Wer bezahlt mein Krankengeld, in Frankreich bei unter einem Jahr Betriebszugehörigkeit?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn du in Frankreich lebst und in Frankreich angestellt bist, zahlt das deine französiche Sécu (Sécurité Sociale, Krankenversicherung).
Dazu musst du jedoch bei denen angemeldet sein. Normalerweise hast du eine französische Solialversicherungsnummer, also die grüne Karte in Größe einer Kreditkarte und eine weiss-blaue Papierbescheinigung. Die Sozialabgabe sollte auf deinem französischen Zahlschein stehen.

Im Krankheitsfall bekommst du vom Arzt eine Krankenbescheinigung auf Durchschreibepapier, wo du deine französische Sozialversicherungsnummer, Wohnort, Geburtdatum usw eintragen draufschreiben musst und unterschreiben musst.
Eins der Exemplare an den Arbeitgeber geben, ein Anderes an die Sozialversicherung schicken (Per Post, Brief) und der letzte Durchschlag ist für dich. Den aufheben.

Vorsichtsmaßnahmen :
- Fotokopie der ersten Seite machen und aufheben. Der letzte Durchschlag, deiner, ist im Allgemeinen nicht lesbar :-(
- Schnell machen. Schnell geben und schicken, innerhalb zwei, drei Tagen. Da ist harte Ablauffrist. Wenn diese ausgelaufen ist, guckste in die Röhre, wird abgelehnt.
- Aufpassen, dass der Arzt oben "Certificat initial" anhakt und datiert. "Ausgangszertifikat". Sonst ist's nichts wert, auch keine Verlängerung nicht, w¨rdest keinnen Pfennig kriegen.
- Beim ersten Mal sollte man Begleitschriebs mitschicken, und ausgedrucken RIB (IBAN und Bankcode) beilegen. Damit sie wissen, wohin das Geld schicken. Und Fotokopie des Personalausweises.
Auf'm Umschlag "à l'intention du Médecin Conseil" und "Secret de Santé" (Streng vertraulich, Gesundheitsgeheimnis) draufschreiben. Früher gab's dafür spezielle Umschläge. Hab' noch welche davon. Heut ist das etwas leichter gehalten, etwas weniger Paragraphenreiterei. In zweiten Umschlag stecken wo man dann die Briefmarke draufbapscht.

Je nach Convention Professionnelle und Arbeitsvertrag kann es die Möglichkeit geben, dass du "Subrogation" machst. Das ist ein Kästle auf dem Krankenschein. Vorher mit dem Arbeitgeber abreden !!!
Dieses Kästle bedeutet, dass die Sozialversicherung dir keinen Pfennig bezahlt, sondern direkt an deinen Arbeitgeber schickt. Welcher dir ohne Unterbrechung dein volles Gehalt weiterbezahlt. Da musste aber aufpassen.
Wenn dein Arbeitgeber dazu bereit ist, kann das Lücken in deiner Bezahlung vermeiden.

Jedoch, wennste mit deutschem Arbeitsvertrag von Firma mit Sitz in Deutschland und du mit Wohnsitz in Deuschland angestellt bist (Arbeitsvertrag lesen), läuft das unter normalem deutschen Recht. Kann fürchterlich sein.

Ich lebe seit etwa fünfunddreißig Jahren in Frankreich.
Mach's gut ! :-)

Wennste bei der französichen sozialen KV versichert bist (Die grüne Karte, neuerzeits mit Foto) und die papierene Bescheinigung hast, spielt die Angehörigkeitsdauer überhaupt kein Klafier. Dann hast du sofort volle Rechte hier. Alle.

Jedoch blechen sie Arzt und Medikamente nicht voll. Dafür braucht man hier Zusatzversicherung

0
@Gege3210

Die "normale" KV hier in Frankreich zahlt etwa 60%, im Mittel. Für normale Sachen.
Deshalb gibt es hier Extra-Versicherungen.
Ich habe sowas. Ich bleche etwa 1800 € pro Jahr dafür. Mehr als zwei Monate meiner Rente :-
Für'n Notfall. Die zahlen auch Einzelzimmer und Fernsehen. Und Hubschrauber, falls nötig. Bin schwerbehindert.
Bis jetzt habe ich nur sehr selten gebraucht. Schlag' mich selber durch :-)

0
@Gege3210

Im Falle eines Unfalls, Notfalles, Notoperation, schreiben sie "K ≥ 80" drauf.
Dadurch wird alles direkt von der französischen Krankenkasse bezahlt.
Ausser Einzelzimmer, Fernsehen und Telefon.
Essen ist inbegriffen (manchmal scheuß‹‹‹lich, aber man überlebt so etwa).

