Wer finanziert die Identitäre Bewegung?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Ncht spannend die Frage. Viel spannender ist die Frage wer Befehl gibt diese "Bewegung" so in den deutschen Medien so breitzutreten? Erst dadurch werden nämlich die Leute auf den Verein aufmerksam, und DANN ERST lohnen sich die Investitionen in den Aufbau so einer Organisation.

Bei Pegida waren die Russen.

Dann darf ich doch bestimmt Überweisungsbelege einsehen, oder?

Verbindungen zu Russland gibt es bei den Identitären natürlich nicht nur ideologisch. Hass auf Homosexuelle und autoritärer Nationalismus verbinden.

Die Auslandspropaganda von Sputnik und RT berichten sehr positiv über die Gruppe:

https://www.facebook.com/identitaere/posts/1237896406228416

Gute Verbindungen hat der Deutschrusse Jurij Kofner von den Identitären, hier mit einem bekannten russischen Apparatschik:

http://greater-europe.org/archives/102

Die Identitären werden ihre Finanzquellen so wenig wie die AfD offen legen. Aber neben einigen betuchten Burschenschaftlern dürfte Moskau schon zu den Unterstützern gehören.

Das ist nicht ganz klar. Möglich ist auch hier, dass die Russen heimlich mit finanzieren. Denn die Russen / Putin zahlen an alle in Europa, die Europa und die Demokratie kaputt machen wollen.

PeVau 19.05.2017, 17:01

Möglich ist auch hier, dass die Russen heimlich mit finanzieren. Denn die Russen / Putin zahlen an alle in Europa, die Europa und die Demokratie kaputt machen wollen.

Wenn die, die Europa (EU) und die Demokratie kaputt machen wollen, auch die Finanziers der rechten Bewegungen sind, dann müssen die rechten Bewegungen von den neolibralen Wirtschaftseliten finanziert werden, die eine offene, vermeintlich alternativlose Wirtschaftsdiktatur anstreben. Denn das sind die Zerstörer Europas und der Demokratie.

6
Sachsenbruch 19.05.2017, 17:08

Wo das nicht so ganz klar ist, können wir natürlich froh sein, von wenigen Eingeweihten wie Hugito trotzdem weitgehend glasklare Auskünfte erhalten zu können.

6
thecheeky 19.05.2017, 17:11

Denn die Russen / Putin zahlen an alle in Europa, die Europa und die Demokratie kaputt machen wollen. 

Quelle! Wer sind "Alle"?

4
Hugito 20.05.2017, 10:09
@thecheeky

Einverstanden. Das Wort "alle" ist so pauschal nicht richtig. Ich ersetze es mit "einigen".

Putin verfolgt seit längerem das Ziel, die Europäische Union mit unterschiedlichen Methoden zu destabilisieren. Dazu zählen Desinformation und eben auch Gelder an Parteien und Organisationen, die gegen Demokratie und europäische Einigung sind. Dazu zählen Rechtsextremisten und Linksextremisten in praktisch allen europäischen Ländern. In Deutschland z.B. die AfD und die Linke.

Hier ein Bericht mit weiteren Hinweisen: https://euobserver.com/news-de/137666

 

1
Hugito 20.05.2017, 17:55
@PeVau

"Die Linke" hat eigentümlich viel Verständnis für Putin. Egal ob er Krieg in der Ukraine führt, ob er politische Gegner verfolgen lässt, ob er praktisch alle Medien in Russland gleichgeschaltet hat oder ob er Krankenhäuser in Syrien bombardiert. Während "Die Linke" ansonsten bei militärischen Aktionen jeder Art sehr kritisch ist, gilt das nicht, wenn Putins Militär aktiv ist.

Schau mal z.B. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/linkspartei-in-der-krim-krise-putins-freunde-in-berlin-a-959041.html

Ich frage mich, warum "Die Linke" dem autoritären Regenten Putin so vieles durchgehen  lässt.

 

1
PeVau 20.05.2017, 21:25
@Hugito

Die Linke hat Verständnis dafür, das Russland Interessen hat und dass diese nicht weniger legitim sind als die westlichen Interessen.

Außerdem verweigern sich große Teile der Linken der westlichen Doppelmoral und der dummen, verlogenen antirussischen Propaganda.

Deine Behauptung, die Linke würde von Putin finanziert, ist absurd.

1

Die rechten Bewegungen in Europa werden durch die gleichen Kräfte unterstützt, von denen sie schon vor 80 Jahren unterstützt worden sind.

Es gibt genügend national-konservative bis offen faschistische Kreise aus der Wirtschaft, die so etwas aus der Portokasse zahlen.

SovjetRF 19.05.2017, 16:56

Der Support unterbietet sich mal wieder gegenseitig :) 

Vlt möchte man einfach auch an Inkompetenz die Bild übertreffen :)

3
hutten52 19.05.2017, 17:29

Die Wirtschaftsverbände sind für offene Grenzen, Masseneinwanderung und Heterogenisierung, weil das ihrem neoliberalen Bild vom weltweit gleichen, austauschbaren  Konsumenten/Produzenten entspricht. Wieso sollten sie ausgerechnet die Identitären bezahlen? Sie spenden für Union, SPD, FDP und Grüne. 

