Wer bekommt eine Nichtveranlagungsbescheinigung?

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1 Antwort

Eine Nichtveranlagungsbescheinigung, kurz NV-Bescheinigung genannt, erhält derjenige, der nicht zur Einkommensteuer veranlagt wird. Eine Veranlagung zur Einkommensteuer ist dann nicht gegeben, wenn bestimmte Einkommensgrenzen unterschritten werden. Diese Grenzen sind je nach Einkunftsart unterschiedlich hoch. Zudem gibt es Sondertatbestände, die zu einer Veranlagung führen.

Liegen die Einkünfte darunter und gibt es keine besonderen Veranlagungstatbestände, dann kann eine NV-Bescheinigung beantragt werden. Mit einer NV-Bescheinigung können daher vor allem Rentner, Kinder und geringer verdienende Arbeitnehmer rechnen. Die allgemeine Veranlagungsgrenze erhöht sich durch Freibeträge bei den einzelnen Einkunftsarten.

Bei ledigen Personen, die (nur) Zinseinkünfte erzielen, liegt die Grenze zur Veranlagung bei 8.501 € (allgemeine Grenze von 7.664 € zuzüglich Sparerfreibetrag von 750 €, Werbungskosten-Pauschbetrag Kapitalvermögen von 51 € und Sonderausgaben Pauschbetrag von 36 €). Das bedeutet z.B., dass Kinder eine NV-Bescheinigung erhalten, wenn die Zinserträge 8.501 € nicht übersteigen.

Eine NV-Bescheinigung gibt es auf Antrag beim zuständigen Finanzamt. Die NV-Bescheinigung gilt für drei Jahre, falls zwischenzeitlich keine Änderungen eintreten, die zur Einkommensteuerveranlagung führen. Es ist zu beachten, dass für jede Bank eine NV-Bescheinigung beantragt werden muss. Kopien der NV-Bescheinigung werden nicht anerkannt.

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