Wenn vom Arbeitsgericht geschlossener Vergleich angenommen wurde muß A-geber in einer Summe zahl.?

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Wenn nicht extra eine Ratenzahlung vereinbart ist, ist die Summe in einem Stück zu bezahlen. Wenn er nicht zahlt, noch mal Zahlungsaufforderung schreiben (Einwurfeinschreiben) mit Zahlungsfrist (zwei, drei Wochen). Dann damit gleich wieder zum Gericht. Gerichte werden sehr ungnädig, wenn einer ein von ihm angenommenes Urteil dann nicht umsetzt. Dein Vorteil!

Ach ja, die Arbeitsrichter kennen ihre Gemeinde schon sehr genau (es würde Dir die Tränen in die Augen treiben, wenn Du wüßtest, was die alles wissen). Der hat von Deinem AG nichts unangemessenes verlangt! Laß Dir nicht den verarmten Unternehmer vorspielen!

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Das Arbeitsgericht hat ein Zahlungstermin genannt - im Vergleich. Wenn nicht, beträgt die annehmbare Toleranz zwei Wochen nach Vergleich. Ob er Ratenzahlung leisten kann oder nicht, hängt vom Wortlaut des Vergleiches. Schließlich hat der Arbeitgeber beim Termin Gelegenheit gehabt, dem Richter darauf hin zu weisen, dass er in Raten zahlen möchte oder kann. Tat er es nicht, ist der Gesamtbetrag fällig. Wenn er nicht bezahlt, sollte man bei Gericht um eine vollstreckbare Ausfertigung des Vergleiches bitten und damit zum Gerichtsvollzieher (meistens im Gerichtsgebäude). Die Pfändung von Gegenstände ist nicht Sachdienlich. Womit soll der Arbeitgeber dann arbeiten, um den Vergleich zu begleichen? Leasingfahrzeug zurück geben? Nein. Es gehört nicht dem AG, sondern der Leasinggesellschaft, die mit dem Vergleich nichts zu tun hat. Ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss auf das Konto bringt die vereinbarte Summe eher rein als die Pfändung von Getränke oder Kühltruhen.

Das Geschäft ist ja die Grundlage, auf der Du Dein Geld bekommen könntest. Der GV weiss schon was pfändbar ist. Wenn der AG es nicht in einer Summe zahlen kann, dann bitte in Raten. Denn Du willst doch Dein Geld.

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