Wer bezahlt eigentlich KfZ-Schäden, die beim G20 Gipfel entstanden sind?

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13 Antworten

Hallo HerbertWie,

Vandalismus ist eigentlich ein Fall für die Vollkasko-Versicherung.

Allerdings gibt es in den Versicherungsbedingungen den Ausschluss "Innere Unruhen". Die Versicherer könnten sich darauf berufen und die Übernahme der Reparaturkosten ablehnen.

Die DEVK beispielsweise wendet den Ausschluss allerdings im aktuellen Fall nicht an. Ich hoffe, dass die Mitbewerber den Betroffenen genauso kulant helfen. Auf jeden Fall nachfragen!!

Unabhängig davon müsstest du für dich abwägen, ob es sich in Anbetracht der Selbstbeteiligung und der SF-Rückstufung überhaupt lohnt, deine Vollkasko einzuschalten.

Vielleicht ist in deinem Vertrag auch der Service inbegriffen, kleinere Kratzer und Dellen gegen eine Pauschale reparieren zu lassen, ohne dass deine SF-Klasse zurückgestuft wird. Auch das würde ich mal bei deiner Versicherung nachfragen.

Viele Grüße

Lydia vom DEVK Social Media-Team

Ich weiß nicht was im Vertrag steht, es geht um einen Freund von mir. Ich werde ihm mal ausrichten, dass er seinen Vertrag genauerstens studieren soll. Danke für die kompetente Antwort.

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Es gibt zwar einen Härtefallfonds von der Stadt Hamburg, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser bei so kleinen Schäden greift.

http://www.mopo.de/hamburg/versicherungsverband--g20-verursachte-schaeden-in-hoehe-von-12-millionen-euro-27989104

Ein Kratzer wäre sonst nur über eine bestehende Vollkasko-Versicherung abgedeckt.

Nur ob sich dies lohnt, wegen einem kleinen Kratzer dies seiner Vollkasko-Versicherung zu melden muss dein Bekannter für sich selbst entscheiden.

Danke, das habe ich auch gerade gelesen. Teilkasko (wenn abgeschlossen) greift bei Brandschäden oder z.B. eingeworfenen Scheiben, bei Vandalismus, wozu auch Kratzer und ähnliche Schäden zählen, greift die Vollkasko (siehe http://www.manager-magazin.de/finanzen/versicherungen/g20-welchen-schaden-zahlt-die-versicherung-a-1156472.html). In diesem speziellen Fall könnte es aber trotzdem Schwierigkeiten geben, da er sein Auto in der Nähe der Demo abgestellt hat.

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@HerbertWie

In diesem speziellen Fall könnte es aber trotzdem Schwierigkeiten geben, da er sein Auto in der Nähe der Demo abgestellt hat.

Aber nur dann, wenn er sein Auto dort abgestellt hat, als die Demo schon in Gange war.

Ergänzend sind in vielen Kfz-Tarifen auch die grobe Fahrlässigkeit abgesichert und somit müsste dann gezahlt werden.

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Das ist das allgemeine Risiko, wenn man ein Auto auf der Straße parkt.

Das ist nur über eine Vollkasko mit entsprechender SB versicherbar.

Es wäre ja jetzt einfach irgendwelche Schäden diesem Ereignis zuzuschreiben. Er wird ja wohl kaum den Täter benennen können, der sein Auto verkratzt hat.

Das stimmt wohl.

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Seine Vollkaskoversicherung (dort ist Vandalismus versichert) unter Abzug der Selbstbeteiligung und mit Rückstufung des SFR im nächsten Jahr. 

Ob sich das überhaupt lohnt kann ihm sein Versicherungsvertreter ausrechnen. 

Danke für die zügige Antwort. Ja, das klingt vernünftig. Nur kann es wohl sein, dass das hier nicht greift :-( Der G20 Gipfel muss wohl ein spezieller Fall sein, laut mancher Artikel hätte er wissen müssen, dass da was passieren kann. Er hätte also sein Auto "verstecken" sollen..

