Wäre dann Grönland ein Bundesstaat der USA, wenn es von Donald Trump gekauft worden wär?

37 Antworten

Hi KeinName26,

der Kauf ist in erster Linie höchst unwahrscheinlich, um das mal vorwegzunehmen, da Dänemark bereits in jeder erdenklichen Weise signalisiert hat, dass sie keinerlei Interesse an einem Verkauf besitzen. Allgemein scheint mir die Zeit, in der Länder Staatsgebiete anderer Länder abgekauft haben, auch bereits ein gutes Jahrhundert lang vorbei zu sein.

Aber nehmen wir mal an, Trump bzw. die USA kauften Grönland wirklich. Dann wäre Grönland nicht direkt ein Bundesstaat der USA, sondern ein Außengebiet der USA. Hier gibt es bereits einige, das darf man nicht vergessen. Bekanntestes und auch größtes ist Puerto Rico, die schon seit Jahren anstreben, offizieller Bundesstaat der Vereinigten Staaten zu werden, da dies für sie zum einen einige wirtschaftliche Vorzüge mit sich brächte und ihnen zum anderen auch Mitspracherechte im politischen Prozess einbringen würden. Normale Außengebiete besitzen diese Mitspracherechte fast gar nicht, weshalb Kritiker in dieser Beziehung auch gern von einem quasi kolonialen Modell sprechen, das die USA mit ihren nicht eingebundenen Außengebieten laufen haben.

In jedem Fall müsste es nach dem Kauf erstmal ein Referendum in Grönland geben, ob man Bundesstaat werden will - meiner Meinung nach sollte es selbstverständlich auch ein Referendum zum Verkauf geben, aber das wäre dann auch wieder das Ende aller Kaufpläne, also dies nur am Rande - sollte sich hier eine Mehrheit finden, ginge die Sache an den Kongress und da geht es dann vor allem um politische Erwägungen, wer gerade eine Mehrheit hat und was man sich langfristig davon versprechen kann, die grönländische Bevölkerung in den politischen Prozess einzubinden. Seitens Donald Trump gibt es dieses Interesse wohl eher nicht. Bei ihm sind das wahrscheinlich eher geopolitische Erwägungen und die bloße Hoffnung mit so einem Clou, der ja gewisse Reminiszenzen an den Kauf Alaskas nahelegt, in die Geschichte einzugehen.

Alles aber wie gesagt nur ein Gedankenspiel, denn Grönland wird nicht verkauft. ;)

LG siotaa

Gut erklärt; kurz würde ich sagen: Wer etwas kauft, dem gehört es. Wenn Trump Grönland privat kauft, ist es zunächst ein Stück Grundbesitz. Wenn die USA es kaufen, gehört es denen – das macht es aber noch nicht zu einem eigenständigen Staat.

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@botanicus

Wenn die USA das kauft wer bezahlt das im Namen der USA? Die FED? Aber die ist doch Privat und die USA gehört denen da die USA mehr schulden bei der FED hat als sie jemals zahlen könnten! Also wäre Grönland Privatbesitz der FED!!!

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eifach mal googlen

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Die dänische Ministerpräsitentin hat die einzig sinnvolle Antwort gegeben. Grönland gehört weder der USA noch Dänemark, sondern den Grönländern. Wenn die Grönländer ein Bundesstaat der USA werden möchten, können sie das natürlich. Aber genauso könnten sie auch ein neues deutsches Bundesland werden.

Nö. Der Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland ist so einfach nicht. Passierte bisher zwei Mal: Dezember 1956 (Saarland) und Oktober 1990 (ehemalige DDR). Danach wurde der §23 aus dem Grundgesetz gestrichen (und später durch den Europa-Artikel ersetzt). Eine Erweiterung unseres Staatsgebietes ist im Grundgesetz nicht vorgesehen.

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@Schachpapa

Dann kann also Mallorca doch nicht das 17. Bundesland werden!

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@Ju202

Ebenso wenig, wie die Ernst-Thälmann-Insel, die Fidel Castro damals der DDR geschenkt hat. Das ganze war jedoch nur symbolisch.

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@Schachpapa
Eine Erweiterung unseres Staatsgebietes ist im Grundgesetz nicht vorgesehen.

Das GG schließt aber auch den Beitritt anderer Gebiete nicht ausdrücklich aus.

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@Mike6969
Ebenso wenig, wie die Ernst-Thälmann-Insel, die Fidel Castro damals der DDR geschenkt hat. Das ganze war jedoch nur symbolisch.

Danke für die Erwähnung. Von dieser Insel hatte ich noch nie gehört. Wieder mal was dazugelernt.

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@Schachpapa

Was nicht bedeutet, dass sie unmöglich wäre, falls auf allen Seiten Einvernehmen besteht. Bei Grönland allerdings wäre das nicht sehr sinnvoll, daher ist es kein Ziel der deutschen Politik.

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@Schachpapa

Vielleicht seht ja in einigen Jahren England zum Kauf an... ;-)

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"Der US-Außenminister William H. Seward arrangierte am 9. April 1867 den Kauf Alaskas für 7,2 Millionen US-Dollar(nach heutigem Wert rund 90 Millionen US-Dollar)." (Wikipedia)

Kolonien wurden im 19. Jahrhundert auch gekauft und verkauft, so Alaska von Russland. Es war nicht üblich, die Bewohnerinnen* zu fragen.

Offenbar will Herr Präsident Trump dahin zurück und aus Grönland eine Kolonie machen ...

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Bei Alaska hat es allerdings kannp 100 Jahre gedauert, bis es Bundesstaat wurde, nämlich bis 1959.

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