Wenn wir Menschen aus Sternenstaub sind, wieso leben wir dann nicht länger?

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12 Antworten

"Wir bestehen aus Sternenstaub" verkürzt zu sehr, was gemeint ist. Unser Körper besteht aus Atomen, die sich in Kreis- bzw. Abläufen befinden, bei denen sich Atome immer wieder neu anordnen. Diese Atome haben sich vor millionenen oder milliardenen Jahren an einer anderen Stelle im Universum befunden, manche davon als Atome in anderen Sonnensystemen und Galaxien. Es gibt auch z.B. Asteroiden, auf denen sich Wasser in Form von Eis befindet. Wenn diese Asteroiden dann als Kometen in die Erdatmosphäre gelangen und verglühen oder auf der Erde einschlagen, gelangen diese Wasserstoff- und Sauerstoffatome in die Erdatmosphäre. Sie sind dann Teil des Wasserkreislaufs auf der Erde und wenn du dann genau dieses Wasser zu dir nimmst, werden diese Atome über deinen Kreislauf aufgenommen und werden Teil deiner Zellen (der Mensch besteht zu 70% aus Wasser). Wenn du es so siehst, bestehen Zellen in deinem Körper zu einem Teil aus Atomen, die sich zuvor in vielen Lichtjahren entfernten Sonnensystemen und Galaxien befunden haben.

Allerdings ist die Vorstellung, dass die menschliche Sterblichkeit in der Lebensdauer der Atome begründet ist, falsch. Es gehen permanent Atome aus unserem Körper heraus und neue Atome kommen in unseren Körper hinein. Die Zellen in unserem Körper erneuern sich ständig. Man sagt, dass man alle sieben Jahre "ein neuer Mensch" ist. Das geht bei den verschiedenen unterschiedlichen Arten von Gewebe die Regeneration unterschiedlich schnell, z.B. bei Gehirn-, Herzmuskel- und Nervenzellen geht es sehr langsam oder sogar gar nicht.

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Nun, "wir" existieren ja auch nach dem Tod weiter.
Unsere Bestandteile werden umstrukturiert, weitergegeben, sie verschwinden ja nicht. Irgendwann, in knapp acht Milliarden Jahren, wenn die Sonne dann explodiert, werden unsere Bestandteile erneut ins All abgegeben um dann womöglich anderswo auf anderen Planeten Teil dessen zu werden, was dort existiert.

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"Staub" und "Leben" (im biologischen Sinne) sind eben nicht das Gleiche!
Lebende Organismen sind von daher anfälliger für Verfall und damit 'kurzlebiger' als der Staub, zu dem wir wieder werden.

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thisgirl0 19.11.2016, 19:51

Also sind wir doch irgendwie unsterblich und wir "erwachen" immer wieder? Das ist alles so weird, wenn ich jetzt wieder zu sternenstaub werde, wird dann jemand/etwas anderes bzw. ich wiedergeboren, weil der sternenstaub noch existiert?

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Tamtamy 19.11.2016, 19:55
@thisgirl0

Es kommt darauf an, wie man den Begriff 'unsterblich' versteht, bzw. verwendet.
Biologisches Leben ist begrenzt. Von daher gibt es Zelltod und 'Sterblichkeit'.
Wenn man mit 'unsterblich' das Fortbestehen von Einzelteilen meint 'bis in alle Ewigkeit', dann sind wir unter diesem Gesichtspunkt in der Tat 'unsterblich' - nur eben ohne biologisches Leben und ohne unsere individuelle Identität. So zumindest meine Überzeugung.

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MrThaddaeus 19.11.2016, 19:53

musste bei "Staub und Leben ist nicht das Gleiche" schon lachen...Ich mein du hast ja recht aber....hahaXD

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Weil kein biologisches Wesen einfach nur die Summe seiner Teile ist,

sondern ganz wesentlich erst zustande kommt durch geeignetes Zusammenwirken dieser Teile (der Atome etwa).

Man stirbt, sobald dieses Zusammenwirken nicht mehr hinreichend gut funktioniert. 