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@HerbertWie

Der G20 Gipfel war keine "innere Unruhe" wie in den Musterbedingungen aufgeführt. Die VK ist leistungspflichtig.

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@HerbertWie

Das kann höchstens dann Ärger geben, wenn er eine Versicherung hat in der auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit nicht verzichtet wird, was nur bei den billigsten der Billig-Tarife der Fall ist. In dem Fall wäre halt am falschen Ende gespart worden. 

Aber selbst in dem Fall kann die Versicherung die Zahlung nicht ohne weiteres vollständig ablehnen. Hier müsste geprüft werden (vor Gericht) inwiefern das Abstellen wirklich fahrlässig war und zu welchem Grad dadurch der Schaden mitverschuldet wurde. 

"Du hättest das Auto da nicht abstellen dürfen und bekommst daher gar nichts" ist so ohne weiteres nicht möglich. Wenn grobe Fahrlässigkeit mitversichert ist (in jedem halbwegs gescheiten Tarif der Fall) schon gar nicht. Dann wird ohne wenn und aber reguliert. 

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.... verstehe. Er hat also eine Versicherung und weiß nicht mehr, wer sein "Berater" ist.

Dann möge er in die Rechnung schauen, son Zeugs steht meist auf der ersten Seite oben rechts.

Zudem hat die so hochgejubelte aus Berlin eine Kostenübernahme zugesichert. Binde also einfach ein das Bundestagsmitglied von dieser Partei. Es wird schon wissen, wo das Geld dafür liegt.

:-)

na dann werd ich ihm das mit der Rechnung doch mal ausrichten.. :-)

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Ich rate ihm Kontakt mit seiner eigenen Kfz-Versicherung aufzunehmen! Die Versicherungen müssen ja öffentlich informiert worden sein, was vom Bund bzw. der Stadt Hamburg an Schäden übernommen wird und wie hier vorzugehen ist!

Ich befürchte niemand. Die Versicherung wird sich hinter Begriffen wie "Vandalismus", "höhere Gewalt" oder "innere Unruhen" verstecken.

Wer auf einen Zuschuss vom Staat hofft, ja vielleicht, sagen wir sagenhafte 12,50 Eur pro Schaden ? Aber natürlich nur dann, wenn man Hartz-4 Empfänger ist und nicht bereits durch das Sammeln von Flaschen zusätzliche Einnahmen verbuchen kann.

Vandalismus ist ausdrücklich in jeder Vollkasko versichert. Höhere Gewalt und innere Unruhen lag beides nicht vor. 

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@NamenSindSchwer

Ja, wie ich soeben gelesen habe, kann es nur leider sein, dass die Versicherung sich rauszieht mit der Begründung, dass er hätte wissen müssen, dass das bei der Demo passieren kann (sein Auto stand in der Nähe der Demo, Versicherung kann sich wohl deswegen evtl. weigern zu zahlen) ...

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@HerbertWie

Das wäre der Fall, wenn der "Ausnahmezustand" ausgerufen worden wäre. In der Vollkasko ist man versichert. Teilkasko nur Glasbruch und Feuer.

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Vollkasko, es sei denn der Honk der es verursacht hat lässt sich ermitteln dann kann man den in die Haftung nehmen.

Danke. Der ist leider über alle Berge :-(

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Wenn er solche Schäden versichert hat (Kasko), dann die Versicherung. Sonst niemand, da wird wohl kein Verursacher zu ermitteln sein.

Danke für die schnelle Antwort, ich habe auch parallel nochmal recherchiert. Du hast völlig recht, seine Kfz-Versicherung zahlt wenn er Glück hat, allerdings in diesem Spezialfall scheinbar nur dann, wenn das Auto nicht in der Nähe der Demo stand, weil er hätte damit rechnen müssen, dass was passieren kann. Hier kann sich die Versicherung also querstellen (das Auto stand in der Nähe der Demo).

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Die Versicherung, er sollte zur Polizei gehen und eine Anzeige machen.

Je nach Versicherungspolice, Deine..auch die Stadt Hasmburg gibt einen Zuschuss

Seine versicherung

Versicherung.

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