Wenn sich jemand wie für Jesus hält, weshalb würde der für verrückt erklärt werden?

17 Antworten

Das erinnert mich an eine Frage-Antwort-Abfolge, die ich mal an unbekannter Stelle gelesen habe:

  • Frage: "Wieso gibt es heutzutage keine Heiligen mehr?"
  • Antwort: "Weil es Psychopharmaka gibt"

Vom rationalen Standpunkt aus betrachtet gibt es keinen Grund anzunehmen, dass jemand, der vor 2.000 Jahren behauptete, Gottes Stimme zu hören, geistig gesünder war, als jemand, der es heute macht.

Ob man den Aussagen der Bibel, oder einem modernen Prediger glaubt, ist eine Frage religiöser Überzeugung und hat mit Rationalität wenig zu tun.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person, die behauptet Stimmen zu hören, oder Wunder wirken zu können, psychische Probleme hat, ist deutlich höher, als die Vorstellung, dass plötzlich überall Propheten herumlaufen.

Kann es nicht sein, dass jemand auch solche "Superkräfte" haben könnte wie er und der auch Leute heilen könnte?

Glauben kann man vieles - wissenschaftlich beweisen ist eine andere Sache.

da wir doch alle wissen, dass alles möglich ist.

Längst nicht jeder Mensch "weiß" bzw glaubt diese Aussage.

In der Bibel steht

"Alle Dinge sind möglich, dem der da glaubt" (Markus 9:23)

Das ist vom rationalen Standpunkt aus aber lediglich eine Behauptung.

Sie beweist nicht, dass jeder über Wasser gehen, oder Kranke heilen kann, nur weil er ganz fest daran glaubt.

Es ist allerdings ein schöner Trostspruch für Menschen in schwierigen Lebenssituationen und die motivierende Wirkung solcher religiösen Aussagen auf den Einzelnen sollte nicht unterschätzt werden.

1.  Er würde von vielen nicht für verrückt erklärt werden, das hat es schon gegeben und wird es auch weiterhin geben. Darüber hinaus haben Christen kein Problem damit, dass Christus auch durch Menschen weiterhin wirken kann und Wunder tun kann. Dafür gibt es genug Zeugnisse, dass der lebendige Jesus die Verkündigung des Evangeliums durch Wunder begleitet. Kein Mensch hat "Superkräfte", wenn sie ihm nicht von oben gegeben würden. Allerdings nicht zu seinem eigenen Ruhm, sondern zur Verherrlichung Gottes und damit Menschen umkehren und an das Evangelium glauben.

2.  "Man" kann alles glauben, was die vielen Religionen beweisen. Christen glauben das, was ihnen  geoffenbart wurde und was sie nach den Aussagen Jesu über Gott wissen. Gott existiert seit Ewigkeit als ein Gott in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Jesus ist als die zweite göttliche Person  nach dem Heilsplan Gottes Mensch geworden und dadurch in seiner menschlichen Natur unser Bruder geworden. Die Wunder, die er wirkte, waren kraft seiner göttlichen Natur möglich und nicht, weil er ein "Übermensch" war mit magischen Kräften.

3. Überlegungen, was Gott hätte tun können und warum er es nicht getan hat, sind sinnlos. Gott ist absolut und Er ist, was Er ist. Wenn Er sich Menschen in der Heilsgeschichte offenbart in Jesus Christus, folgen Christen dieser Wahrheit und glauben den Zeugnissen des Neuen Testamentes. Deshalb sind alle menschlichen Vorstellungen und Möglichkeiten irrelevant.

Dafür gibt es genug Zeugnisse, dass der lebendige Jesus die Verkündigung des Evangeliums durch Wunder begleitet

Es gibt solche BEHAUPTUNGEN, aber keine Zeugnisse. Wie soll man das auch beweisen, wenn nicht mal beweisbar ist das es einen Jesus gab?

an das Evangelium

Welches meinst du? Ich kenne 6 und weiß das es ca. 40 weitere gibt bzw. gab.

 "Man" kann alles glauben, was die vielen Religionen beweisen.

Kann man nicht. Etwas was bewiesen wurde kann man nicht glauben, man weiss es dann ja. Und ich wüsste nicht was religionen jemals bewiesen hätten, außer das sie dem Menschen sehr schaden können.

 Christen glauben das, was ihnen  geoffenbart wurde und was sie nach den Aussagen Jesu über Gott wissen.

Christen wurde nichts "geoffenbart", sondern von der Kirche vorgegeben. Aussagen Jesu kennen sie auch nicht, sondern nur die Geschichten aus der Bibel. Und über Gott weiss niemand etwas, da es ihn nicht gibt.

