Wenn sich alles aus Amöben entwickelt hat, warum gibt es dann noch Amöben?

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6 Antworten

Woher hast Du das? Amöben sind eine bestimmte Gruppe von Einzellern, aber keineswegs Urahn aller anderen Taxa.

Ich weiß natürlich, worauf Du hinaus willst. Normalerweise hört man diesen logischen Fehler im Zusammenhang mit Affen, aber die Erklärung ist genau die Gleiche.

Ein Beispiel: Das Auto ist aus der Kutsche enstanden. Warum also gibt es immer noch Kutschen?

Merkst Du den logischen Fehler in dieser Betrachtung?

Heutige Kutschen und heutige Autos haben einen gemeinsamen Vorfahren ist alten Kutschen.

Das Leben ist ein sehr verzweigter Baum. Wenn ein Ast an einem Baum sich teilt, entstehen zwei neue Äste, die sich verschieden weiter entwickeln. Der ursprüngliche Ast, aus dem sie gesprossen sind, ist aber immer noch da.

Am Beispiel unserer Geschichte stellt sich das so dar: wir haben einen gemeinsamen Vorfahren mit den heute noch lebenden Menschenaffen. Aus welchem Grund auch immer wurden zwei Gruppen dieser Vorfahren, die noch ganz gleich waren, getrennt und haben sich unterschiedlich entwickelt.

Auch die anderen Menschenaffen sind gegenüber dem Vorfahr in vieler Hinsicht anders, ihm aber noch viel näher in vielen Merkmalen als wir. Die Verwandschaft mit diesem Urahn sieht man ihnen eher an als uns.

Aber wir müssen solche Verwandtschaften nicht durch das Aussehen bewerten. Molekulargenetik kann das sehr zuverlässig.aufschlüsseln.

Es enstehen also ständig aus einer Art im Verlaufe der Evolution mehrere andere Arten. Sie teilen sich die Vorfahren ab einem bestimmten Punkt rückwärts.

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Kommentar von Abahatchi
06.01.2016, 17:58

und wo ist der philosophische Anteil der Antwort?

Nach Albert Einstein, Mozart und Leonardo da Vinci, warum gibt es dann noch dumme Kinder?

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Weil es für Amöben zwar nur begrenzte, aber immer noch vorhandene ökologische Nischen gibt.

Neue Arten brauchen die neuen Nischen ja, um der Konkurrenz in der bisherigen Nische auszuweichen. Die alte Nische wird dadurch ja nicht unbrauchbar.

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Mindestens 2 mentale Webfehler sind dir unterlaufen: 1. den Ursprung des Lebens ausschließlich auf Amöben zurückzuführen und 2. anzunehmen, dass ein "Ausgangsträger" bei Wandel dann selbst verschwindet. Das ist unlogisch und nicht stichhaltig.

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Es hat sich alles aus Einzellern entwickelt, nicht aber aus Amöben.

Deine Frage lässt sich so einfach beantworten wie diese:

Wenn sich Amerikaner aus Briten entwickelt haben, warum gibt es dann noch Briten?

Ganz einfach, weil die eine Art ihren einstmals natürlichen Lebensraum verlassen und sich individuell in etwas anderes entwickeln konnte, während die andere Art im Lebensraum blieb und eine andere Entwicklungsrichtung einschlug.

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Kommentar von Abahatchi
06.01.2016, 18:00

Es hat sich alles aus Einzellern entwickelt

Könntest Du diese Aussage nochmals überdenken? Bakterien sind keine Einzeller aber Lebewesen und es gibt verschiedene. 

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Wenn Engländer nach USA ausgewandert sind, warum gibt es dann immer noch Engländer?

Solange es noch Lebensräume für Amöben gibt, und nicht alle gefressen wurden, wird es auch weiterhin welche geben.
(wobei noch zu klären wäre, ob die heutigen Amöben sich nicht von den damaligen unterscheiden - weiss ich aber als Nichtbiologe nicht)

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Weil die Abspaltung eines Teils einer Spezies, der sich neue Umweltbedingungen erobert, nicht bedeutet, dass der andere Teil der Spezies, der ja jetzt weniger Konkurrenz hat, es sich nicht prächtig in seinem jetzt nicht mehr überbesetzeten Biotop einrichtet.

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Kommentar von mychrissie
06.01.2016, 12:33

Überarbeitete Version meiner Antwort:

Manchmal spaltet sich Teil einer Spezies ab, weil er mutiert ist, sich neue, passendere Umweltbedingungen sucht und sich dort in eine ganz andere Richtung entwickelt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der andere Teil der ursprünglichen Spezies, der ja jetzt weniger Fresskonkurrenz hat, es sich nicht prächtig in seinem jetzt nicht mehr überbesetzten Biotop einrichten kann.

Vielleicht steigert die Evolution die Mutationsrate sogar, um mit neuen Spielarten von Lebeweseneine größere Variation herbeizuführen.

Ende der Sachdiskussion, es folgt "authors message":

Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit von Lebewesen macht das Leben ja erst lebenswert, mag montags auf Dresdens Plätzen auch anderes verkündet werden.


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