Wer bezahlt den Subunternehmer wenn der Auftragnehmer nicht mehr zahlen kann?

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5 Antworten

Wenn der von dir beauftragte Unternehmer die Leistung an einen anderen Betrieb weitervergibt, hast du damit nichts zu tun.

Der Vertrag über die Weitervergabe der Leistung wird ausschliesslich zwischen dem von dir beauftragten Unternehmer und seinem Nachunternehmer geschlossen. Daher muss sich der Nachunternehmer mit seinen Forderungen auch direkt an seinen Auftraggeber wenden.

Falls dieser zahlungsunfähig sein sollte, ist das das Problem des Nachunternehmers. Eine Durchgriffshaftung zu dir gibt es nicht.

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Dafür verlangte er eine Vorab-Bezahlung die von mir in Bar und gegen Quittung erbracht wurde

also nur eine Vorauszahlung die nicht die Gesamtkosten beinhaltet. Du hast eine Rechnung von dem Auftragnehmer bekommen? Das wurde bezahlt! 

Dein Auftragnehmer hat den Auftrag an eine andere Firma vermittelt. Diese Fa kann nur die Rechnung an diesen AG verschicken. 

Du hast von DEINEM Auftragnehmer eine quittierte Gesamtrechnung? 

Der Sub hat sich an den Auftraggeber zu wenden aber das bist nicht du.

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Kommentar von thokayanz
06.03.2016, 14:24

Nein, ich habe den KOMPLETTEN Auftrag im Voraus bezahlt. Offensichtlich befand sich der Auftragnehmer zu diesem Zeitpunkt schon in einer finanziellen Schieflage und hat mit meinem Geld andere Löcher gestopft. Daummerweise habe ich ihm damals vertraut.

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Die Werkstatt darf den Auftrag weitergeben, da du Aber keinen Vertrag mit dem Subunternehmer hast, sondern die Werkstatt, musst da gar nichts an den Subunternehmer zahlen. Das ist eine Sache zwischen der Werkstatt und dem Subunternehmer

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Kommentar von thokayanz
06.03.2016, 14:14

Danke für die schnelle und gute Antwort. Leider sieht das der RA des Subunternehmers anders. Er behauptet das jede Werkstatt im Namen des Kunden Aufträge an Dritte vergeben kann und darf.

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Kommentar von Schaco
06.03.2016, 14:18

Klar behauptet das der RA des Subunternehmers. Die wollen an ihr Geld kommen und hoffen drauf, dass ein dummer aufsteht. Am besten SCHRIFTLICH! Widerspruch einlegen, damit du was in der Hand hast (am besten per Einschreiben, um zu beweisen, dass der Brief auch angekommen ist)

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Wichtige Frage wäre da eher welche Art von Auftrag du unterschrieben hast. Normale Werkstätten arbeiten mit den allgemeinen Geschäftsbedingungen des ZDK's bzw der KFZ Innung. Diese müssen in der Regel ausgehängt sein bzw. auf deinem Auftrag müsste darauf hingewiesen werden. In dieser Bedingung steht unter anderem auch drinnen dass die Werkstatt das Auto für z.b. Lackierarbeiten andere Firmen beauftragen kann. Letztendlich muss allerdings der Auftraggeber also die Werkstatt ihre Rechnung beim Lackierer bezahlen. Wie die Werkstatt dir letzendlich das Geld weiterverechnet bleibt ihm überlassen. Es gilt immer der Auftraggeber muss zahlen. In diesem Fall kann die Autowerkstatt nicht ihre Verbindlichkeit auf dich übertragen

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Kommentar von thokayanz
06.03.2016, 14:19

Vielen Dank für deine Antwort!! Ich habe den Auftrag überhaupt nicht schriftlich erteilt. Ich war dort schon jahrelang Kunde und habe das Auto immer einfach abgegeben und den Auftrag mündlich erteilt. Irgendwelche Vertragsbedingungen wurden mir nie vorgelegt.

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Kommentar von Tenshinhan88
06.03.2016, 14:26

Das ist für die Werkstatt natürlich sehr gefährlich wenn sie das so handhaben. Es muss leider auch bei einem mündlichen Auftrag bezahlt werden. Es gilt nach § 818 Abs. 2 BGB das Gesetz dass mündlich vereinbarte Dienst oder Werkverträge zumindest üblich oder angemessen bezahlt werden müssen. Was aber wie gesagt absolut nicht berechtig, dass du die Rechnung vom Lackierer zahlen musst.

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Du hast kein Rechtsverhältnis mit dem Subunternehmer und mußt ihn deshalb auch nicht bezahlen. DEIN Vertragspartner ist ausschließlich deine Werkstatt. Deren Rechnung mußt du natürlich bezahlen. Den Subunternehmer muß deine Werkstatt als Auftraggeber bezahlen, aber nicht du.

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