Wer bezahlt ein Altenheim, wenn die zu betreuende Person selbst nicht mehr in der Lage ist?

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11 Antworten

ach, diese "verwandte-müssen-zahlen-geschichte...=blödsinn: nach verwandten fragt frühestens das sozialamt, also erst wenn alle anderen mittel ausgeschöpft sind. der übliche weg: miete muss jeder aus eigener kasse zahlen, ebenso wie den lebensunterhalt. für erforderliche pflege zahlt die pflegeversicherung, wenn pflegebedürftigkeit durch den medizinischen dienst der krankenkasse festgestellt worden ist.

Das reicht aber oft nicht aus,weil der tatsächliche Bedarf oft wesentlich höher ist.Denk nur mal an Pflegestufe 3,selbst wenn man als Härtefall das 3+ hat wie z.B Wachkomapatienten o.ä.Da sind einige tausend Euro fällig jeden Monat und da kommt man mit der Pflegeversicherung nicht weit-egal ob häusliche Pflege,oder professionelle im Pflegeheim/Altersheim.

Dann sind die Kinder-sofern sie gut verdienen-dran mit Unterhalt. BITTE NICHT IMMER DIE SUMMEN DER HEIME AUS DEN HOMEPAGES NEHMEN.DIE TATSÄCHLICHEN ENDKOSTEN LIEGEN MEIST WESENTLICH HÖHER.Es sind ja nicht alle pflegebedüftgen trotz allem noch -wenn auch eingeschränkt mobil-und jeder Handschlag mehr kostet Geld.

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Hallo zusammen, ich bin eben durch ein persönliches Schicksal auf diese Frage aufmerksam geworden und möchte den Leuten hier danken, denn viele Informationen sind wirklich sehr hilfreich. Unsere Familie stand selber vor dem Problem, dass unsere geliebte Oma in ein Altenheim musste. Da wir selber alle berufstätig sind und ganz woanders wohnen, kam für uns nur dieser Schritt in Betracht. Im Internet konnten wir uns ausreichend zu diesem Thema Informieren und haben uns dann dank http://www.seniorplace.de/ dann für eine passende Einrichtung entschieden. Mittlerweile ist es so, dass wir einen kleinen Betrag zu der Pflege dazu bezahlen, was aber natürlich völlig in Ordnung ist.

Danke nochmal den Leuten hier.

Die meisten zu Pflegenden im Altenheim haben eine Pflegestufe, dessen Pflegegeld wird bei den Kosten im Heim angerechnet. Je höher die Pflegestufe. je höher das Pflegegeld. Einkommen/Rente und Vermögen des Heimbewohners wird bei der Finanzierung mit herangezogen! Es kann das Sozialamt helfen, wenn die finanzielle Situation schlecht ist. Die Kinder werden aber vorher überprüft, wie die Finanzielle Situation ist. Ist sie gut müssen sie bei den Kosten fürs Heim zuzahlen.

1.) Pflegeversicherung in Abhängigkeit von der Höhe der Pflegestufe 2.) eigenes Einkommen des Bewohners bzw. Rente des Bewohners 3.) Ersparnisse des Bewohners werden zur Finanzierung herangezogen 4.) Kinder, in Abhängigkeit von der eigenen sozialen und familiären Situation 5.) Sozialhilfe

Um diese Dinge zu klären gibt es in jedem Pflegeheim Fachleute, welche sich nur mit solchen Finanzierungsfragen auseinandersetzen. Die würde ich auf jeden Fall ansprechen, bevor das Kind in den Brunnen fällt. Die Heimentgelte differieren stark. Aus diesem Grunde auf jeden Fall Angebote von mehreren Trägern einholen. Das teuerste Pflegeheim muß nicht zwangsläufig das beste sein. Das Preiswerteste muß auch nicht das schlechteste sein. Auf jeden Fall sollten Sie aufpassen, welche Einrichtung die für Sie passende ist. Viel Glück und starke Nerven.

Verwandte ersten Grades sind gegeneinander Unterhaltspflichtig. Es gibt viele Punkte die dabei eine Rolle spielen.

Mit Verwandtschaft bezeichnet man eine Beziehung zwischen zwei Personen die auf Abstammung oder Adoption beruht. Verwandtschaft im gesetzlichen Sinn ist relevant für Erb- und Unterhaltsfragen, spielt aber auch im Sozialrecht eine Rolle. Zwischen welchen Personen Verwandtschaftsverhältnisse bestehen, regelt das BGB in den §§ 1589 - 1600e geregelt. Bei direkter Abstammung (Großmutter -> Tochter -> Sohn) spricht man Verwandtschaft gerade Linie.

Der entscheidende Punkt (meiner Meinung nach) ist aber:

Es ist gesetzlich festgeschrieben das diese Unterhaltspflicht erst eintritt, wenn das Jahres-Einkommen über 100.000,- € (Einhundertundtausend) Euro liegt.

Das entspricht ganz grob gerechnet weit über 8000,- € im Monat.

