Wer führte Untersuchungen (z.B. Mord) in schottischen Klöstern des 15. Jahrhunderts durch?

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2 Antworten

Die meisten Schotten sind und wahren katholisch.

In der Folge des Investiturstreites war die Kirche eine Art „Staat im Staate“ Mönche, Nonnen, Priester u.s.w. wurden nicht durch den Staat verfolgt, außer wenn das Kloster oder das Bistum den Verdächtigen zur Verfolgung freigegeben haben. (dem Staat übergeben haben) Faktisch genossen diese Menschen politische Immunität, sie standen unter dem „Schutz der Kirche“. (auch außerhalb des Klosters) Die Aufklärung solcher Verbrechen geschah durch die Leitung der Einrichtung. (z.B. Abt im Kloster)

Es kam immer wieder vor das sich Verbrecher die mit dem Tod oder anderen schweren Straffen rechnen mussten in ein Kloster eintraten um dieser Straffe zu entgehen. Wenn sie sich dort „gut benahmen“ wurden wurden sie nicht dem Staat übergeben und brauchten sich nicht vor dessen Strafen fürchten. (Manche glauben das Luther deshalb ins Kloster ging)

Unter den Protestanten war das übrigen anders. Aufgrund des Staatskirchentums kannten sie keine Trennung zwischen Staat und Kirche, ein Pfarrer wahr eigentlich ein angestellter des Staates und er wurde wie ein solcher behandelt.

MfG Klaus.

Es stimmt nicht, daß die meisten Schotten katholisch sind.
Laut Wiki "Schottland" sind das nur 16%.

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@earnest

Tatsächlich, du hast recht.

Im 15 Jahrhundert gab es ja noch keine Protestanten, also erden es damals wohl noch Katholiken gewesen sein. Im 16 Jahrhundert gab es da einen Religionskrieg den die Schotten verloren haben. (ähnlich wie die Iren, die katholisch blieben)

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@Klaus02

Nee, "die Schotten" habe auch keinen Religionskrieg verloren. Sie sind im 16. Jahrhundert mehrheitlich protestantisch geworden, und zwar aus eigenem Antrieb und entgegen dem Glauben der Königin Mary. Die Auseinandersetzungen im 17. Jhdt., die auch religiöse Hintergründe hatten, stehen auf einem anderen Blatt. das waren in jedem Fall Bürgerkriege, an denen auf beiden Seiten Schotten beteiligt waren und gewonnen hat im Endeffekt die damals und heute vorherrschende protestantische Richtung der Presbyterianer.

Interesse? www. montrose-de.net

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@ChrisHH

Maria (Mary) Stuart war katholisch, während ihre Cousine Elizabeth anglikanisch war! Später wurden die meisten Schotten Presbyterianer! Nur die Iren sind katholisch geblieben!

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@HugoGuth

Ach ja, die stets friedlichen und toleranten Protestanten. :o)

Fakt ist, das die englischen Protestanten der berüchtigten Bloody Mary in nichts nachgestanden.

So um 1550 gab es einen Religionskrieg. Na ja, man kann natürlich auch andere Ursachen für diesen Krieg sehen, das ist so ähnlich wie beim Dreisiegjährigen Krieg, da kann man sagen das es nicht um die Religion ging und das sich die (protestantischen) Niederlande und Böhmen einfach von der (katholischen) Habsburger Herrschaft befreien wollten. Dann ist die Religion nur noch ein Vorwand.

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Im 15. Jahrhundert gab es eigentlich (von ein paar Sekten abgesehen) nur Katholiken. Auch in Schottland. Eine weltliche Polizeigewalt gab es nicht. Straftaten in Klöstern dürfte die Inquisition, also eine innerkirchliche Institution aufgeklärt haben, wohl am ehesten auf Anforderung des Bischofs.

Die Inquisition hat sich nie um Dinge wie Mord gekümmert, sie hat sich um Dinge wie „Irrlehren“ gekümmert.

Die Weltliche Rechtsprechung wurde von den Räten oder durch die Fürsten ausgeübt und Mord wurde auf jeden Fall verfolgt. Morde in Klöstern wurden durch die Kirchliche Leitung aufgeklärt und gegebenenfalls wurde der Täter durch sie an die Weltliche Gerichtsbarkeit übergeben.

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