Wenn Umwelt wirklich so wichtig , warum wird der Diesel im Auto nicht verboten?

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14 Antworten

Diesel wurde lange von der Politik gefördert, weil die Klimaschutz-Ziele hinsichtlich C02-Ausstoß im Vordergrund standen. Hier kann der Diesel wegen des gegenüber anderen Verbrennungsmotoren klar besseren Wirkungsgrades punkten.

Bei Ruß und Stickoxiden hat man lange nicht so genau hingeschaut. Stickoxide sorgen auch für hohe Ozon-Werte. In den USA liegt das Augenmerk deutlich mehr auf diesem Bereich, also auf der Gesundheit der Bürger, wir retten eben lieber das Weltklima....

Klar könnte man neue Diesel ab sofort verbieten, dann müsste die Industrie aber Milliarden Entwicklungskosten einfach mal abschreiben... von den Klimaschutz-Zielen könnte man sich auch gleich verabschieden, denn ein massenhafter Umstieg auf Elektro ist unrealistisch.

Außerdem ist Ökostrom nicht vermehrbar, E-Autos fahren de facto auch mit Kohlestrom. Mehr Stromverbrauch kann aktuell nur fossil abgedeckt werden - mehr E-Autos heißen also automatisch mehr CO2... Gut, wenigstens wäre die Luft in den Städten mit E-Autos besser, alle anderen Probleme löst man damit aber nicht. 

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Weil es unsinnig ist, eine bestimmte Technologie zu verbieten.

Wenn man eine Dampfmaschine so entwerfen könnte, dass sie mit einer Zusatztablette emissionsfrei fahren könnte, wäre das eine völlig akzeptable Technik - man muss die Emissionsgrenzwerte richtig definieren (und kontrollieren, liebe VW!) - und die Hersteller dann wählen lassen, auf welchem Weg sie sie einhalten wollen und können.

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Weil die Autoindustrie ihre Produktion nicht von heute auf morgen umstellen kann und diese Investition so lange wie möglich herausschieben will, um so wenig Geld wie möglich daran zu verlieren, und entsprechend die Politik beeinflusst (Lobbying).

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Die Diesel sind nicht das Problem. Das Problem besteht aus vielen Dingen. Industrie, Haushalte, Schiffahrt, Kohlekraftwerke, Regenwaldabholzung, Torfabbau etc. spielen auch eine Rolle. Und das weltweit.

Übrigens: An der städtischen Feinstaubbelastung ist der Abrieb aus Bremsen und Kupplung und sogar der Saharasand im Sommer mitschuldig.

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Du hast ein ein Konstrukt an DIesel nutzern vorliegend die mehrere Billionen Euro jährlich in die Öl-Industrie einfließen lassen, schau dir an  wie viele Menschen Autos fahren? Erste Frage: Wie willst du diesen Kraftstoff kostenunintensiv und schnell ersetzten? wie willst du eine gesammte Rohstoff industrie stürtzen? was machen wir mit den ganzen alten verbrennungsmotoren?

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Ich glaube, das Ganze ist ein Politikum. 2020 will die Kanzlerin X Elektoautos in Deutschland sehen und um dieses Ziel zu erreichen, wird nun zuerst gegen Dieselmotoren gewettert. Den Anti-Boom hat dazu auch noch VW mit seinem Betrug angeheizt. Nun schwören alle auf Elektro ohne den Verbraucher zu informieren, wo dennn der ganze Strom herkommen soll, all die Ladestationen und wer investiert nach 2 - 4 Jahren ca. 2000 bis 3000 € in eine neue Batterie. Denn länger halten diese Dinger nicht. Außerdem, wie steht es mit der Entsorgung ? Alles große Probleme die gerne verschwiegen werden. Aktionismus ist mal wieder angesagt, zu Lasten derer die sich nicht wehren können.

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Dann müsstest du auch Direkteinspritzer verbieten, die sind fast noch schlimmer wie Diesel, da viele keinen Partikelfilter haben.

Aber ja, ein Verkaufsstopp wäre-solange er auch für Direkteinspritzer gilt-meiner Meinung nach gut.