Ein weiterer wichtiger Aspekt dabei:

Eine Überprüfung bei Unterhaltspflichtigen ist nur rechtmäßig wenn BEGRÜNDETE Zweifel daran bestehen das sie mehr als 100.000 € im Jahr haben.

Der Sozialleistungsträger darf also nicht pauschal einen Einkommensnachweis verlangen. Sondern er muß Gründe geltend machen können, die ihn veranlassen davon aus zu gehen, das der ggf Unterhaltspflichtige mehr als 100.000,-- € pro Jahr hat.

Von daher können betroffene Unterhaltspflichtige z. B. lapidar antworten:

"Auf Grund meiner beruflichen Tätigkeit, als ....., sollte ihnen bekannt sein, das in meiner Branche das Einkommen unter der gesetzlich festgelegten Grenze von 100.000,- € pro Jahr liegt".

Und dann muss der Sozialleistungsträger nachweisen / begründen woran er seine Zweifel fest macht. Erst dann hat er Anspruch auf entsprechende Nachweise des ggf Unterhaltspflichtigen.

wenn eine person kein ausreichendes einkommen oder vermögen hat und auch die einnahmen aus der pflegeversicherung für den pflegeheimplatz nicht ausreichend sind, werden die kinder herangezogen.

haben die kinder auch kein ausreichendes einkommen, übernimmt der sozialhilfeträger die fehlenden kosten.

es sind nur die kinder, weil verwandte erster linie, zum unterhalt heranzuziehen.

enkel werden nicht zu ersatzleistungen heran gezogen. unterhaltsvorschriften gelten für eltern gegenüber den kindern und kinder gegenüber den eltern.

enkel haben keine unterhaltsansprüche an die großeltern und umgekehrt auch nicht.

ausnahme besteht nur, wenn die enkelkinder unmittelbare erben sind, also wenn die eltern ( kinder der großeltern ) nicht mehr leben.

Da stimmt aber etwas nicht so ganz ! Wenn auch bei einem Altenheim bedingt durch das anzunehmende Alter nicht gerade zutreffend,haben Enkel schon Unterhaltsanspruch gegenüber den Großeltern ! Zahlt der Vater nicht, zahlt der Großvater !

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Generell zahlt erst mal das Sozialamt - das muss aber beantragt werden. Die prüfen dann, ob die Unterhaltsverpflichteten (in der Regel die Kinder) leistungsfähig sind, um die Kosten (meist nur anteilig) zu tragen. Da gibt es aber schon sehr hohe Freibeträge beim Elternunterhalt. Das ist auch unterschiedlich in den einzelnen Bundesländern geregelt.

Das ist sehr umfangreich - mal googeln unter "Elternunterhalt".

hallo ich als Schwiegersohn mit ca.2000€onatslohn,und Besitzer ein Eigentumswohnungund eine MB slk,wert ca.20000€kann das Sozialamt vom mir für meine Schwiegermütter Geld verlangen? ich wohne in Lörrach B. Wüttenberg mfg.

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@michelefumo

Die Frage hättest Du besser so als eigene Frage reingestellt bei GF und nicht hier irgendwo drunter.Schwiegerkinder müssen nicht zahlen,aber Tochter bzw.Sohn.Verwandte gerader Linien-ersten Grades und das sind die eigenen leiblichen Kinder.

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ich habe das alles hinter mir weil ich für meine mutter nicht zahlen konnte,mein mann nur rente bekommt, brauchten wir nichts zuzahlen.Aber nun ist meine mutter vorige woche gestorben und die kosten sollen wir nun übernehmen obwohl die weniger sind als noch einen monat pflegeheim.Ich rate dir dringend dich um eine sterbeversicherrung zu kümmern!

Du kannst auch für die Beerdigungskosten Beihilfe beim Sozi beantragen, kommt auf euer Einkommen an, ggf. übernehmen sie die Kosten auch voll.

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@schurke

haben eir gemacht nach abzug aller fixkosten bleiben uns 550euro zum leben das wäre genug für zwei wir sollen zahlen obwohl wir nicht wissen woher wir das geld nehmen sollen

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Erst einmal sind dann die Kinder dran und wenn da nix zu holen ist, dann suchtr die Sozialbehörde weiter, weil sie die Kosten sonst übernehmen müsste.

wo sucht die sozialbehörde? meinst du nach irgendwelchen kindern auf der wildbahn? :o))

nur verwandte erster linie sind sich gegenseitig zu unterhalt verpflichtet. und diese linie endet bei den kindern, enkel sind schon nicht mehr dabei, sowie auch keine geschwister, neffen oder dgl.

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Wenn die eigene Rente + Pflegeversicherung nicht reicht, müssen zuerst die Kinder ran. Allerdings gibt es da relativ hohe Freigrenzen und es kommt auch auf die Größe der eigenen Familie an (zu versorgende Personen).

Dafür gibt es die Pflegeversicherung.

@Elster79:

Irrtum, Euer Ehren!

Für die "normalen" Kosten einer Unterbringung im Altenheim zahlt die Pflegeversicherung keinen Cent.

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