Wenn UVG gezahlt worden ist an die Mutter, und das UVG komplett von ihrem Sozialgeld abgezogen wurde?

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8 Antworten

Du unterliegst da wohl einem Denkfehler, inwiefern sollte das denn für den Staat auf 0 aufgehen? Sowohl Unterhaltsvorschuss wie auch Sozialhilfe bzw. Alg2 wird vom Staat bezahlt, das sind nur verschiedene Kassen. Bezahlt wird aber auf jeden Fall aus Steuergeldern der Unterhalt für das Kind. Und das will der Staat dann vom Vater zurück. Erst wenn sie das Geld vom Vater bekommen, geht es auf Null auf.

Vorher zahlt entweder die Sozialkasse das Geld oder die Unterhaltskasse, also auf alle Fälle der Steuerzahler. Natürlich bekommt die Mutter das Geld nicht doppelt, alle Einnahmen werden bei Sozialhilfe und alg2 angerechnet.

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Ist das Rechtens? 

Ja, das ist es: 

Den Unterhaltsvorschuss erhalten ja nur solche Kinder, deren barunterhaltspflichtige Elternteile nicht gewillt oder nachweislich nicht in der Lage sind, ihnen den zustehenden Barunterhalt zu zahlen.  - Dann muss der Staat erstmal in "Vorkasse" gehen und holt sich das Geld später vom eigentlich Unterhaltspflichtigen zurück.

Wäre der Vater hier also seiner Unterhaltsverpflichtung nachgekommen, wäre statt des Unterhaltsvorschusses der von ihm gezahlte Unterhalt auf die staatliche Unterstützung der "Mutter-Kind-Bedarfsgemeinschaft" angerechnet worden.....

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Das Jugendamt fordert ja nicht einfach so das UVG - zurück,außerdem steht das deinem Kind zu und nicht der Mutter,sie bekommt es nur in Vertretung für dein Kind gezahlt !

Dieses hätte sie aber nicht bekommen,wenn du deinen Unterhaltspflichten nachgekommen wärst,denn wenn du nachweislich nicht leistungsfähig in der Zeit gewesen wärst,dann müsste auch nichts zurück gezahlt werden.

Es bereichert sich hier keiner,es werden nur Vorleistungen zurück gefordert,weil du ja dann wahrscheinlich in der Zeit wo UVG - bezogen wurde doch Leistungsfähigkeit deinerseits bestand.

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Kommentar von Nobbi71
05.01.2016, 08:08

Ich habe erst erfahren das ich Vater bin, da war mein Sohn schon 5 Jahre alt. Wobei ich die Vaterschaft durchgesetzt habe, durfte dann für die Vaterschaft unterschreiben, bekam dann die Rechnung vom UVG ohne irgendwelche Unterlagen einreichen zu müssen.

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Das ist richtig und gerecht , der Unterhaltspflichtige erhält ein für ihn kostenloses Darlehn vom JA.. er spart somit zusätzlich Überziehungszinsen da er den Dispo nicht in Anspruch nehmen muß.

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Ob nach den UVG gezahltes Geld zurückverlangt werden kann, hängt davon ab, ob eine Unterhaltspflicht bestand. Wenn der Unterhaltspflichtige z.B. mangels Leistungsfähigkeit nicht unterhaltspflichtig ist, dann muß nichts zurückgezahlt werden ( es sei denn er wurde über den Tisch gezogen und hat einen Titel unterschrieben.)

Ihre Argumentation greift nicht, denn wenn der Unterhalt wie geschuldet gezahlt worden wäre, wäre er ebenfalls vom Sozialgeld abgezogen worden. Das Deutschland die weltweit erfolgloseste Familienpolitik hat, ist eine andere Frage und nützt im Einzelfall nix.

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Alle anderen staatlichen Gelder sind vorrangig vor der Grundsicherung zu beantragen. Alle Leistungen werden folgerichtig also verrechnet.

Als sonstige Einkünfte hast du dann eine Versicherungspauschale von 30 € monatlich (einmalig)

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Entschuldigung. Aber wenn sich hier jemand bereichern will, dann sind das eher Sie. Sie erwarten nämlich vom Steuerzahler, dass er die Unterhaltskosten für Ihr Kind übernimmt. Nach meinem letzten Kenntnisstand sind aber Eltern - sowohl Vater als auch Mutter - verpflichtet für den Unterhalt des Kindes zu sorgen. Der Staat hilft hier nur ausnahmsweise und vorübergehend aus, wenn man als Vater so wenig hat, dass man davon gerade so selbst leben kann.

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Kommentar von Nobbi71
05.01.2016, 07:59

Hallo, ich bereichere mich an keinem, weil ich habe erst erfahren das ich der Vater bin, da war mein Sohn schon 5 Jahre alt. 

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ja das können sie. denn das UVG dient als Ersatz für den Unterhalt den DU nicht gezahlt hast. der wäre der mutter genauso vom Alg 2 abgezogen worden.

sie können aber nur das zurückfordern, was du hättest erbringen können. wenn es also nur zb 10€ im Monat gewesen wären, dann könne sie auch nur 10 zurückverlangen.

es gibt Väter, die mit Absicht ihren Unterhalt ans JA zahlen, statt direkt an die mutter, und das JA zahlt das an die Mutter aus. Grund: viele KM (kenne selber genug Exemplare davon) versuchen zu schummeln und kassieren doppelt, also vom Vater und JA.

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