Aber wir haben den Auto-Lobbyismus, dagegen hast du keine Chance ;)

LG

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Kommentar von Winkler123
02.03.2017, 08:25

Sorry, das ist Quatsch ! Benziner produzieren im krassen Gegensatz zu Dieseln überhaupt keinen Feinstaub. Also auch keine direkteinspritzenden Benziner. Vor dem Hintergrund, daß aber der Feinstaub das wirklich erhebliche Problem ist, muß man also wohl kaum Benzin - Direkteinspritzer verbieten ...

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Nicht nur der Diesel ist ein Problem, plötzlich stellen sogenannte Experten fest das ein Turbo Benziner im Lastbereich deutlichst über den Belastungsgrad eines Diesels hinausgeht, somit schädlicher für den Menschen ist....dummerweise ist das so ziemlich jeder moderne Benziner....weg mit dem ganzen Kram...rüber zum Elektro, das müssen uns die Amis mit Tesla gerade vormachen...aber richtig erkannt wurde die RIESENLOBBY die hinter den Erzeugnissen steckt. Man will gar nicht wissen was dort alles zum Wohle einiger "Balkonfalken" aus der Wirtschaft alles bewegt wird. Es werden Gesetzesentwürfe teils Wort für Wort übernommen....ein einziger Lobbysumpf, aber das war Deutschland schon immer. Es steht nun mal die Wirtschaft im Vordergrund, sowas wie Gesundheit....das belastet doch nur ;)

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Kommentar von roboboy
02.03.2017, 11:46

Und Tesla ist besser für die Umwelt?

Das ist auch Augenwischerei.

Saugrohreinspritzer sind-vorerst-das Mittel der Wahl.

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Weil die Probleme von selbstzündenden Motoren (Fachbegriff Dieselmotor) in den Griff zu bekommen sind. Das Rußproblem hat man ja schon mit der Euro 5 per Abgasfiltrierung gelöst, nun ist mit der Euro 6 halt das letzte Problem, die hohe Emission von Stickoxiden, an der Reihe. Mindestens ein Hersteller hat gezeigt, dass es möglich ist, einen Selbstzünder auch in der Praxis so schadstoffarm zu betreiben wie einen Fremdzünder (Ottomotor), und zwar der OM654, aktuell kaufbar im Mercedes E220d, Modellcode W213. Viele unabhängige Testberichte bestätigen, dass dieser Motor mit Werten von 20 bis 60 Milligramm NOx pro Kilometer enorm schadstoffarm ist. Zum Vergleich: Die schlechtesten Euro 6 - Dieselmotoren emittieren in der Praxis im Schnitt bis zu 700 mg/km. 

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Kommentar von roboboy
02.03.2017, 11:38

Liegt der Grenzwert nicht bei 80mg/km?

Ich kann mich auch irren, aber Mercedes macht da nichts gut... Die halten nur die Gesetzlichen Vorschriften ein.... Dafür muss man die nicht loben, das ist selbstverständlich....

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Weil die Feinstaubschleuder sehr viel Geld für die Industrie bringt ...

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Die ersten Bestrebungen dahingehend werden schon diskutiert. Bis aber so eine Maßnahme beschlossen und durchgeführt wird, kann es Jahrzehnte dauern. Noch gibt es ja Millionen Dieselautos auf den Straßen. Was sollte mit denen von heute auf morgen geschehen?

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Weil jede Menge Leute an Diesel verdienen.......

Die Lobby ist einfach zu stark.

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Den Diesel zu verbieten ist meiner Meinung nach ein Schwachsinn da er viel effizienter ist als der Benziner ist und auch weniger CO2 ausstößt und um das Problem mit den Stickoxiden in den Griff zu bekommen müsste man den Kraftstoff einfach synthetisch herstellen

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Kommentar von asdfjkll
01.03.2017, 12:59

Schwachsinn. Warum sollte "synthetischer Diesel" weniger Stickoxide produzieren, als normaler Diesel. 

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Kommentar von 556er
01.03.2017, 13:59

Die Stickoxide entstehen durch die hohe Temperatur, und in der Atemluft hat es genügend Stickstoff (71%). Im Diesel hat es keinen Stickstoff.

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