Wer bekommt das Haus bei Scheidung, wonach richtet sich das?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also ich kann drei Seite von meiner eigenen und beruflichen Erfahrung darstellen. Als sich meine Eltern scheiden ließen, stand ebenso die Frage im Raum, wer das Haus behalten würde. Meine Mutter hätte sicher das Haus zugesprochen bekommen, da sie mich als Kind hatte. Meine Eltern haben sich aber aus finanziellen Gründen dagegen entschieden, weil eben derjenige den anderen Partner für den Verlust entschädigen muss, d.h. mindestens die Auszahlung der Hälfte des Hauswertes. Bedeutet, der Partner, der das Haus behält, hatte weiterhin nicht nur die 100%ige Kreditverpflichtung, sondern muss nochmal den halben Wert des Hauses an den Partner auszahlen und die laufenden Kosten tragen. Übrigens ist es für die Bank egal, wie man sich vor Gericht einigt. Beide Kreditnehmer haften weiterhin 100 % für den Kredit! Ein Urteil ist nur intern, wenn jedoch Dein Mann das Haus behält und die Kreditschulden nicht zahlt, bist Du ebenso in Haftung zu nehmen. Du kannst dann nur aus dem Scheidungsurteil gegen ihn die Raten zurückvollstrecken. Umgekehrt gilt natürlich das gleiche. Vielleicht lässt die Bank (bei entsprechender Bonität) mit sich reden, den 2. Kreditnehmer zu entlassen, aber keine Bank verzichtet gerne auf eine zusätzliche Sicherheit. Das ist insgesamt ein großer Irrtum, dass es sich mit dem Scheidungsurteil mit den Kreditverpflichtungen erledigt hat. Wenn Dein Ex-Mann dann brav bezahlt, hast Du Glück gehabt, aber er kann genauso das Haus nehmen, es verkaufen, und den Kredit vor die Wand fahren (natürlich haftet er dann auch dafür, klar). Das muss dann unbedingt mit der Bank geklärt werden. Mit meiner eigenen Scheidung kann ich ebenfalls nur bestätigen, alles was vorher mir gehört hat, gehört auch hinterher mir (auch wenn es ersetzt wurde in der Ehe z.b. kaputte Waschmaschine und vom Ex bezahlt - wird praktisch als Geschenk gewertet). Alles andere muss aufgeteilt werden oder einer behält alles, sorgt für Ersatz für den anderne oder zahlt den aktuellen Zeitwert aus. Allerdings muss Dein Exmann übrigens auch belegen können, dass es die Sachen, die er verlangt auch gibt. Verlangt er die goldene Rolex von Dir, die es nicht gibt, muss er erstmal belegen, dass es die jemals gab und er nicht im Besitz ist. Kaum möglich, aber so ist die Gesetzeslage. Aber das nur am Rande.

Das ist meine Meinung und Erfahrung, als Rechtsanwaltsfachangestellte angestellt bei ener Bank und selber Scheidungskind und eigener Scheidung.

Und übrigens aus Sicht einer Tochter: Meine Eltern wollten damals das Haus unbedingt für mich behalten und für meine zukünftige Familie. Heutzutage weiß man mit Schule und Studium und Arbeitsplatz nicht, wohin es einen auf der Welt verschlägt. Ich kann heute sagen, ich wohne gänzlich woanders, möchte mich an kein Wohnort binden und die Verpflichtungen eines Hauses gar nicht übernehmen, und Kinder planen ich auch nicht. Der Traum, einem Kind ein abbezahltes Haus zu übergeben ist oft nur ein Traum. Zwar war das Haus meiner Eltern nach gut 20 Jahren abbezahlt, aber es wird auch älter, sprich, es muss immer wieder was (kostenintensives) erneuert werden (z.B. Heizungsanlage). Übrigens erging es unserer damals sehr kinderreichen Nachbarschaft fast komplett so. Die Kinder sind in allen Teilen der Welt unterwegs, die Häuser mittlerweile alle an neue Familien verkauft und die Eltern irgendwo in einer rentnerfreundlichen Wohnung.

