Wer erbt wenn Enkel verstorben ist

5 Antworten

Entweder die Eltern des Enkels oder aber auch schon vorhandene Kinder des Enkels..die Kinder hätten dann aber wohl Vorrang!?

Das hängt davon ab, ob sich aus dem Testament ausdrücklich oder aufgrund einer Auslegung ergibt, dass der Erblasser für diesen Fall einen Ersatzerben einsetzen wollte. Auch die Abkömmlinge bzw. die Eltern des Enkels kämen nur zum Zuge, wenn sich das aus dem Testament in dieser Weise ergäbe.

Wenn sich keine Ersatzerbenbestimmung aus dem Testament ergibt, wenn auch z.B. auszuschließen ist, dass anstelle des Enkels dessen (evtl. vorhandene) Abkömmlinge Erben werden sollen, kann in Betracht kommen, dass der Erbanteil des Enkels den anderen Miterben zukommen (d.h. deren Anteilen "anwachsen") soll. War der Enkel aber als alleiniger Erbe eingesetzt und ist eine Ersatzerbenbestimmung auszuschließen, würde beim Vorversterben des eingesetzten Enkels die gesetzliche Erbfolge nach dem Erblasser (Großvater) eintreten, d.h. es würden zunächst dessen Abkömmlinge und die Ehepartnerin gesetzliche Erben werden. Sind solche Erbprätendenten nicht vorhanden, kämen in zweiter Linie die Geschwister des Erblassers (Großvater) und deren Abkömmlinge, also dessen Nichten und Neffen als gesetzliche Erben in Frage. Wenn es auch sie nicht gibt, würden Abkömmlinge der Großeltern des Erblassers, also Vettern und Cousinen gesetzlicxhe Erben werden.

Enkel sind keine gesetzlichen Erben. Daher käme es darauf an, was genau dem Enkel zugesprochen wurde:

§ 2094 BGB bestimmt: Sind mehrere Erben in der Weise eingesetzt, dass sie die gesetzliche Erbfolge ausschließen, und fällt einer der Erben vor oder nach dem Eintritt des Erbfalls weg, so wächst dessen Erbteil den übrigen Erben nach dem Verhältnis ihrer Erbteile an. Sind einige der Erben auf einen gemeinschaftlichen Erbteil eingesetzt, so tritt die Anwachsung zunächst unter ihnen ein.

Ist durch die Erbeinsetzung nur über einen Teil der Erbschaft verfügt und findet in Ansehung des übrigen Teils die gesetzliche Erbfolge statt, so tritt die Anwachsung unter den eingesetzten Erben nur ein, soweit sie auf einen gemeinschaftlichen Erbteil eingesetzt sind.

Der Erblasser kann die Anwachsung ausschließen.

Oder einen Ersatzerben bestimmen.

G imager761

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