Gott existiert seit Ewigkeit als ein Gott in drei Personen

Und das kannst du wie beweisen?

Der Bibelgott ist ein anderer als der der Christen. Die Trinität ist absolut unbiblisch, denn der Judengott bildete sich aus den Baalen JHWH und EL und ist seit dem babylonischen Exil der EINE Gott gewesen. Ein Jesus oder Messias ist im AT nicht zu finden. Er wurde erst als GESCHÖPF und eigenständige Person im NT benutzt.

folgen Christen dieser Wahrheit und glauben den Zeugnissen des Neuen Testamentes.

Mit "Wahrheiten" hat das nichts zu tun, sondenr nur mit GLAUBEN.

Wie kann man nur so arrogant und überheblich sein, indem man Dinge als "Wahrheiten" bezeichnet, die nachweislich frei erfundene Geschichten darstellen? Damit ist man diskriminierend gegenüber allen anderen Religionen, die ebenfalls ihre "Wahrheiten" haben. Dabei sind sie alle gleichwertig. Ob du nun eine Geschichte über Jesus, Wotan, Herkules, Shiva oder sonst wen erzählst, sie alle sind frei erfunden.

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@wildcarts2
Mit "Wahrheiten" hat das nichts zu tun, sondenr nur mit GLAUBEN.

Der Bezugspunkt des Glaubens ist die Wahrheit. Ob der Bezugspunkt getroffen wird oder nicht, ist ja Glaubensfrage.

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@nobytree2

Nöh. 

Der Bezugspunkt des Glaubens ist die geglaubte Wahrheit.

Oder: der zur Wahrheit hochstilisierte Glaube.

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@wildcarts2

Welches meinst du? Ich kenne 6 und weiß das es ca. 40 weitere gibt bzw. gab.

Als "Evangelium" werden nicht nur die Bücher bezeichnet, es gibt auch den Oberbegriff "das Evangelium", so wie er hier verwendet wurde, mit der Bedeutung "die frohe Botschaft". Das ist dir als "Religionskenner" sicherlich bekannt. Guckst du hier: http://www.duden.de/rechtschreibung/Evangelium

Die Trinität ist absolut unbiblisch

Damit hast du Recht.

Ein Jesus oder Messias ist im AT nicht zu finden.

Damit schon nicht mehr...

Wie kann man nur so arrogant und überheblich sein, indem man Dinge als "Wahrheiten" bezeichnet, die nachweislich frei erfundene Geschichten darstellen? Damit ist man diskriminierend gegenüber allen anderen Religionen, die ebenfalls ihre "Wahrheiten" haben.

Wie kann man nur so arrogant und überheblich sein, indem man Dinge als "nachweislich frei erfundene Geschichten" bezeichnet, die Wahrheiten darstellen? Damit ist man diskriminierend gegenüber allen Religionen und seriösen Historikern.

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@Quietsche

In der Offenbarung wird Jesus als das A und das O bezeichnet, der da ist, der da war und der sein wird. Und siehe er war tot und ist lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Das menschliche Verständnis von Sohn bezieht sich bei Jesus allenfalls auf die Tatsache, dass Jesus Mensch wurde. Er legte seine Göttlichkeit ab und nahm Knechtsgestalt an. Vorher war er wie der Vater und der Heilige Geist auch Gott. Als Gott hätte er aber nicht für uns sterben können, denn Gott ist unsterblich. Aus diesem Blickwinkel wird sein Opfer noch größer, und wer ihn nicht anbeten will, der wird auch nicht vor dem Thron Gottes sein, wie es in der Offenbarung geschildert wird.

Dass Jesus nicht im AT zu finden ist, ist nur eine Annahme. Denn am Anfang sprach Gott: Lasset "uns" Menschen machen. Er sagte nicht: Ich will Menschen machen. Wer war dann das "Uns". Deshalb und aus vielen anderen sachlichen Aussagen stimmt die Theorie der ZJ nicht mit der Bibel wirklich überein. Nur wer weiß das schon!

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Jesus und Jesus ist zweierlei. Der Jesus der Bibel ist in meinen Augen eine Erfindung, wer sich für den hält, ist verrückt.

Wenn Du den "echten" Jesus kennenlernen willst, lies das Thomasevangelium. Dieser Jesus sagt:

"Wer aus meinem Mund trinkt, wird werden wie ich, ja ich selbst werde zu ihm und das Verborgene wird ihm klar."

Dieser Jesus hat sich für einen Sohn des "lebendigen Vaters" gehalten, aber nicht für den einen Sohn.

Literatur:

J. Phatre, Die gute Botschaft der Menschenfresser. 2014


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