2
PeVau 19.05.2017, 17:40
@hutten52

Die Wirtschaft ist kein homogener Haufen. Das ist ein sehr heterogens Gebilde, das nur das gemeinsame Interesse an möglichst ungehindertem Profitstreben hat.

Es gibt auch Unternehmer und Branchen, die kein gesteigertes Interesse an Globalisierung haben. Denn Globalisierung bedeutet auch Globalisierung der Konkurrenz, bedeutet Konzentrationsprozesse, bei denen zwangsläufig auch Wirtschaftsakteure auf der Strecke bleiben.

Globalisierung und Freihandel ist in erster Linie etwas für die Starken, um noch stärker zu werden.

10
Hugito 20.05.2017, 18:07
@PeVau

Lieber PeVau, deine These heißt doch: "Wie damals bei Hitler unterstützen große Teile der Wirtschaft auch heute die Rechtsradikalen." Diese These ist schlicht Unsinn. Die heutige Wirtschaft liebäugelt nicht mit Radikalen. Die Wirtschaft will politische Stabilität, weil nur da Geld zu verdienen ist.

Auch Putin begreift nicht, dass nur Rechtstaatlichkeit und Menschenrechte die Wirtschaft nach vorne bringt: Rußland hat immense Rohstoffe und ein großartiges Volk. Aber unter der Knute des korrupten Putin-Regimes kann sich das russische Volk nicht entfalten. Die Wirtschaft läuft schlecht. Niemand will aus Angst vor Putin in Russland investieren. Die Rentner verarmen in Rußland, der Rubel verliert immer mehr an Wert. Putin muss mit militärischen Abenteuern von der Krise in Russland ablenken.

Dagegen füllten sich Putin und Medwedew, sowie deren Freunde, die Taschen. Putin gehört mittlerweile ein Milliardenvermögen. Das ist Vermögen, das Putin dem Russischen Volk gestohlen hat.


 

1
PeVau 20.05.2017, 22:01
@Hugito

Diese These ist schlicht Unsinn. Die heutige Wirtschaft liebäugelt nicht mit Radikalen. Die Wirtschaft will politische Stabilität, weil nur da Geld zu verdienen ist.

Wie wäre es denn, wenn du dir meinen Kommentar erneut durchliest. Da steht nämlich die Antwort bereits. Wenn du das nicht verstehst, frage ruhig, ich erkläre es dir dann nochmal.

Es gibt sehr wohl Wirtschaftskreise, die an Abschottung und Protektionismus interessiert sind. An Demokratieabbau und Abbau von Arbeitnehmerrechten ist die gesamte Wirtschaft interessiert. Deren Ziel ist eine "alternativlose" Wirtschaftsdiktatur. Dafür kann man z. B. die AfD gut gebrauchen.

Die Wirtschaft läuft schlecht. Niemand will aus Angst vor Putin in Russland investieren. Die Rentner verarmen in Rußland, der Rubel verliert immer mehr an Wert. Putin muss mit militärischen Abenteuern von der Krise in Russland ablenken.

Die Wirtschaft in Russland läuft besser, als in anderen von der Krise geschüttelten Ländern, gerade auch in Europa. In diesem Jahr prognostiziert der IWF sogar wieder ein Wirtschaftswachstum.

Die Rentner in Russland fingen unter der Ägide Putins überhaupt erst wieder an, halbwegs menschenwürdig zu leben. Unter seiner Regierung wurde das Rentnerelend der Jelzin-Ära zum großen Teil beseitigt. Unter den Rentnern genießt Putin deshalb höchstes Ansehen.

Der Wertverlust des Rubels hat nicht zu unterschätzende positive Auswirkungen auf die russische Wirtschaft. Damit ist es z. B. gelungen, die Auswirkungen des Ölpreisverfalls auf den russischen Staatshaushalt zu minimieren. Die Sanktionen erweisen sich nicht nur als wirkungslos (in Bezug auf ihr Ziel), sie erweisen sich zunehmend auch als Initialzündung für die russische Wirtschaft. So ist z. B. Russlands Landwirtschaft kräftig gewachsen und kann das Land selbst versorgen.

Und das mit den Kriegen ..
Weißt du, die Russen haben Kriege gehabt, die in ihrer Furchtbarkeit tief im Gedächtnis dieses Volkes verankert sind. Das waren Kriege, in denen es ums Überleben ging und nicht um Ruhm und Gloria. Mit Kriegführen kann man in Russland nicht punkten, aber mit einer starken Armee, die jeder Aggression eine Abfuhr erteilen wird.

Das alles ändert natürlich nichts daran, dass Russland ein kapitalistisches Land ist, in dem wenige viele ausbeuten. Aber das ist hier ja nicht anders, oder?

PS: Hier mit der Legende von Putins angeblichem Milliardenvermögen zu argumentieren, macht dich nicht unbedingt zu einem ernstzunehmenden Diskussionspartner.

2

Was möchtest Du wissen?