700.--€. Jedes Jahr erhälst du vom Vermieter eine sog. Nebenkostenabrechnung. In dieser Nebenkostenabrechnung sind alle umlagefähige Kosten enthalten. Müllabfuhr, Strassenreinigung, Kaminkehrer,Wasser und Abwasser, Stromverbrauch, Grundsteuer ect. Wenn du in einem Haus wohnst in dem es einen Aufzug oder Hausmeister gibt, dann fallen hier auch umlagefähige Kosten an. In der Nebenkostenabrechnung wird all der Verbrauch an Strom, Heizung, Wasser ect.detailiert aufgeführt.

Hast du jeden Monat die 200.--€ Abschlag gezahlt, so sind das im Jahr 2400.--€. Beläuft sich die Nebenkostenabrechnung auf 2800.--€, so musst du die Differenz 2400.-- zu 2800.--, also 400.--€ nachzahlen.Liegt die Summe der Nebenkostenabrechnung unter dem von dir gezahlten Abschlag von monatlich 200.--€. bekommst du die Differenz rückerstattet.

Wie hoch am Ende eines Jahres die Nebenkostenabrechnung ausfällt, hängt von einigen Faktoren ab. Lässt du die Heizung auf Hochtouren laufen, verbrauchst du viel Wasser oder Strom, dann sind die Kosten eben höher, als wenn du sparsam mit der Energie umgehst.

Ganz genau kann man die Kosten nicht beziffern, die zu einer Kaltmiete von 400.--€ hinzukommen, weil das auch von deinem Energieverhalten abhängig ist.

Die Miete setzt sich zusammen aus Kaltmiete und Betriebskosten (= Nebenkosten + Heizkosten). Die Höhe der Betriebskosten richtet sich nach der Wohnungsgröße (qm), die Höhe der Heizkosten sowohl nach deinem Verbrauch als auch nach der qm-Zahl.

Es können folgende Nebenkosten für dich anfallen: Wasser, Abwasser, Müllgebühren, Grundbesitzabgaben, Gebäudeversicherung, Kabelgebühren, Gebühren für eine Satellitenanlage, Hausmeisterkosten, Treppenreinigung, etc.

Welche Kosten genau für dich anfallen, steht in deinem Mietvertrag. Das weiß man vorher nicht. Es gibt ja auch Häuser, die keinen Hausmeister haben oder die keinen Kabelanschluss haben etc.

Hinzu kommen die Stromkosten. Den Strom musst du selber anmelden. Die Höhe der Stromkosten richten sich nach deinem Verbrauch. In der Regel sollte eine einzelne Person mit 40 Euro im Monat zurechtkommen.

Die Höhe der Heizkosten richtet sich nach dem Heizsystem des Hauses, nach deinem Verbrauch und danach, ob das Haus gut oder schlecht isoliert ist. In einem Neubau sind die Heizkosten meistens niedriger als in einem Altbau. 

Wenn du nicht gerade in München wohnst, finde ich 400 Euro Kaltmiete für eine einzelne Person ziemlich übertrieben. Es sei denn, du bist so reich und kannst dir eine Luxuswohnung leisten. Da solltest du 100 bis 150 Euro Betriebskosten einkalkulieren. Plus Strom, Internet und Telefon wird das ca. 650 Euro im Monat kosten. Ist für eine Einzelperson definitiv zu viel.

Such dir lieber eine kleinere Wohnung.

Kommentar von Retrohure
13.02.2016, 21:04

Tatsächlich suche ich nach Wohnungen im Ruhrgebiet, das 400 € war eher so willkürlich, hab das bei meiner Suche oft gesehen - diese Wohnungen wären allerdings wohl etwas groß für mich...

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Die Kaltmiete sowie die Nebenkosten erfährst Du vom VErmieter. Dazu kommen die Heizkosten, Warmwassererzeugung, Strom, Telefon, Kabelfernsehen. Die Heiz-Warmwasser und Stromkosten hängen von Deinen Gewohnheiten ab, da kannst Du den VORmieter der Wohnung fragen, was der gebraucht hat, dann hast Du einen Anhaltspunkt.

Kaltmiete ist das Geld, was Dein Vermieter bekommt und für Deine Benutzung seiner Wohnung behalten darf.

Eventuell gibt es auch eine Kaltmiete für die Garage.

