Wer darf beim WG Mitbewohnerwechsel alles mitentscheiden?

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2 Antworten

Rechtlich ist der Fall ganz klar geregelt:

Sind alle WG-Bewohner Hauptmieter, so hat sich automatisch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gebildet, mit dem Gesellschaftszweck gemeinsames Wohnen. Dies führt dazu, dass ein einzelner Bewohner nicht mehr ohne weiteres kündigen kann. Vielmehr muss die WG die Kündigung gemeinschaftlich aussprechen.

Alternativ kann ein einzelner Mitmieter nur aus dem Vertragsverhältnis entlassen werden, wenn die anderen Mitmieter und der Vermieter dem schriftlich zustimmen.

D.h. ohne Zustimmung deines Mitbewohners bist du weiterhin an den Vetrag gebunden und bist verpflichtet die Miete zu zahlen. Dies kann notfalls auch von dir eingeklagt werden durch die anderen Teilnehmer der Gbr.

Ich habe mir jetzt überlegt mein Zimmer unterzuvermieten, da nur ich in diesem Fall unterschreiben muss und mein Mitbewohner kein Mitspracherecht hat. Der neue ist in seinem Interesse. Ich werde zum August kündigen und er muss es schaffen dann einen festen Mietvertrag zu bekommen.

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@lienni

Auch das bedeutet eine Änderung im Mietvertrag, der beide Parteien (GbR) und Vermieter vollständig zustimmen müssen.

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Es ist schon eine Frage der Fairness, immerhin muss der Mitbewohner mit dem Neuen klarkommen, nicht Du, auch wenn es "nur" 5 Monate sind.

Ich wüsste aber nicht, wie "Untermiete" das Problem lösen könnte.

Ich finde es auch fair wenn er den neuen Mitbewohner kennt. Er hat nur keine Gelegenheit hier her zu kommen, habe ihm skypen angeboten usw. Er hat das gleiche mit uns abgezogen, weil er einen Untermieter auch einfach so geholt hat und nicht auf meine Wünsche eingegangen ist.

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@lienni

Wenn das so ist, dann braucht er sich natürlich nicht beschweren.

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