Wer bin ich ohne meine Probleme?

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8 Antworten

Nichts ist so zuverlässig wie die Veränderung die uns umgibt mit jeder Sekunde . Wir sind Veränderung .

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Kommentar von Tabachichi
18.06.2017, 13:30

Also meinst du, dass es da tatsächlich nichts gibt außer äußeren Einflüssen?

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Interessante und gut nachvollziehbare Denkansätze und Fragen, die du stellst.

Was ist gesund am Menschen, was ist problematisch? Um das zu beantworten, bewertest und zerteilst du dich. Alles, woran du leidest oder wo du dich nicht so annimmst, wie du bist, das empfindest du als "nicht zu dir gehörig". Und alles, was andere an dir geprägt haben, hältst du für "von außen hinzugefügt".

Neue Denkansätze sind zum Beispiel:

Hast du ein Idealbild, wie ein Mensch (bzw du selbst) wäre, wenn keine Probleme da sind? Was ist dir wichtig? Was sind konkrete Werte für dich? Wie wünschst du dir, dass Menschen mit anderen umgehen? Wofür sollen sich Menschen einsetzen?

Gibt es andere Menschen, die dich einfach so nehmen, wie du bist? Meistens sind es ja die eigenen Eltern, die einen entweder bedingungslos annehmen oder die gerade mit der bedingungslosen Annahme ihre Schwierigkeiten hatten. Wenn du von anderen Menschen diese Liebe nicht erfahren hast, ist es schwer, dich selber vorbehaltlos zu akzeptieren. Leichter ist es dann noch, dir andere Menschen zu suchen, die du deinerseits ohne alle Voraussetzungen bejahst: z.B. Kinder oder Behinderte oder alte Menschen.

Was in dir konstant ist, ist meist das, was dir am wenigsten bewusst ist: weil es ja keine Probleme bereitet, weil es gesund ist und weil es immer da ist. Allein mit deiner Geburt ist soviel Konstantes vorgegeben:

+ die Beziehungen zu deinen Familienmitgliedern (auch wenn sie sich im Sozialen ändern),

+ die Kultur/ die Zeit/ die Religion/ die Weltanschauung, in die du hineingewachsen bist (auch wenn du dich als Erwachsener bewusst dazu stellen kannst, so bist du durch dieses Umfeld der Mensch geworden, der du bis jetzt bist - und da gibt es nicht "ich als unbeschriebenes Blatt" und "die anderen, die da was draufgeschrieben haben", sondern DU BIST IM WERDEN, immer, ein Leben lang, geformt von außen und geformt von innen),

+ dein Inneres, z.B. ob du introvertiert oder extravertiert bist, ob du cholerisch/ melancholisch/ phlegmatisch/ sanguinisch bist,

+ deine Gene (auch wenn die Materie sich im Körper alle 7 Jahre austauscht, verkörpert sich deine Seele in der bestimmten Form deines Körpers)

+ deine Begabungen, deine Art zu denken, zu fühlen, wahrzunehmen, deine Träume, all das ist unverwechselbar

Und als allererstes sind wir alle erstmal Mensch. Allein das Menschsein ist schon was ganz Spezifisches. Nicht erst das scheinbar Individuelle, was dann angeblich noch hinzukommt und als einziges die Persönlichkeit ausmachen würde.

Nur der Mensch z.B. kann aufrecht gehen, kann sprechen, kann diskursiv nachdenken, hat Erinnerungen, kann Zukunftspläne machen, hat einen Lebenslauf, entwickelt sich geistig und seelisch und kann dieses Leben transzendieren.

Und wenn dann noch die religiöse Ebene dazukommt: Wir sind als Menschheit und als einzelne Menschen nicht zufällig da, und wir haben uns auch nicht selber geschaffen, und auch unsere Eltern haben nicht "uns persönlich" gewollt, sondern nur "ein Kind".

Das heißt, jemand anderes hat dich gewollt. Und dieser andere hat dich so gewollt, wie du bist. Und im Lauf deines Lebens wirst du immer mehr derjenige, als der du gemeint bist. Kurz gesagt: Gott ist, aber wir werden. Das ganze Leben ist die Ent-faltung dessen, was jetzt noch verborgen in uns angelegt ist.

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Du musst den Blickwinkel verändern.

Du sieht es als Problem.

Was ist wenn du es aus der Richtung siehst das dein Antrieb ist dich zu verbessern? Du möchtest immer besser sein als du bist.

Aber kann man eine Persönlichkeit wirklich auf so wenig reduzieren?