Auch ich hatte bzw. habe eine neue Partnerschaft. Bitte unterschätze nicht, wie belastend, so ein Scheidungskrieg, der sich auch über Jahre hinziehen kann, sich auf die Beziehung auswirkt. Auch wenn Dein neuer Partner Dir zusagt, Dich zu unterstützen. Verlass Dich nicht zu sehr, denn letztlich hat der neue Partner nichts damit zu tun und kann sich auch von Dir wieder trennen. Bis das Gericht den Scheidungstermin anberaumt hatte, vergingen fast 1,5 Jahre - 1 Jahr Trennungszeit gibt es ja auch noch. Und der Hausratsstreit - wenn nicht schon vorher geklärt, kommt noch hinzu. Ich hoffe, in Sachen Kinder werdet ihr euch einig. Mein Eltern wählten sozusagen die offene Erziehung. Ich konnte immer hin, wo ich wollte, mal hier mal dort. Keiner war auf feste Wochenenden fixiert. Das finde ich heute, auch nach gut 20 Jahren noch richtig. Ein Kind sollte sich bei einer Scheidung immer frei bewegen dürfen. Das ist ein Streit zwischen den Eltern.

Insgesamt jedenfalls denkt darüber leider kaum einer nach. Du kannst jetzt auch noch nicht entscheiden, ob Deine Kinder das Haus mal wollen. Entscheide, was JETZT das richtige für Dich und Deine Kinder ist. Ihr müsst finanziell unabhängig von allen Personen sein, das reicht erstmal um neu anzufangen. Ein Dach über den Kopf (und das muss kein Haus sein) und was zu Essen auf dem Tisch, das ist wichtig. Jeder andere materielle Wert ist kein psychischer Stress wert.

Hallo AndreaBea, vielen lieben Dank für deine ausführliche antwort. sicher ist mir klar das es nicht leicht wird, ist es jetzt schon nicht aber ich hab in meinem ganzen leben den Männern immer nachgegeben (vater und lebenspartner), mein neuer Freund erst hat mir beigebracht das ich nicht so mit mir umspringen lassen muss, er steht jederzeit zu mir, fast schon mehr wie ich mein ganzes leben von allen menschen je erfahren habe. er weiss worauf er sich einlässt und weiss auch das es ein harter kampf wird das ich und die kinder ihr recht bekommen. sicherlich weiss keiner was die zukunft bringt, wo die kinder mal hingehen oder so aber so wissen sie sie haben imemr ein zu hause und sei es später mal mit mir als alte omi, lol. ich hab auch bereits sehr viel arbeit in das haus gesteckt (bin keine Ete Petete tante) ich schlepp dir auch die eisenträger umher und die ziegeln aufs dach wenns gemacht werden muss zumal ich ja jetzt auch seit der trennung hier alles allein bewirtschafte (großes haus mit riesen garten, teich, blumen- und gemüsebeet, hund, hase usw.). den psychischen stress versuch ich ja von den kids fern zu halten, stress macht mein Noch-ehemann..der quetscht die kids aus und erzählt ihnen müll. zudem ich den kids hier grade auch noch ein separates spielzimmer einrichte weil die psychologin der großen meinte wegen angehendem ads brauch sie geregelten tagesablauf und eine ruhige umgebung für hausaufgaben etc ohne abgelenkt zu werden. habe seit dem tag als mein mann weg ist hier im haus schon einige räume umgeräumt und renoviert damit wir (die ids und ich) uns wohlfühlen, vorher war fast alles nach meinen mann seinen wünschen arrrangiert. von daher möchte ich natürlich das alles auch nicht umsonst getan haben. im prinzip möcht ich mit den kids nur noch in ruhe hier leben können, das finnanzielle lässt sich irgendwie regeln, bin ja schon kräftig auf arbeitssuche. trotzdem danke ich dir nochmal sehr für die ausführliche antwort.

0

Ich kann mir das gut vorstellen das er das nur macht um dich zu ärgern und dir zu schaden...leider interessiert das niemanden vor Gericht. Ich hoffe dein Anwalt kann dir da helfen. Aber das du Kinder hast und dass das ihr Zuhause ist, wird trotzdem ein wenig anerkannt, hoffe ich jedenfalls ;) !

