Wer bekommt was bei Scheidung?

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3 Antworten

Wie sind die "Mietzahlungen" denn geregelt? Gelten sie aus eine Art Abzahlung für die Übertragung und war es eigentlich ein Kauf? Da die Wohnung ja vor der Eheschließung übereignet wurde, zählt sie nicht zum Zugewinn und verbleibt bei der Scheidung bei Deinem Dann-Ex-Mann. Du hättest nur Anspruch auf die Hälfte einer eventuellen Wertsteigerung der Wohnung. Eine Wertsteigerung könnte eingetreten sein, durch den allgemeinen Immobielenmarkt, Renovierungsarbeiten oder eben verringerte Belastungen durch Abzahlung. 

Sind die "Mietzahlungen" eine Art Alterversorgung und haben keinen offiziellen Bezug zur Wohnung, dann hast Du schlechte Karten. Immer vorausgesetzt, ihr lebt im gesetzlichen Güterstand (Zugewinngemeinschaft). 

Da ihr ja keine Eheprobleme habt, solltest Du ein ehrliches Gespräch mit Deinem Mann führen und Deine Bedenken vorbringen. Es geht nicht nur um eine eventuelle Scheidung, auch im Todesfall Deines Mannes, wären seine Eltern erbberechtigt. 

Ein Notar kann Euch über die Möglichkeiten beraten. Mein erster Gedanke ist, eine anteilige Eigentumsübertragung der Wohnung als Ausgleich an Dich. 

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Kommentar von Keksi80
18.05.2016, 17:09

Es war ein Kauf von den Schwiegereltern. Die Miete ist offiziell gar nicht geregelt, also es hieß nur, sie wollen dafür monatlich Geld, weil „wieso sollen sie uns einfach so eine Wohnung schenken“. Mein Mann ist auf meiner Seite und sieht die Miete als Abzahlung und möchte mich anschreiben lassen. Jedoch sind da seine Eltern strikt dagegen und vertrösten uns bezüglich Lösung immer nur. Außerdem hab ich ja bisher nur einen ganz kleinen Bruchteil der Wohnung abbezahlt. Aber wenn es so was wie eine anteilige Eigentumsübertragung gibt, dann kann man ja alle 10 Jahre nachjustieren… Das wäre dann für alle fair, denke ich. Ich muss mich wohl von einem Rechtsanwalt oder Notar beraten lassen. Wir renovieren immer wieder mal was in der Wohnung und auch da stecke ich immer wieder mal Geld rein.

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nur bei einer gütertrennung oder einem ehevertrag können/werden unterschiedliche besitzverhältnisse der ehepartner verbindlich für eine trennung/scheidung geregelt.

weiterhin ist alles, was einer der eheleute als persönliches eigentum mit in die ehe mitbringt, auch weiter sein uneingeschränktes eigentum bei einer scheidung.

ansonsten gilt das prinzip, dass alle in der ehezeit erworbenen güter bei einer scheidung 50:50 aufgeteilt werden. frühere "schuldprinzipien" mit "bestrafung" des "schuldigen" ehepartners sind abgeschafft worden.

das gilt sogar für eine immobilie, die auf den namen eines der eheleute eingetragen sein kann. zwar wird das selten ohne streit ausgehen, aber das gesetz ist unerbittlich und am ende muss das ein gericht festlegen.

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Nein, wenn es zur scheidung kommt, bekommst du von der Wohnung gar nichts. das hätte dir aber vornerein klar sein müssen !

Vielleicht, wenn man die wohnung über beide namen laufen würde, hättest du ein anrecht, aber nach einer scheidung muss dennoch jemand ausziehen. 

Akzeptiere es einfach. ne Wohnung / miete ist ja kein weltuntergang, wenn du davon später nichts hast...ist bei jeder Mietwohnung so.

Jetzt sind eben die Besitzansprüche schon geklärt.

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Kommentar von Keksi80
18.05.2016, 17:25

Nein es ist eh kein Weltuntergang. Ich bin nur jetzt in der Situation, dass ich (wenn ich in dieser Ehe bleibe) mein Leben lang in einer Mietwohnung lebe. Ich hätte mir halt gerne mal was geschaffen. Meine Schwiegereltern haben mir damals nicht gesagt, dass sie meinem Mann kurz vor der Hochzeit die Wohnung schenken und er wurde damit völlig überrumpelt. Jetzt will er natürlich in der Wohnung bleiben. Ich hätte mir gerne mit ihm gemeinsam was gekauft. Ich will mich einfach nur informieren, wo ich stehe bzw. ob ich einen Fehler mache, wenn ich Geld und Arbeit in die Wohnung stecke.

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