Wer durfte jemanden als vogelfrei im Mittelalter erklären?

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3 Antworten

Naja, die Reichsacht wurde gegen hohe Persönlichkeiten verhängt. Bei den einfachen Bauern nannte man das einfach Verbannung bzw. "Vogelfrei". In England auch "Outlaws" (Ausgesetzte) genannt.

Bei den einfachen Bauern entschied das kein König und kein Papst, sondern meist der Vogt bzw. der Büttel, wobei der Büttel zwar nur der Gerichtsdiener war, bei Abwesenheit der Obrigkeit aber durchaus auch entscheiden durfte, wenn es um schwerwigende Vergehen wie z. B. Diebstahl ging. Diebstahl war im Mittelalter mit das schlimmste Vergehen, denn die einfachen Leute hatten auch so schon nicht viel.

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Hi, das war zumeist die Reichsacht. Bann. Der geächtete war dann Vogelfrei, wer ihm was antat, wurde nicht bestraft. Wer ihm Unterkunft gwährte, jedoch schon. Die Acht konnten Fürsten, Könige, Kaiser aussprechen. (in Acht und Bann). Der Kirchenbann (Anathema) gibts als kleinen und großen Bann. http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsacht Zitat aus Wiki: (Kirchenbann): Man unterscheidet den Kleinen Kirchenbann und den Großen Kirchenbann: Beim Kleinen Kirchenbann werden Gläubige von den Sakramenten ausgeschlossen, auch kirchliche Ämter sind Gebannten verwehrt. Der Kleine Bann ist meist zeitlich begrenzt. Der Große Kirchenbann schließt die Betroffenen völlig und ohne zeitliche Begrenzung aus der Gemeinde aus (Exkommunikation). Von 1220 bis zum Augsburger Religionsfrieden von 1555 folgte auf den Großen Bann automatisch die Reichsacht.

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Der Voigt= Rechtsvorstand im Auftrag des Landesfürstens

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Kommentar von Moritzburg
14.10.2011, 14:38

Sag ich doch. :-)

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