Weil du bist ja die Person die du in dem Moment bist. Konstanten gibt es aus meiner Sicht eher keine. Die Persönlichkeit ist konstant im Fluss jede Erfahrung jedes Erlebnis verändert die Persönlichkeit mehr oder weniger, manche Teile sind starrer als andere. Als Kinde hatte man sein Lieblings Stofftier das ist eine Konstante über viele Jahre bis sie irgendwann beginnt zu schwinden es gibt für mich nichts unverrückbares nicht starres alles ist im Fluss.

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Schau dir mal erleuchtete Personen wie Eckhart Tolle an. Sie haben eben keine Probleme oder Komplexe mehr. Man erkennt an denen dass auch ihre Persönlichkeit eher ungewöhnlich ist sie sprechen sanft und ruhig und grosse emotionale Ausbrüche.

Man hat dann aber nicht keine Persönlichkeit mehr sie ist nur ruhiger. Und das was übrig bleibt ist das empfinden von Glück die ganze Zeit, weil man ja keine komplexe mehr hat.

Also es bleibt nicht Nichts zurück, sondern was viel besseres.

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Kommentar von Alternativ99
18.06.2017, 13:28

ohne grosse emotionale Ausbrüche*

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Kommentar von Tabachichi
18.06.2017, 13:44

Hm...interessantes Beispiel. 

Also kann man die ganze Zeit glücklich sein? Und wenn das gehen würde, könnte man auch erkennen, ob man dann wirklich glücklich ist? Ober hätte man sich gewollt in einen Zustand begeben, der einen in gewisser Hinsicht abgeschottet von Zukunft und Vergangenheit macht? Eine erleuchtete Person hätte ja an sich eine einzelne Antwort auf alles, was sie in sich ruhen lassen würde, da es einem das Gefühl von Sicherheit vermitteln könnte. Das ist die Waffe, die jede Religion besitzt, obwohl ich mir unsicher bin, ob man das hier verwenden kann. Woher weiß man, ob man jetzt gerade kein einziges Problem besitzt und was treibt einen dann an?

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Kommentar von Alternativ99
18.06.2017, 16:04

Das Ding mit den Problemen ist dass Leute wie Eckhart Tolle die Einsicht haben dass die Probleme die man meint zu haben eine blosse Illusion sind. Nur der Verstand ist davon überzeugt das die Probleme real sind. Und das ist dann eine sehr oberflächliche Sichtweise. Er ist nicht glücklich weil er irgendwas getan hat um glücklich zu sein irgendwas erreicht etc. Er ist ganz einfach glücklich weil er sich keine probleme macht-> keine Angst hat vor irgendwas. Das allein macht glücklich. Dann ist aber das Leben nicht vorbei. Man kann dann überlegen: was kann ich für die Gemeinschaft tun, was macht mir Freude? Man kann versuchen im Leben immer wenn man meint ein problem zu haben es zu hinterfragen, mit z.B. Warum? Warum ist das so und so, Warum fühle ich mich so und so..? Und dann immer weiter fragen Bis man dann zu dem Schluss kommt dass das Problem nicht echt ist und man sich nicht schlecht fühlen brauch, dabei muss man aber sehr ehrlich mit sich selbst sein.

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Kommentar von Alternativ99
18.06.2017, 16:13

Der einzige der uns Probleme machen will ist der Verstand und der funktioniert nur über Vergangenheit und Zukunft. Die existieren aber nicht es gibt die vergangeit und die Zukunft ja gar nicht sondern nur das hier und jetzt. Unser verstand kann zb auch nie ein genaues Abbild der Realität bieten, da er nie ganzheitlich betrachtet sondern immer einschränkt und kategorisiert. Man kann mit ihm sozusagen nicht sein Leben gestalten da er immer Probleme sucht und Immer welche findet man würde verrückt werden. Man kann viel besser handeln und viel wirkungsvoller wenn man sich einen Dreck um Zukunft und vergangenheit scherrt und im Jetzt lebt und handelt. Wie ein Kind das lebt auch nur in der Gegenwart und macht sich keine Gedanken um Vergangenheit und Zukunft und ist deswegen immer glücklich.

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Das ist ne ziemlich tiefgründige Frage,die du da hast.Deine Persönlichkeit ist diese Tiefgründigkeit.
Das besondere ist,dass du dir überhaupt Gedanken darüber gemacht hast.Also such nicht danach,denn deine Persönlichkeit passt sich immer an,aber du wirst,egal wie du dich veränderst,immer darüber tiefgründig nachdenken...

