Wenn wir Denk- und Kommunikationsmaschinen sind, wie können wir wieder zu wirklichen Menschen werden?

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4 Antworten

Ist im gewissen sinne schon zu der zeit so gewesen als wir noch affen waren.

Eine soziale gemeinschaft erfordert immer anpassung wenn man teil dieser sein möchte. Sei es im äussern von meinungen, dem handeln oder der kommunikation.

Zu sich selbst kann man trotzdem finden. Man muss lernen die gesellschaft als das zu sehen was sie ist. Nur eine gesellschaft. Wenn man so wie man ist nicht mit seinem umfeld zusammenpasst muss man sich ein umfeld suchen zu dem man passt.

Flutschikato 11.07.2016, 00:10

Aber wie soll man soetwas lernen können, wenn man nie gelernt hat wie man prägungsunabhängig lernt ? Ich beziehe mich ja auch auf die Menschheit insgesamt, und nicht auf einzelne Individuen, denen dieser Sprung über den eigenen Schatten mehr oder weniger gut gelungen ist.

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FouLou 11.07.2016, 08:50
@Flutschikato

Man wir IMMER geprägt. Zumindest von seinen Eltern. Selbst in einer Familie im Wald ohne andere menschen würden kinder Prägung erfahren. Um genau in die vorhandene Gesellschaft die Familie zu passen.

Dies vereint sich aber auch nicht mit deinem Grundgedanken wenn ich das richtig verstehe.

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Flutschikato 12.07.2016, 13:27
@FouLou

Schade, dass wir hier nur auf die individuellen Aspekte zu sprechen kommen, und keine Antwort sich mit der eigentlichen Frage beschäftigt, also mit dem Wandel der Gesellschaft.

Um auf Deinen Post einzugehen, ich finde Deinen Post sehr gelungen, auch wenn er nicht sofort sehr ausgefeilt wirkt.

Aber die Zusammenhänge scheinen Dir klar zu sein, ich finde Du beschreibst es sehr natürlich.

Ich denke, dass man sehrwohl in die Familie passen kann, und auch von der Familie geprägt werden kann, ohne dass dies eine Mechanisierung des Denkens, Kommunizierens und Handelns bedingt. Es wäre denkbar, die Umstände aufzuklären, dass man Kompromisse braucht um letztendlich eine gemeinsame Basis zu erhalten. Gleichzeitig kann man jedoch darauf hinweisen, dass diese durchaus nicht perfekt sein können, und das alles, was ein Kind lernt hinterfragt werden sollte, dass alles Wissen nur vermeintliches Wissen ist. Ebenso sollte man darauf hinweisen, dass das Kind dadurch, dass es zweifelt und die Regeln sich nur äusserst selten ändern, Frustration erfährt, und ihm eine Möglichkeit bieten, diese zu kontrollieren, und nicht von einem kleinen Kind erwarten, in dem Alter schon die beste Lösung für dieses Problem selbst finden zu können.

Es wäre dabei wahrscheinlich sinnvoll, darauf hinzuweisen, dass ältere Menschen nicht mehr in der Lage sind, sich Alternativen vorzustellen, da sie nur noch an ihren eigenen Hungertod oder ähnliche Szenarien in ihrer Zukunft denken, wenn sie selbst sich nicht mehr versorgen können. Deshalb lehnen sie Veränderungen ab.

Das Kind kann dahingehend motiviert werden, die Verbesserungen, die es selbst für nötig hält, nicht in Aggression und Frustration abzubauen, sondern seine Perspektive zu wechseln. Man könnte es motivieren, diese aufzuschreiben, und dies als sein geistiges Lebenswerk zusammenzufassen, so ähnlich wie ein Tagebuch. Denn im späteren Leben werden diese Erfahrungen mal wertvoll, wenn es darum geht, sich gegen Andere durchzusetzen. Man gibt dieser Negativerfahrung somit einen positiven Wert und stärkt das Kind in seinem weiteren leben.

Es wird die Welt viel besser verstehen, als ein Kind, dass sein Leben lang nur Frustration erfahren hat, demzufolge auch erfahren hat, dass das Streben nach Veränderung zu nichts führt ausser Frustration, Aggression und Selbstmitleid.

Ich finde somit, dass es durchaus möglich ist, Individuen zu ändern und ihre Menschlichkeit aufzuwerten also die Mechanisierung abzuwenden.

Aber was ist mit der Gesellschaft ?

Haben wir bereits seit langem einen "Point of no return" überschritten ?

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Flutschikato 12.07.2016, 13:32
@Flutschikato

Im Grunde, wo Du wahrscheinlich selbst drauf hinauswolltest, kann man ja auch die Prägung darauf, dass vermittelt wird, dass Prägung unzuverlässig ist, dies auch als Prägung betrachten.

Aber es ist ja auch ein Widerspruch in sich selbst.

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Gar nicht und wenn du sowas willst ziehe in die wälder und lebe dirt oder starte etwas großes(wie martin luther king oder so)

Ich finde eher nicht das es uns zu Maschinen macht sondern grade umgekehrt. Sieh es wie einen CD-Rohling, anfangs nicht beschrieben und man steht neutral zu allem, also eher maschinelles Denken, dann mit der Zeit durch Erfahrungen und so weiter bilden wir uns als Menschliches individuelles Wesen aus. Das auf diesem Weg allerdings manipuliert wird bestreitet ich allerdings nicht.

Flutschikato 11.07.2016, 00:13

Ach diese Sichtweise, den Menschen mit einem CD-Rohling zu substituieren empfindest Du nicht als maschinell gedacht ?

Das ist auf traurige Weise witzig.

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Maschinen können nicht denken. Sie können nur abgespeicherte Befehle suchen und ausführen. Aber niemals darüber hinaus wachsen. Darin sind wir Maschinen immer überlegen. 

Flutschikato 11.07.2016, 00:05

Wir Menschen sind definitiv darin überlegen, uns für überlegen zu halten.

Ich akzeptiere Dein Statement als Meinung, aber kann dies nicht mal als Hypothese akzeptieren, da es ohne Belege, nachvollziehbare Logik oder Indizien daherkommt. Es geht mir hier um Antworten, und nicht um ausschliessliche Meinungen, die nackt daherkommen und blind geglaubt werden wollen.

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Kefflon 11.07.2016, 00:08
@Flutschikato

Meine Antwort lässt viel Raum für Interpretationen. Ich habe sie nicht Haar genau gemacht. Sondern mit einem offenen Ende. Sie soll die Leser zum nachdenken anregen. 

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Flutschikato 11.07.2016, 00:17
@Kefflon

Ja, Du hast dahingehend wenigstens Recht, dass man von der Logik her, nach welcher dieses Webportal funktioniert, Deinen Text schon als Antwort sehen kann, schliesslich steht oben dran fett Antwort.

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Kefflon 11.07.2016, 00:18
@Flutschikato

Du möchtest klare Fakten, aber stellst die Frage wie ein Philosoph. Das ist auch ein interessanter  Fakt

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