Leider kenn' ich das ;-(

0

Frankreich kann speziell sein, frage die KV - ob jemand die dortigen Gesetze kennt?

Berufsunfähigkeitsversicherung - wie sinnvoll?

Hey Leute,

ich studiere Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt und letztens kam durch einen Workshop das Thema "Versicherungen" auf. Dabei wurde erläutert, dass es vier Versicherungen gibt, die man haben sollte, da sie "existenzbedrohende" Fälle absichern. Bei den notwendigen Versicherungen handelte es sich um die Haftpflicht-, Unfall-, Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Über letztere habe ich mir zugegebenermaßen nie Gedanken gemacht, diese abzuschließen. Nun mache ich mir natürlich diese Gedanken, insbesondere weil ich feststellen musste, dass viele eine solche Versicherung tatsächlich besitzen. Es wurden Statistiken gezeigt, dass (angeblich) jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland im Laufe seines Lebens berufsunfähig wird und es aktuell auf jeden Zweiten hinaus läuft. Solche Statistiken geben einem natürlich zu denken, wobei ich ihr ein wenig skeptisch gegenüberstehe. Jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland naja, ist ja relativ viel und habe nicht so das Gefühl, dass das tatsächlich der Fall ist. Ich kann mich natürlich täuschen, aber es heißt ja bekanntlich "Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast!". Naja auf jeden Fall stelle ich mir die Frage, ob ich eine solche Versicherung brauche ! Für Studenten gibt es ja anscheinend sehr günstige Einstiegsangebote, weshalb viele dazu raten. Auch wird immer wieder gesagt, dass man nicht "gesünder" wird, als man zur Zeit ist und aus diesem Grund seinen Gesundheitszustand "einfrieren" lassen sollte, sodass sich die Beiträge anhand dem bemessen, was man bisher an Krankheiten, etc., hatte, und die Liste nicht länger wird, bevor man eine solche Versicherung abschließt. Trotzdem frage ich mich, ob es sich lohnt, jeden Monat Beiträge für eine Versicherung zu zahlen, bei der ich eigentlich das Gefühl habe, sie NIE zu benötigen. Meine Berufsgruppe erachte ich zudem als eher weniger gefährdet.

Angeblich sei es jedoch so, dass man nach sechs Monaten Krankheit ohne eine solche Versicherung keinen einzigen Euro mehr bekommt. Ist man zudem laut Gesetzgeber in der Lage, irgendeine Tätigkeit 3 Stunden pro Tag / 5 Tage die Woche auszuführen (egal ob es eine solche gibt oder nicht), so gilt man als "erwerbsfähig" man müsste in einem solchen Fall ohne Arbeit Arbeitslosengeld bzw. Hartz IV beantragen, oder aber sich eben einen neuen Job suchen, den man ausführen kann. So die Schilderung der Workshop-Leiter. Inwiefern entspricht das der Wahrheit ?

Naja, also mich würden Meinungen und Erfahrungsberichte dazu sehr interessieren und ich danke jedem, der mir evtl. ein wenig dazu erzählt, sodass ich zu einer Entscheidung kommen kann.

Danke für eure Hilfe !

Liebe Grüße

Giovinco

...zur Frage

Wie verhält es sich mit Krankengeld/Arbeitslosengeld nach bzw. vor der Kündigung?

Hallo, folgende Situation: Ausbildung bei einer Firma abgeschlossen (31.01.15), danach übernommen worden und heute die Kündigung zum 30.09.15 erhalten. Ich hatte Anfang Juli einen Unfall wodurch ich jetzt schon 7 Wochen arbeitsunfähig bin und ich beziehe seit einer Woche Krankengeld.