Mein anwalt denke ich ist ein gerissener fuchs, wenns nach dem gegangen wäre hätte ich meinen mann schon wegen allmöglicher dinge anzeigen können, aber ich hab meinen anwalt anfangs immer ausgebremst (selbst mein anwalt meint ich sei zu gutmütig) aber das hat jetzt ein ende, mein noch ehemann hat sich zu viel erlaubt als das ich jetzt noch nachgebe, er quetscht sogar die kinder aus und erzählt ihnen lügen über mich und das geht zu weit, hab meiner großen ein video gezeigt wie sich ein scheidungskind am besten verhalten kann. als er sie beim nächsten mal was über mich ausfragen wollte als sie bei ihm waren sagte sie: "papa, wenn du was wissen willst frag mama selbst und halt mich daraus" (find ich cool). was er tut grenzt schon an verleumdung und rufmord und der nächste termin beim anwalt steht schon wieder an. ich hoffe auch das es angerechnet wird das es den kids ihr zu hause ist, zumal die große wie gesagt laut therapeut noch mehr stress, umzug, neue freunde suchen, neue schule etc echt nicht gebrauchen kann.

0
@Sterntaler82

Wenn er die Kids mit reinzieht geht er eindeutig zu weit, vorallem weil diese ja auch irgendwann älter werden und das dann wohl ein wenig anders sehen. Mit manchen Menschen kann man nicht fair umgehen weil sie es auch nicht tun, du machst das schon richtig.

0

Innerhalb der Ehe gelten alle Anschaffungen als gemeinsame Anschaffungen, egal, wer wie lange wo gearbeitet hat oder eben bei den Kindern geblieben ist. Das nennt man eine Zugewinngemeinschaft. Was man vor der Ehe hatte, geht da nicht mit ein und was danach jeder verdient hat auch.

Wer das Haus behält muss man mit einem Anwalt klären. Entweder du zahlst ihn aus oder er dich. Am Besten ist es, wenn du dir auch einen Anwalt nimmst.

Anwälte sind bereits beiderseitig zu gange, deshlab schrieb ich ja "zanke mich per Anwalt rum".

0

wieviel unterhalt bei 2 kinder trotz eigener familie

hallo ich hab mal eine frage mein mann geht arbeiten bezahlt für seine 2 kids unterhalt ich habe eine tochter in die ehe gebracht und wir haben auch ein kind zusammen ,, seine ex frau hat zwei kids mit meinem mann wo er unterhalt zahlen tut was auch richtig ist ,,sie hat in ihrer neuen beziehung auch zwei kids mit ihrem partener zusammen als haben die 4 kids und ihr mpartner hat auch noch ein kind aus erster ehe ,,,alle beide gehen arbeiten und leben nicht schlecht wieviel muss mein mann an unterhalt zahlen ???denn wir haben fast nix mehr drehen jeden cent um danke schonmal im vorraus

...zur Frage

Muss ich die Rechnung des Anwalts der Ex bezahlen/2 Erhöhungen Düsseldorfer Tabelle verpasst? Rückforderung Beiträge Krankenversicherung?

Hallo. Ich zahle Kindesunterhalt gemäß einvernehmlicher Einigung und Düsseldorfer Tabelle pünktlich und stets in voller Höhe. Zu Geburtstagen der Kinder habe ich selber immer die Zahlbeträge erhöht. Dies aber bisher auf Basis eines veralteten Ausdrucks der Düsseldorfer Tabelle. Die letzten beiden Erhöhungen sind mir dadurch entgangen. Auch habe ich bisher auf freiwilliger Basis eine private Krankenversicherung der Kinder bezahlt. Nach mehreren banalen Streitigkeiten unter den Eltern habe ich Post von einem Anwalt der Ex erhalten. Neben unwichtigen Themen wird dort der durch die verpassten Erhöhungen entstandene Rückstand abgemahnt. Entgegen bisheriger Gepflogenheiten hat meine Exfrau mich nicht ein Mal auf die Erhöhungen selbst angesprochen. Ich habe den Rückstand sofort überwiesen. Nun erhalte ich die Rechnung des Anwalts meiner Ex. Aus dem Gesichtspunkt des Verzuges soll ich verpflichtet sein, dir Kosten zu zahlen. Allerdings ging es in dem Anwaltsschreiben auf 4 Seiten lang und breit um andere Streitthemen. Nur 1/5 des Schreibens, ganz am Ende, drehte sich um den Rückstand. Als Gegenstandswert wird die Höhe des Rückstands angegeben.

Meine Fragen an Sie/Euch:

  • Muss ich die Rechnung des Anwalts der Ex bezahlen?
  • Bin ich weiterhin verpflichtet, die PKV der Kinder zu bezahlen? Dies wird von der Gegenseite verlangt. Ich habe angeboten, die Kinder kostenlos über mich in der GKV zu versichern.
  • Kann ich die gezahlten Beiträge zur PKV zurückfordern? Sie übersteigen den erledigten Rückstand bei Weitem.Falls ja, für welchen Zeitraum?

