Wenn sich alle Religionen verstehen würden, gäbe es dann Frieden?

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13 Antworten

Dass die Religionen einander verstehen, ist nicht so wichtig. Es würde ausreichen, wenn sie einander mit Respekt begegneten.

Viel wichtiger ist, dass jeder Mensch sich klar macht, dass Religion Glaubenssache ist - man also gar nicht wissen kann, was wirklich richtig oder von Gott gewollt ist.

Dazu gehört auch, zuzugeben, dass Gottes Existenz weder beweisbar noch widerlegbar ist.

Bedenke auch: Es gibt keine allen Religionen und Weltanschaungen gemeinsame Definition dessen, was wir als Gott bezeichnen. Gott und seine Eigenschaften sind Glaubenssache. Und Glaube ist stets nur Überzeugung - niemals aber Wissen.

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Kommentar von Hyaene
17.01.2017, 07:46

"man also gar nicht wissen kann, was wirklich richtig oder von Gott gewollt ist." 

Genau das ist das, was mich an vielen Gläubigen stört. Dass sie, pardon, die Dreistigkeit besitzen, wissen und auch anscheinend bestimmen zu wollen, was ein übermenschliches Wesen vorhat. 

"dafür wirst du in die Hölle kommen!", "Dafür wird dich Gott richten!", usw... 

Ich finde es irgendwie eine Unverschämtheit, dass man sich dann als Gott aufführt oder zumindest als sein Sprecher.

Ich denke, das sollte man mal bitte Gott selbst überlassen, was er mit seinen "Anhängern" vorhat. So viel Respekt sollte man schon vor ihm haben, wie ich finde.

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Grüß Dich derkuhn!

Das wäre zumindest schon ein starkes Stück besser. Es gibt doch aber auch andere, nichtreligiöse Gründe, warum sich Völker in die Haare bekommen. Da spielen z.B. Macht und Handel eine Rolle sowie geostrategische Gründe. Letztere haben auch Einfluss und haben damit natürlich auch mit Macht zu tun. Das gilt für eine aggressive Politik. Damit wird natürlich die Verteidigung derjenigen auf den Plan, die sich dann schützen müssen.

Frieden ist aber noch lange nicht die Abwesenheit von Krieg, dazu gehört mehr. Es kommt dafür auf ein wohlwollendes, respektierendes und vielleicht auch auf ein gegenseitig förderndes Verhalten an. Dann kann sogar Freundschaft entstehen.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Kommentar von Hyaene
17.01.2017, 08:47

Da gebe ich dir schon Recht. 👍 

Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass es nicht nur Kriege der Gier wegen, sondern auch aus Not gibt. Wir leben hier in einem Luxusland, indem wir auch einfach mal zum Kühlschrank gehen können, wenn wir Hunger haben. Das können sich viele Menschen, weit weg von hier, gar nicht vorstellen. Hier brauchen wir keine Angst zu haben, dass unsere Nahrung durch andere zu knapp wird oder es zu wenig Ärzte gibt und hat man nicht gesehen. Woanders wird täglich um's Überleben gekämpft, während wir hier im GF diskutieren und philosophieren. 😀 


Auch kann ich nicht jede Kultur tolerieren. Alles, was anderen schadet, finde Ich nun mal nicht gerade toll. Ob Zwangsheirat, Unterdrückung eines Geschlechts oder Zwangsbeschneidung (bei beiden Geschlechtern). Mir ist es auch, ob es aus persönlicher Überzeugung oder Religion und/oder Kultur passiert. Es ändert nichts an den Tatsachen, dass Menschen leiden mussten oder noch müssen. Da kann man mir auch 10 mal sagen, dass man doch andere Kulturen zu tolerieren hat. Nicht selten ist es nämlich umgekehrt nicht ansatzweise der Fall. 

Solange man mich aber mit Respekt behandelt, sich an unsere Gesetze hält und niemand anderen schadet, solange ist es mir auch piepegal, welche Religion, Hautfarbe oder Herkunft man hat. 

