Wer bezahlt Bestatungskosten?

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2 Antworten

Zunächst fallen die angemessenen Bestattungskosten dem Nachlass zu. Mient, die Erben erben eben nur von dem, was dann übrig wäre.

Gäbe der Nachlass die nicht her, wären die Erben auch aus eigenem Vermögen zur anteiligen Tragung dieser Erbfallverbinbdlichkeit heranzuziehen, wie es ihre eigenen Einkünfte erlauben. Bedeutet: Der Auftraggeber kann "mit dem Hut rumgehen" und reihum seine Auslagen erstattet verlangen. gegenüber Verweigerern auch klageweise.

Und da kann man sich eben nicht darauf berufen, dass das billiger hätte sein können, es garnicht abgesprochen war oder sich gar verweigern, weil man als Kind auf seinen Pflichtteil gesetzt wurde :-O

Was "angemessen" war, richtet sich nach dem Schmerz über dadurch geschmälertes Erbe, sondern den lebzeitigen Verfügungen des Erblassers, andernfalls nach dem gemutmaßten Willen, die seinen Lebensverhältnissen entsprach. Neben den reinen Bestattungskosten käme eine Bewirtung der Trauergäste, Nutzungsrechte für die Grabstelle, Grabpflegeauftrag, Grabstein und Trauenazeigen/Trauerbriefe hinzu.

Anmietung einer Trauerhalle mit offenem Sarg, Blumenschmuck, Trauerredner, musikalische Begleitung, Sargträger usw. dann, wenn der Verstorbene ein entsprechend soziales Leben führte, Blumen schätzte und diese Abschiednahmemöglichkeit und -form auch seines Freundes- und Bekanntenkreises in seinem Sinne gewesen wäre.

G imager761

§ 8 Bestattungspflicht

(1) Zur Bestattung verpflichtet sind in der nachstehenden Rangfolge Ehegatten, Lebenspartner, volljährige Kinder, Eltern, volljährige Geschwister, Großeltern und volljährige Enkelkinder (Hinterbliebene). Soweit diese ihrer Verpflichtung nicht oder nicht rechtzeitig nachkommen, hat die örtliche Ordnungsbehörde der Gemeinde, auf deren Gebiet der Tod eingetreten oder die oder der Tote gefunden worden ist, die Bestattung zu veranlassen.

Sofern der/die Verstorbene selbst keine Vorsorge in Form eines Bestattungsvertrages oder einer Sterbeversicherung getroffen hat, haften die Hinterbliebenen gem. § 8 BestG gesamtschuldnerisch.

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