Vielen herzlichen Dank vorab.

Freundliche Grüße

Gregor

...zur Frage

Wieviel Unterhalt gibt es in etwa?

Hallo,

nach 12 Jahre Ehe haben wir uns getrennt. Wir haben 3 Kinder (11, 15 und 18). Ich ziehe aus. Mein (Noch)Ehemann als Alleinverdiener hat ca. 6500 Euro. Ich war seit 12 Jahren nicht arbeiten. Kann jemand grob sagen, wieviel ich in etwa bekomme und für welchen Zeitraum? Mein Anwalt ist bis 16.11. im Urlaub. Und ich muss ja wissen, was für eine Wohnung ich mir leisten kann. Grob würde mir schon ausreichen. Sind es 1000 ? 2000 ? Ne Hausnummer eben.

...zur Frage

Steht der Ehefrau was vom Haus zu?

Hallo,

ein Mann baut ein Haus und lässt dieses auf seinen Namen ins Grundbuch eintragen. Zwei Jahre später heiratet dieser Mann. Er bringt sozusagen das Haus mit in die Ehe. Es existiert kein Ehevertrag und somit keine Gütertrennung. Nach zwanzig Jahren kommt es zum Streit zwischen dem Ehepaar. Hat die Ehefrau einen Anspruch auf einen Teil des Hauses obwohl der Ehemann das Haus mit in die Ehe gebracht hat und er als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist??

Danke für die Antworten.

...zur Frage

Was passiert wenn ich einen gemeinsamen Kredit nach der Trennung umgeschuldet habe?

Hallo liebe Community, wir haben uns nach 20 Jahre Ehe getrennt.Es sollte alles friedlich gelöst werden.Jetzt,nach ablauf des Trennungsjahres beginnt der Albtraum.Wir haben 3 Kinder,der kleine ist bei ihr,der mittlere bei mir und der große steht auf eigene Füße.Aus der Ehe hatten wir einen gemeinsamen Kredit den ich ende letzten jahres umgeschuldet habe.Weil sie auszog(sie hat sich eine Eigentumswohnung aus einer Erbschaft gekauft)musste ich mir eine neue Küche anschaffen und hinzu kamen noch Beerdigunskosten nach dem Tod meiner Mutter.Unterhaltsfrage Liesen wir ruhen weil je ein Kind bei einem Elternteil lebt.Jetzt kam ein Schreiben von ihrem Anwalt mit der Aufforderung zur Zahlung von 398 € Unterhalt für den Kleinen.Wir sind beide berufstätig.Habe ich durch umschulden den ganzen Kredit auf mich genommen?Ich habe keinen Anwalt,jetzt steh ich ziemmlich alleine da...

...zur Frage

Teilungsversteigerung verhindern reine Schikane von Noch-Ehemann?

Ein Ehepaar geht mit null in die Ehe. Beide erwerben zusammen ein Einfamilienhaus welches mit einem Kredit belastet ist. Der Ehemann erwirbst während der Ehe ein Einfamilienhaus welches vermietet ist, ist alleiniger Eigentümer und die Ehefrau Mit-Kreditnehmer und Mit-Vermieter, er erwirbt außerdem eine Eigentumswohnung auf seinen Namen und ist alleiniger Kreditnehmer. Die Ehefrau gründet in der Ehe ein kleines Unternehmen, hat einen privaten PKW und einen Bausparvertrag auf ihren Namen. Der Ehemann verläßt die Frau wegen einer anderen und die Frau bleibt mit den beiden gemeinsamen Kindern in dem gemeinsamen Haus wohnen, zahlt den Kredit als Nutzungsentschädigung allein und bittet den Mann um eine faire Ablösesumme um das gemeinsame Haus übernehmen zu können. Es gibt ein Immobiliengutachten des Hauses, die Firma ist recht klein, hat keinen Marktwert nur Warenwert und Inventarwert sowie einen Kredit. Alles recht einfach zu beziffern. Trotzdem fordert der Noch-Ehemann eine Ablösesumme die rechnerisch mehr als doppelt so hoch ist wie ein Zugewinnausgleich brächte und wenn die Frau nicht spurt droht er mit Teilungsversteigerung. Ist die Frau dem einfach so ausgeliefert? Kann man sich irgendwie dagegen wehren? Sämtliche Verhandlungsversuche scheitern an der Sturheit des Mannes. Bitte um Rat! Danke

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?