  1. Angenommen ich reiche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen bis einschließlich 30.09.15 ein. Muss dann mein Resturlaub ausbezahlt werden?

  2. Kündigungsgrund ist "...hiermit künrigen wir das Arbeitsverhältnis betriebsbedigt und fristgemäß zum 30.09.2015..." darf die Firma das so einfach?

  3. Falls ich über den 30.09.15 hinaus arbeitsunfähig sein werde, wird dann mein Krankengeld weiter gezahlt oder bekomme ich ab dann Arbeitslosengeld?

  4. In dem Schreiben steht folgender Satz: "Des Weiteren stellen wir Sie mit sofortiger Wirkung unter Fortzahlung der Bezüge sowie unter Anrechnung ausstehender und noch entstehender Urlaubsansprüche und etwaigen Arbeitszeitguthaben bis auf Widerruf von der Arbeit frei." Kann eventuell jemand den Satz in verstädlichere Worte packen denn ich weiß nicht was er heißt... Anmerkung: "bis auf Widerruf" ist fett gedruckt und aufm ersten Zettel steht "Rückfragen jederzeit gerne" verstehe ich das richtig, dass die zur Einschüchterung eine Kündigung benutzen und damit erreichen wollen dass ich mich melde vermutlich um meine Arbeitsunfähigkeit zu verkürzen? (Ich melde mich alle 2 Wochen auf der Arbeit und gebe den aktuellen Stand durch, habe sogar Röntgenbilder gezeigt)

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen bei meinen Punkten. Danke schonmal

...zur Frage

krankengeldbezug urlaub schon gebucht

hallo mein mann bekommt seid 16.05 krankengeld er wurde zum 15.05 gekündigt tickets wurden schon im märz gekauft wie sieht es mit krankengeld aus wird es weiter bezahlt ?weil die tickets ja gekauft worden ist bevor er krankengeld bezogen hat

...zur Frage

Afa wertet Operation als neue Krankheit, KK als die selbe?

Bei mir ist die Sache etwas kompliziert. Ich war schon oft krank und bin operiert, da meine Gelenke immer auskugeln und ich oft Bänderriss usw hat. Bei der letzten Operation gab es einen Keim und ich war bis zur Aussteuerung krank. Dann war ich Arbeitsfähig, aber nur 6 Monate später, jetzt gerade, folgte die nächste Operation. Selbe Grundkrankheit, aber anderes Gelenk. Jetzt sind 42 Tage um. Die AfA schreibt, sie ist raus, da jetzt die Krankenkasse in der Pflicht ist. Die Krankenkasse schreibt, sie ist raus, und die AfA ist im Sinne der Nathlosigkeitsregelung in der Pflicht. Aber dann hätte es gleich.  -also ab Tag 1/ umgewandelt werden müssen und nicht erst am 42 Tag. Nun stehe ich, als unschuldige zwischen den Kostenträgern. Und bekomme gar kein Geld. Alg2 bin ich nicht berechtigt wegen zu hoher Vermögenswerte. Aber muss ich mir das Gefallen lassen? Gibt es einer  Paragraphen der verhindert das ein Streit der Kostenträger zu Lasten des Patienten geht? Antrag auf Erwerbsminderungsrente läuft aber das dauert ja bekanntlich Monate. Muss ich so lange wirklich vom Ersparten leben?

...zur Frage

Wie lange darf es dauern bis die Krankenkasse einen Krankengeld bezahlt?

ich hab vor 20 tagen meinen antrag per email abgegeben.

grund war ich war im ersten monat der beschäftigung krank und da bezahlt die firma nicht und man bekommt krankengeld von der krankenkasse.

...zur Frage

Darf das jobcenter krankengeld einbehalten?

Da mein arbeitgeber wärend mein krankschreibung kein lohn bezahlt hat, habe ich vom jobcenter ersatzleistung bewilligt bekommen. Dieses wurde aber wieder eingestelt da ich jetzt ins krankengeld gerutscht bin. Nun hat das jobcenter aber das krankengeld einbehalten jetzt stehe ich den nächsten monat ohne etwas da. Dürfen die das und auf welcher gesetzlichen grundlage? Und was kann man dagegen machen.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?