Wenn wir 10mal stärkere Teleskope als heute einsetzen, könnten wir dann in andere Universen vordringen um dort festzustellen ob es Leben gibt?

16 Antworten

Hallo FreemanofWorld,

andere Universen sind grundsätzlich nicht der Beobachtung zugänglich. Das hat mit der Stärke von Teleskopen nichts zu tun. Das liegt daran, dass der Urknall ein natürlicher Beobachtungshorizont ist, über den hinaus jede Beobachtung unmöglich ist.

Im eigenen Universum können wir uns bereits heute umsehen. Wir können die entferntesten und ältesten Galaxien im Universum beobachten, wenn wir die Belichtungszeit des Hubble-Space-Teleskopes nach oben fahren. Die ältesten und entferntesten Galaxien, die beobachtet wurden, entstanden nur wenige 100 Millionen Jahre nach dem Urknall. Noch ältere gibt es entsprechend im beobachtbaren Universum nicht, weil die Sterne und Galaxien ja nach dem Urknall einige Zeit brauchten, um sich zu bilden unter dem Einfluss der Schwerkraft.

http://www.scinexx.de/redaktion/wissen_aktuell/bild13/gnz112g.jpg

Lichtstärkere Teleskope - wie zum Beispiel das James Webb Teleskop - werden aber MEHR derartig alte Galaxien entdecken helfen und damit beitragen, unser Verständnis von der Entstehung der ersten Galaxien und Sterne im ganz jungen Universum zu vertiefen.

Das am weitesten entfernte Licht, das man theoretisch überhaupt sehen kann, ist ohnehin die kosmische Hintergrundstrahlung. Und auch die können wir bestens sehen. Zuletzt wurde sie mit dem PLANCK-Satelliten neu vermessen:

https://scilogs.spektrum.de/einsteins-kosmos/planck-mission-der-esa-neue-karte-der-hintergrundstrahlung/

Die winzigsten Temperaturschwankungen in der Hintergrundstrahlung - die sogenannten Anisotropien - sind eine wichtige Quelle für unser Verständnis des Universums. In dem verlinkten Artikel ist das eigentlich sehr schön erklärt.

Egal, wie lichtstark Du ein Teleskop machst: Weiter als bis zur Hintergrundstrahlung kannst Du __nie__ damit schauen, weil das noch jüngere Universum nicht optisch durchsichtig ist. Die Hintergrundstrahlung ist wie eine "Wand aus Licht", weiter kommst Du nicht mit optischen Teleskopen.

Was möglich wäre... aber halt noch Zukunftsmusik ... wäre Gravitationswellenastronomie. Wir können ja seit 2016 Gravitationswellen verschmelzender Schwarzer Löcher und Neutronensterne nachweisen (LIGO, Nobelpreis letztes Jahr). Würde man diese Technik etwa 6 Größenordnungen empfindlicher kriegen (also nicht 10x so stark, sondern eine Million mal so fein auflösend), dann könnte man die Gravitationswellen des Urknalls direkt beobachten und damit näher an den Urknall ran als das mit optischen Geräten möglich ist. Mit solchen Geräten könnte man ins Minuten alte Universum schauen.

Aber auch das ist eben Beobachtung __im Universum__ aus dem Universum heraus, das geht grundsätzlich nicht. So etwas ist der SciFi und der Fantasie vorbehalten.

Die Suche nach Leben bleibt erst einmal innerhalb der Milchstraße spannend. Mit der Technik, die in etwa 10 Jahren zur Verfügung steht, wäre es machbar, in den Atmosphären naher Exoplaneten nach Molekülen zu suchen, die als Biomarker (also Anzeichen für Leben) gelten.

Grüße

Nö, das könnten wir nicht, irgendein Paralleluniversum sehen.
Das Universum dehnt sich weiterhin aus, mit  höher als Lichtgeschwindigkeit.
Schon eine Information vom "Rand" des Universums würde uns nicht mehr erreichen.

Anderes Leben werden wir ebensowenig "sehen".
Derzeit ohnehin nicht, mangels Möglichkeiten. Mit künftigen Teleskopen, wie dem James Web, wird man erstmals nach chemischen Substanzen suchen können.
Daraus ließen sich Annahmen herleiten, dass Leben möglich wäre. Nicht aber, dass und ob dort welches ist.
Je nach Entfernung wird auch diese Information schlichter Schnee von gestern sein. Wie es aktuell dort zugeht werden wir nicht erfahren.

Phänomene ist eine andere Baustelle.
Phänomen steht für Rästel, mehr eine Abweichung dessen von dem wir wissen.
Da sie existieren, gehören sie zur Realität. Notfalls müssten Theorien neugefasst werden. Schließlich ist Wissen kein Dogma, sondern Erkenntnis.
Von diesen Phänomenen wird es noch jede Menge geben.

Das ist Science Fiction. Es gibt Modelle, die von mehr als einem Universum ausgehen und es gibt Modelle, die von einem Universum ausgehen. Es gibt keinen Grund die einen Modelle den anderen zu bevorzugen.

Deshalb: Wir wissen nicht, was uns erwartet.

Teleskope, die auf Basis elektromagnetischer Strahlung basieren, können nur so weit blicken, wie das Licht seit dem Beginn des Universums sich ausgebreitet hat. Wenn man es genau nimmt, auch ein bischen mehr. Aber weiter gehts nicht.

Alles andere sind einfach nur Spekulationen, die mögliche Forschungsrichtungen aufzeigen, wenn wir Hinweise auf Bestätigung dieser Spekulationen finden. Und Bis heute gibt es keinen Hinweis darauf, dass es mehr als ein Universum gibt.

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