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Hallo derkuhn,

die Religionen können untereinander so einig sein, wie sie wollen. Da die Menschen aber unvollkommen sind, ist es einfach Realität, dass irgendwo dann Unfriede herrscht.

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Kommentar von Hyaene
17.01.2017, 07:48

Eine RELIGION wird aber nun mal von MENSCHEN gemacht und gelebt, denn ohne MENSCHEN kann es keine RELIGION geben.

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Hallo Derkuhn,

ein Richter verurteilt einen Täter unter Beachtung des Tatmotivs. Er hat also "verstanden", warum dieser seine unrechte Tat ausführte, beispielsweise vorsätzlich.

"Versehen" alleine wird den Weltfrieden nicht bringen. Verstehen setzt nicht zwingend Toleranz voraus. 

Frieden ist dabei mehr noch als die Abwesenheit von Krieg!

Was noch hinzu kommen mag: 

Wenn alle Religionen sich verstehen (also kennen): Kann denn jede Religion recht haben wenn sich deren Lehren widersprechen?

Solches tolerant auszudiskutieren erfordert etwas, was leider vielen Menschen abgeht. Und dann: Viele "wollen" gar nicht darüber reden.

Wenn es keine Religionen gäbe, dann gäbe es dennoch Kriege - ganz bestimmt. Z.B. aus Gründen der Macht oder des Reichtums. 

Ja - gibt es denn dann keinen Weg zum Weltfrieden?

Ja doch - die Bibel beschreibt ihn: 

Die Bibel sagt warum die Menschen es nicht schaffen werden den Weltfrieden herzustellen. Die Bibel zeigt das heute nicht der lebendige Gott im Himmel "herrscht" sondern das ein anderes mächtiges Geistwesen die Menschheit zu beherrschen sucht, aus egoistischen Beweggründen heraus.

Die Bibel zeigt, wie durch Jesus Christus der Weltfrieden herbei geführt werden wird.

Tipp: Einfach mal googeln

Warum lohnt sich ein genauer Blick in die Bibel jw

Stell Dir vor alle Menschen würden ihr Leben nach folgenden biblischen Regeln ausrichten:

Lukas 6:31 31 Und wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun, so tut auch ihnen.

Lukas 6:27 Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen, 28 die zu segnen, die euch fluchen, für die zu beten, die euch beleidigen. 

Lukas 6:35 . . .Dagegen fahrt fort, eure Feinde zu lieben und Gutes zu tun und [ohne Zins] zu leihen, ohne etwas zurückzuerhoffen;. . .

Also auch keine Staatsverschuldung mehr! Daher als Grundsatz:

5. Mose 15:1 . . .Am Ende von je sieben Jahren solltest du einen Erlaß gewähren. 2 Und dies ist die Art des Erlasses: Jeder Gläubiger erlasse die Schuld, die er seinen Mitmenschen machen läßt.. . .

5. Mose 15:4 . . .Es sollte jedoch keiner unter dir arm werden, . . .

Wenn man es nicht tut (also entsprechend handelt), dann wird es nix.

Jakobus 2:17 . . .Ebenso ist der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot.

Beste Grüße

JensPeter

 

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Kommentar von JensPeter
04.02.2017, 22:38

Da ist mir noch etwas eingefallen, Derkuhn:

In Kriegen töteten sich sogar Katholiken (also die Angehörigen der gleichen Religion) gegenseitig, wie im II Weltkrieg (Frankreich, Deutschland). Ebenso evangelische Soldaten. 

Und wie ist es unter den Muslimen?

Schiiten, Sunniten - also Angehörige des Islam: Krieg, Terror und Tod. 

Die christliche Lehre besagt:

Matthäus 19:19 . . .Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst‘.“ 

Wie ist das dann mit den echten Nachfolgern Christi untereinander?

Johannes 13:34 Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, daß auch ihr einander liebt. 35 Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“

Echte Christen sollten bereit sein füreinander zu sterben.

Das wäre das echte Erkennungsmerkmal.