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Warmmiete ist die Kaltmiete inkl, der Nebenkosten.

Zu den Nebenkosten gehören:

  • Heizung (meist der größte Anteil)
  • Hausmeister & Reinigungsdienst wenn vorhanden
  • Fahrstuhl, falls vorhanden (auch wenn Deine Wohnung im Erdgeschoss ist)
  • Grundsteuer
  • Kalt- und Warmwasser
  • Ablesekosten für Heitzung und Wasser (Ista etc.)
  • Strom (meist jedoch direkte Abrechnung vom Versorger)
  • Telefon und Internet und TV (meist separate Abrechnung mit Provider)

Da ein Großteil dieser Kosten verbrauchsabhängig ist, wird das meist als grobe monatliche Vorauszahlung mit einer jährlichen Gesamtabrechnung durchgeführt.

Also wenn Du 400,00 Kaltmiete bezahlst kommen noch die Nebenkosten bzw. Betriebskosten dazu. Die Kaltmiete ist das Geld, welches Deine Vermieterin bekommt  Die Neben - bzw. Betriebskosten, die Du noch zusätzlich zahlen musst sind Deine eigenen  Verbraucherkosten, also Heizung, Warm-und Kaltwasser, Müllentsorgung, Reinigungs- und Winterdienstkosten, Hausreinigung, Rauchmelderkosten etc. Da liegst Du mit Sicherheit zwischen 120,00 bis 150,00 Euro. Das wäre eine Warmmiete zwischen 520,00 bis 550,00 Euro. Wenn Du die Heizung nicht so hochdrehst, kannst Du hier tüchtig sparen. Stromkosten musst Du separat bezahlen. Da musst Du Dich beim Stromversorger persönlich anmelden

Warmmiete, Strom, Telefon/Internet,  Kabelnutzung, RundfunkGebühr.  Bei eigenem Haushalt ist eine PrivatHaftpflichtversicherung wichtig.  

Kaltmiete = Grundmiete oder Nettomiete, Warmmiete = Gesamtmiete oder Bruttomiete. 

Die Begriffe Kaltmiete und Warmmiete sind umgangssprachliche Wortschöpfungen, die nicht genau den Kern der Begriffe treffen.

Die Grundmiete wird zwischen Vermieter und Mieter vereinbart und bezieht sich auf die Mietsache mit oder ohne Einbauten wie Küchen- und Badeinrichtungen. Dabei wird in der Regel die Fläche der Wohnung, der Modernisierungsstand und die Ausstattung zugrunde gelegt.

Der Vermieter kann die Betriebskosten (auch Nebenkosten genannt) auf den Mieter nach einem Umlageschlüssel umlegen oder auch eine Pauschale für diese Betriebskosten vereinbaren. Diese Kosten müssen dann nicht abgerechnet werden. Zwingend vorgeschrieben ist aber die Abrechnung der Heiz- und Warmwassserkosten nach Verbrauch. Die Auflistung aller Betriebskosten, die mietvertraglich möglich sind, sind in der Betriebskostenverordnung zu finden.

Grundmiete und Betriebskosten werden zur Gesamtmiete zusammengefügt.

 

Es wird immer von einer zweiten verdeckten Kaltmiete gesprochen. Nur die ist es was beweglich. Aber unter 250€ läuft da nichts. Es kommt darauf mit an was alles damit bezahlt werden muß. Das kannst du nur über das Mietverhältnis genau erfahren.

Kommentar von chvoyage
14.02.2016, 07:45
Es wird immer von einer zweiten verdeckten Kaltmiete gesprochen.

Ich vermiete seit 27 Jahren, aber davon habe ich noch nie etwas gehört oder gelesen.

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Am besten du lässt dir vom Vermieter den Verbrauch der Wohnung anhand der letzten 3 Jahresabrechnungen (Heiz- und Warmwasserkosten, sonstige Nebenkosten) nachweisen. So hast du in etwa einen Überblick.

Natürlich kommt es auch auf das einzelne Verhalten der Mieter drauf an (mehrere Mieter, viel geheizt, oft geduscht/gebadet usw.) Stromkosten, Telefonkosten, Fernseh- und Rundfunkgebühren, evtl. Kabelanschluss, Haftpflichtversicherung können auch noch dazukommen.

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