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thisgirl0 19.11.2016, 19:58

Aber wenn man eine Möglichkeit hätte dass das alles, egal was passiert, immer perfekt funktioniert, könnte man doch unsterblich sein? Oder wenn man zB nur unser Gehirn aufbewahren würde und es "am Leben" halten würde, würden wir doch die Außenwelt mit unseren Gedanken(weiß nicht ob die Sinne dann überhaupt existieren würden) trotzdem wahrnehmen oder nicht?

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grtgrt 19.11.2016, 20:07
@thisgirl0

Im Prinzip wäre dein Gedanke schon richtig. Es stellt sich aber heraus, dass nichts, was aus vielen Teilen besteht, beliebig lang existieren kann: Es wird irgendwann seine Form und mit ihr auch seine Funktionsfähigkeit verlieren (es ist dies die zentrale Aussage des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik).

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grtgrt 19.11.2016, 20:02

Wenn jemand sagt, wir bestünden aus Sternenstaub, d.h. aus der Asche verbrannter Sterne, so will er damit daran erinnern, dass fast alle Atome, aus denen wir bestehen, von einer Art sind, wie sie nur im Zentrum sehr heißer Sterne entstehen. Wenn so ein Stern dann aber am Ende seines Lebens als Supernova explodiert, werden die in ihm enstandenen Atome weit ins All hinaus gepustet und werden dann irgendwann als Bausteine für Neues dienen.

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Alles ist sozusagen Sternenstaub, weil alles, was existiert aus Atomen besteht und weil alle Atome mit Ausnahme von Wasserstoff in Sternen entstehen.

Die Atome gehen ja auch nicht kaputt, aber die Dinge, die aus diesen Atomen bestehen schon, ebenso wie ein Lego-Haus kaputt gehen kann, ohne, dass die Legosteine kaputt gehen.

Menschen und überhaupt alles Leben sind sehr sehr komplexe biochemische Maschinen und die Aufrechterhaltung ihrer Funktionen ist biologisch sehr aufwändig. Die Evolution hat daher Lebewesen geschaffen, die immer wieder vergehen, aber dafür Nachkommen erzeugen können. Auf diese Werde umgeht die Natur genetische Schäden, die mit der Zeit entstehen würden, und ermöglicht es den Lebewesen, sich über Generationen hinweg zu verändern und ihren Bauplan an neue Bedingungen anzupassen.

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Naja was heisst Sternstaub... Das sind am ende auch einfach Atome

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thisgirl0 19.11.2016, 19:48

Ja aber im Gegensatz zu uns "leben" Sterne Millionen/Milliarden Jahre. Und wir nicht einmal hundert und wenn doch kommt dies sehr selten vor....

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Sagen wir mal lieber 70 - 80 Jahre, denn älter werden nur recht wenige Menschen.

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nur unser phyischer körper ist aus sternenstaub

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Die Atome, aus denen dein Körper besteht, "leben" doch auch weiter.

Nur die spezielle Anordnung, die sich unter dem Namen "thisgirl0" auf GF angemeldet hat, die löst sich halt in spätestens 100 Jahre auf. Ist nun mal so.

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thisgirl0 19.11.2016, 19:54

trotzdem sind wir dann alle im Endeffekt unsterblich oder nicht? Egal ob wir dann nun mit dieser Hülle(Körper) existieren oder nicht, wir werden, wenn man das mal so betrachtet, immer wieder neugeboren. Sei es eine Pflanze, Tier oder Mensch ...

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SergeantPinpack 19.11.2016, 20:04
@thisgirl0
  • Ob die Seele unsterblich ist oder nicht, ist nicht von Bedeutung, da das "Ich" beim Übergang in den Tod verschwindet.
  • Auf atomarer Ebene existiere "ich" auch gar nicht, insofern kann man die Frage nach der Unsterblichkeit in diesem Sinne getrost mit "nein" beantworten.
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Wenn du villt mal schon mit 50 abgelehnt wirst, was denkst du wie alt du dann noch werden willst? :-))


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Ein Stern ist kein lebender Organismus, von daher ist der Vergleich nicht angebracht. Du könntest eher fragen, warum lebe ich nicht so lange wie eine Langlebige Kiefer?

Die Atome, aus denen du bestehst, sind "unsterblich".

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Das ganze fängt damit an, dass wir nicht aus Sternenstaub sind

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