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Wenn die Religionen einhalten würden was sie in Friedenszeiten predigen, dann ja. Leider ist Frieden nicht das was Religionen wollen, sondern Macht und damit es an der Spitze einsam bleibt, müssen Konkurrenten vernichtet werden.

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Aus Religionen entstehen mitunter auch verschiedene Kulturen, welche nun mal nicht immer miteinander harmonieren, weil nun mal einige Kulturen andere Werte haben, als andere. Und da geht es schon oftmals los. 

Dass sich unterschiedliche Religionen gegenseitig tolerieren, das wird wohl schwierig werden. Wenn, dann akzeptieren. Schließlich sieht man seine eigene Religion als die Höchste und Beste an. Und so will man sie dann auch an andere weitergeben. Schnell wird dann aber die andere Religion zum Konkurrenten. Bums, es knallt.

Gäbe es keine Religionen, so denke ich, würde es wesentlich weniger Kriege geben. Allerdings wäre die Welt mit Sicherheit noch nicht friedlich, denn dann würde es mit Territorialkriege weitergehen, die es ja auch schon so gibt.  

Gier, Korruption, aber auch Not, würde es auch ohne Religionen geben.

Was auf alle Fälle für mehr Frieden führen könnte, wäre weniger Heuchelei, sondern mehr Ehrlichkeit - durch ehrliche und sachliche Kritik, kann auch mal Aufklärung entstehen - und auch gegenseitige, nicht einseitige, Toleranz und Akzeptanz. 

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Für Weltfrieden müsste sich die Einstellung und das Verhalten der Menschen ändern.

Ausserdem bräuchten wir dazu eine Weltregierung, die durch und durch gut ist. 

Es klingt paradox: christliche Religionen beten im "Vater-Unser" für genau diese Weltregierung ("Dein Reich komme" / Mat. 6:9, 10). Gleichzeitig segnen sie die Waffen des Landes, in dem sie beheimatet sind.

Daran ist nicht die Bibel schuld. Denn dort wird eine Zeit vorhergesagt, in der Frieden herbeigeführt wird — allerdings nicht durch menschliche Bemühungen. 

In Psalm 46:9 heißt es über den Schöpfer: „Kriege lässt er aufhören bis an das äußerste Ende der Erde.“ 

Wie wird Gott das tun? Durch sein Königreich (siehe "Vater-Unser"). 

Dieses Reich ist nicht etwa ein schwer definierbarer Zustand im Herzen, sondern es ist eine wirkliche Regierung, durch die Gott von einem Ende der Erde bis zum anderen Frieden schaffen wird. 

Der Prophet Jesaja sagte unter Inspiration voraus, die Untertanen dieser Regierung würden „den Krieg nicht mehr lernen“ (Jesaja 2:4). 

Ein weltweites Bildungsprogramm wird die Menschen lehren, in Frieden zu leben; und sie werden „ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern“.

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Selbst dann gäbe es diesen nicht.

Menschen wollen Macht ausüben unabhängig von Religion oder Herkunft.

Geld und Macht ist der Grund weshalb es soviel Leid auf Erden gibt.

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Nein, da es viele Kriege gibt, die nicht auf Unstimmigkeiten zwischen Relogionen zurückzuführen sind.

Es geht auch oft um politische Sicht, Rohstoffe etc.

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Es wäre vielleicht besser, aber ich glaube nicht, dass der Weltfrieden dadurch erreicht wäre!

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nein, denn religion hat nichts mit verstehen zu tun, sondern ausschließlich mit glauben

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Vermutlich nicht, da viele Kriege mit religiösem Grund meistens doch nur aus Machtinteresse geführt werden.

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Das ist nicht möglich, sind doch die "Religionen" alle "aus einer Hand" (Offb.12,9; 2.Kor.11,14).

Frieden wird es erst geben, wenn alle Religionen abgeschafft wurden (Offb.20,2) und damit der "Gott dieser Welt" (2.Kor.4,4; Offb.17,1-5) nicht mehr regiert.

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