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Kommentar von Tabachichi
18.06.2017, 13:25

Nett von dir das zu sagen, nur bin ich mir da gar nicht mal so sicher...

Früher war ich auch mal immer sarkastisch, nur jetzt eben nicht.

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Ich glaube,dass eines deiner Probleme es ist,dass du deine Persönlichkeit nicht nachvollziehen kannst.Ein Mensch strebt immer nach Perfektion und dazu gehört auch das befreien von Problemen.
Ein Problem ist nur eine Frage der definition und deshalb kann man sowas auch sehr schlecht nachvollziehen.Dein Problem ist,dass du deine Probleme als Sinn deines Lebens ansiehst.Wenn du jetzt aber mal nachdenkst,dann merkst du bestimmt,dass das beschäftigen mit deinen Problemen dein streben nach Perfektion ist.
Wenn du das dann weißt,dann wird dir sicher klar,dass du dir immer deine Art ,,Probleme“ suchen wirst um glücklich zu sein.Also mach dir lieber Gedanken um das,was jetzt geschieht und nicht um das,was passiert,wenn du keine Probleme mehr hast,denn es wird was passieren.Kann vielleicht sein,dass dir das als Antwort nicht reicht,aber viel mehr wissen wir nicht über uns Menschen.
Nicht alles ist rational,was geschieht.

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Die Antwort hierfür würde den Rahmen ziemlich  sprengen.

Möglicherweise bekommst Du Antworten auf Deine Frage,wenn Du Dir nachstehend folgendes Video anschaust, von einem Hypno-Therapeuten,dessen Denkansätze ich zum Teil sehr einleuchtend finde:

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Kommentar von Torksbit
18.06.2017, 14:20

Ein schöner Satz:

Ein kleines Wesen leidet ohne Ende, weil es Bedürfnisse hat die nicht erfüllt werden.

Für mich ist es nicht Altersabhängig. Mache daher kein Unterschied. So gilt es für mich auch die Tier und Pflanzenwelt  mit einzubeziehen die als Wesen zählen und leiden (können) und mit zum wohlergehen des Menschen zählen. Das muss der Mensch wahrnehmen fühlen. Das hat nichts damit zu tun dem anderen was auf die Nase zu binden.

Der Satz mit den Bedürfnissen die nicht erfüllt werden, hier (muss) im normal fall der Mensch die Liebe einsetzen um den Schmerz zu nehmen. Egal in welchem Alter, ob Mensch oder Tier oder Pflanze.

Schmerz ist ein Signal, Immer!

Die meisten tragen in sich jedoch so einen "grossen" Schmerz das sie keine Liebe geben können.

Wenn der Mensch es nicht hinbekommt diesen Schmerz zu sehen, verstehen, zu hören und zu fühlen (wahrzunehmen), um ihn mit der Liebe ab zulöschen, damit er heilen kann, dann verhindert sich eines Tages der Mensch selbst.

Ein Tier jedenfalls trägt so ein Verhalten nicht in sich. Es geht den natürlichen Gesetzen nach, die wir Menschen NICHT MEHR RICHTIG WAHRNEHMEN. Was stört somit unsere Wahrnehmung, das wir selbst das Leid anderer so schwer fühlen können?

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Hallo.

Du bist der, der du bist. Eben so, wie du geboren wurdest.

Jeder Mensch hat einen eigenen Charakter, ob der nun gut ist oder schlecht, sei dahingestellt. Und Probleme hat jeder, mehr oder weniger. Probleme aber kann man lösen, seinen Charakter abschalten aber nicht.

LG

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Kommentar von Tabachichi
18.06.2017, 13:22

Die Probleme, die einen wirklich antreiben, sind doch meistens solche, die man nicht so einfach lösen kann. Deshalb bin ich ja gerade so beunruhigt. Es gibt Dinge, die einen prägen und wenn zu diesen Dingen Probleme gehören, sind die dann wirklich jemals weg? Sind wir konstant, oder haben wir einfach nur konstant Probleme? Ich meine, kann man ohne jeglichen Antrieb überhaupt von etwas innerlich lebendigem reden? Und wenn man davon ausgeht, dass jeder von Geburt an eine feste Persönlichkeit hat, kann man dann überhaupt etwas für sein Verhalten? Dürfen wir dann überhaupt über irgendwen urteilen, also in gut und schlecht aufteilen?

Tut mir leid, falls ich darauf unnötig herumreite, nur macht mich das gerade echt fertig. 

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