Wer definiert was moralisch richtig und was falsch ist?

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12 Antworten

Das sind jetzt schon drei Fragen.

Nach Kant (Grundlegung zur Metaphysik der Sitten) besteht die Würde des Menschen darin, ein autonom Werte setzendes Wesen zu sein. Du selbst also bestimmst letztlich für Dich, was gut ist. Es kann aber nur gut sein, wenn Du wollen kannst, dass die Grundsätze Deines Handelns allgemeines Sittengesetz seien und Du dabei jeden Menschen niemals nur als Mittel, sondern immer zugleich auch als Zweck behandelst. Das ist der Kategorische Imperativ.

Da Du selbst entscheiden musst, von welchen Grundsätzen Du das Wollen kannst, gibt es zwar nicht die eine einzige gültige Moral, aber viele gültige Moralen, die miteinander konkurrieren. Wichtig ist, dass zwischen ihnen, d.h. ihren Trägern, ein ständiger Diskurs stattfindet. Das ist die Diskursmoral.

Es gibt keinen Sinn Deines Lebens, der Deinem Leben vorausgeht. Du selbst aber kannst Deinem Leben einen Sinn geben. Dabei bist Du frei. Zu dieser Freiheit bist Du "verurteilt" (Sartre), weil es allgemein menschlich ist, das Bedürfnis nach einem Sinn des Lebens zu haben.

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Moral entsteht aus dem Bestreben der Menschen, in einer Gesellschaft auskömmlich miteinander umzugehen. Das ist auch notwendig, wenn es kein Leben nach dem Tod gibt. Religiöse Überzeugungen können Moral bereichern, ihr eine tiefere Fundierung geben, müssen aber nicht, siehe IS oder Religionskriege. Moral wird auch nicht aus dem Boden gestampft oder von irgendjemandem erfunden. Sie ist gewachsen im Prozess der gesellschaftlichen Entwicklung und wird tradiert und immer wieder angepasst.

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Für mich persönlich sind Moral und Sitte sehr essentielle Dinge im Leben. Auch wenn wir nur eine kurze Zeit auf unserer schönen  Erde verbringen dürfen, sollten wir in dieser Zeit versuchen, Positives in die Welt zu tragen und rücksichtsvoll und mit einem gewissen Taktgefühl ausgestattet durch die Welt zu gehen. Unser eigenes Ego sollte nicht immer im Fokus stehen. Wenn Moral wirklich von allen gelebt werden würde, müssten Menschen nicht unschuldig sterben und es gäbe nicht so viel Ungerechtigkeit und Leid. Das sind Werte, für die es sich zu kämpfen lohnt.

LG 

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Der Sinn liegt darin, die eigene Art zu erhalten und womöglich auch, sich weiterzuentwickeln. Die Moral hilft der Gesellschaft, dieses Ziel zu erreichen.

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Kommentar von GulschSueppchen
11.07.2017, 22:24

Aber wozu die eigene Art erhalten, es ist doch total sinnlos? Ob ich die Art zugrunde richte oder erhalte, wo ist der unterschied? Das Ergebnis ist das selbe. 

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Es ist schwer das zu definieren. Nehmen wir als Beispiel: Ein Zug rast ungehindert über die Gleis aber es gibt einen Weiche die du auf 2 Wege verstellen kannst auf dem einen Weg steht ein kleines Mädchen und auf dem anderen 5 Bahnarbeiter du müsstest den Zug entweder auf das kleine Mädchen umleiten oder auf die 5 Bahnarbeiter.

Was ich damit sagen will ist das es kein wirkliches richtig und falsch gibt nur weil jemand mal was "falsches" gamacht hatt heißt das nicht das der jenige böse ist und nur weil jemand was gutes getan hatt muss das auch nicht heißen das derjenige gut ist.

Ich glaub jeder muss seine eigene Definition von moralich richtig finden

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Naja, in der Natur ist das Gesetzt "Der stärkere macht die Regeln" bei uns wird die Moralvorstellung von der Gesellschaft vorgegeben, und da dieses Kollektiv nicht immer so helle ist, ist diese Moral manchmal verkorkst ^^

Und wenn du es aus dieser Blickrichtung betrachtest, ja es ist alles sinnlos und irrelevant, nur willst du wirlich alle anderen gegen dich aufhetzten, nur weil du das so siehst? Lebe doch dein leben in diesen Vorstellungen und Gesetzten und mach dir ein schönes daraus...

;)

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Sinnhaftigkeit bedarf keines Lebens nach dem Tod sondern Bedürfnisse. Ob diese nach dem Tod enden oder nicht spielt keine Rolle für die bloße Existenz von Sinnhaftigkeit und Moral.

Ein Leben nach dem Tod könnte Auswirkungen darauf haben, wie eine Handlung oder Einstellung oder Sache sinnvoll ist. Zum Beispiel könnte es Sinn machen, sich auf dieses Leben nach dem Tod vorzubereiten.

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Wenn es kein Leben nach dem Tod gibt, ist nur das Leben relevant. Und wer sein Leben schätzt, respektiert das Leben anderer. Und dieses miteinander resultiert in Moral: Werte, nach denen unsere Gesellschaft möglichst ideal funktioniert.

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wie das ist soll jeder selbst entscheiden, wenn es dir egal ist, ist es nicht so bei allen anderen

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Was hat deiner Ansicht nach Moral mit Tod zutun?

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Was sollte Moral mit einem Leben nach dem Tod zu tun haben?

Moral wird von der Gesellschaft definiert, und zwar von der lebenden.

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Kommentar von GulschSueppchen
11.07.2017, 22:23

Einiges. Wenn es kein Leben nach dem Tod gibt, gibt es auch kein absolut-richtig oder absolut-falsch. Nehmen wir an ich überfahre mit Absicht ein Mädchen. An sich eine moralisch verwerfliche Entscheidung. Aber da niemand darüber urteilen wird, auch total egal, somit weder richtig noch falsch, da das Leben im Prinzip keinen Sinn ergibt. 

Wenn es aber einen Gott gibt, kann ich klar sagen, dass es moralisch falsch ist das Mädchen zu überfahren. Es wird Konsequenzen nach sich ziehen. Aber ohne eine höhere Instanz kann ich tun und machen was ich möchte. Es ändert eh nichts. 

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das, wonach Du fragst, legt die Gesellschaft fest, in der Du lebst.

 nur dadurch ist ein Zusammenleben möglich

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