Wenn Satan Gott dieser Welt ist, wieso befiehlt Paulus, dass die Gläubigen sich ihm unterordnen müssen?

 - (Politik, Religion, Christentum)

Das Ergebnis basiert auf 21 Abstimmungen

Sonstiges:... 33%
Die Regierungen sind alle vom Satan gebildet! 23%
Das ist anders gemeint, nämlich... 14%
Das ist alles nicht wahr. 9%
Die Bibel ist wahr! 9%
Das hat nur zur Zeit der Römer gegolten! 4%
Paulus war ein römischer Agent! 4%

18 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Sonstiges:...

Jesus sagte, dass dem Pilatus dessen Gewalt „von oben her“ gewährt worden war (Joh. 19:11). Und für Paulus waren die politischen Gewalten seiner Tage in ihren Stellungen „von Gott angeordnet“ (Rö. 13:1).

Wie ist das damit zu vereinbaren, dass Jesus Satan den „Herrscher dieser Welt“ nannte und Paulus ihn als den „Gott dieses Systems der Dinge“ bezeichnete? (Joh. 12:31; 16:11; 2. Kor. 4:4)

Gott übergab Satan die Herrschaft über die Welt insofern, als er ihm gestattete weiterzuleben, nachdem er rebelliert und Adam und Eva dazu verleitet hatte, sich gegen Gottes Souveränität aufzulehnen (1. Mo. 3:1-6).

Das, was Jesus und Paulus sagten, muss daher so zu verstehen sein, dass Gott den ihm entfremdeten Menschen gestattete, Herrschaftsstrukturen zu entwickeln, die es ihnen ermöglichen würden, in einer geordneten Gesellschaft zu leben, nachdem das erste Menschenpaar in Eden die Theokratie oder Gottesherrschaft verworfen hatte.

Jehova Gott hat manchmal den Sturz bestimmter Herrscher oder Regierungen verursacht, um seinen Vorsatz zu verwirklichen (Dan. 2:19-21). Andere ließ er an der Macht.

Von Herrschern, deren Vorhandensein Jehova duldet, kann gesagt werden, dass sie „in ihren relativen Stellungen als von Gott angeordnet“ stehen.

Deshalb ordneten sich Christen im 1. Jh. der römischen Ordnung unter, soweit von ihnen nichts verlangt wurde, was den Grundsätzen Gottes zuwiederlief.

Die Römer hielten Recht und Ordnung aufrecht. Deshalb herrschten Verhältnisse, die es den Christen ermöglichten, die gute Botschaft weit und breit zu verkündigen, wie Jesus es geboten hatte (Mat. 28:19, 20).

Wie der Kontext von Römer 13 zeigt, legt Gott — nicht die obrigkeitliche Gewalt — fest, was Gut und was Böse ist. Wenn daher der römische Kaiser oder irgendein anderer politischer Machthaber etwas forderte, was Gott verbot, oder im umgekehrten Fall etwas verbot, was Gott forderte, handelte er nicht mehr als Gottes Diener.

Jesus erklärte: „Zahlt . . . Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott“ (Mat. 22:21). Falls der römische Staat etwas verlangte, was Gott zustand, wie zum Beispiel Verehrung oder das Leben einer Person, hielten sich wahre Christen an den Rat der Apostel: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg. 5:29).

Die Weigerung der ersten Christen, den Kaiser zu verehren und Götzendienst zu praktizieren, ihre christlichen Zusammenkünfte aufzugeben und das Predigen der guten Botschaft einzustellen, brachte Verfolgung über sie.

Es wird allgemein angenommen, dass Paulus auf Befehl Kaiser Neros hingerichtet wurde. Auch andere Kaiser, besonders Domitian, Mark Aurel, Septimius Severus, Decius und Diokletian, verfolgten die ersten Christen. Solange diese Kaiser und die ihnen unterstehenden Staatsvertreter Christen verfolgten, handelten sie gewiß nicht als „Gottes Diener“.

All das macht deutlich, dass die politischen obrigkeitlichen Gewalten in mancher Hinsicht zwar als „Anordnung Gottes“ amten, um die Ordnung in der menschlichen Gesellschaft aufrechtzuerhalten, aber trotzdem ein Teil des weltlichen Systems der Dinge bleiben, dessen Gott Satan ist (1. Joh. 5:19).

Sie gehören zu der weltweiten politischen Organisation, die in Offb. 13:1, 2 durch ein „wildes Tier“ dargestellt wird. Das Tier erhält seine Macht und Gewalt von dem ‘großen Drachen’, Satan, dem Teufel (Offb. 12:9). Logischerweise ist daher die Unterordnung der Christen unter solche Gewalten nicht absolut, sondern relativ.

LG ...

(unter Zuhilfenahme von ZJ-Lit.)

Danke für das Sternchen ...

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Sorry, wo steht, dass sich die Menschen dem "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) "unterordnen" müssen ??

Dort steht, dass Satan die Menschheit verblendet hat, damit die "Gottes Wahrheit" (Joh.17,17) nicht sehen !

"Röm.13,1-2" beschreibt, dass die Menschheit, die unseren Gott verworfen hat (1.Sam.8,7), nun ihrem "König" (Staat) gehorchen muss (1.Sam.10,12-13).

Auf alle Fälle sollten wir unserem ewigen Gott mehr gehorchen als anderen Einflüssen (Apg.5,29).

Sonstiges:...

die Voraussetzungen stimmen schon nicht:

In meiner Übersetzung (Einheitsübersetzung) steht: Denn der Gott dieser Weltzeit hat das Denken der Ungläubigen verblendet. So strahlt ihnen der Glanz des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, der Gottes Bild ist, nicht auf.

Da ist weder von Staat noch von Satan die Rede.

Das man hier etwas gleichsetzt, ist aber lediglich Interpretation der Zeugen Jehovas.

Genau das habe ich mir auch gedacht. Beste Antwort hier.

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Nimm diese Satanische Übersetzung und verbrenne sie so schnell es geht. Die Täuschung ist größer, als man sich vorstellen kann, und je moderner die Übersetzungen sind, desto falscher sind sie.

Am ehesten geht noch Schlachter2000, Elberfelder, Luther, wobei ich bei meiner Schlachter2000 immer mehr merke, dass etwas nicht stimmt.

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@7bjoern7

Das ist ein typisches mittelalterliches Argument: Wenn es so überzeugend ist, dass man ihm nicht widersprechen kann, dann muss es ja satanisch sein.

Schlachter-Bibel: bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, sodass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist.

Luther-Bibel: den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.

Elberfelder: den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt5 den Sinn6 verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen.

Sonst noch Wünsche?

Gegenfrage: Wonach beurteilst du, welche Übersetzung richtig ist?

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@Nadelwald75

Ich bin nicht fähig, die richtige Version zu beurteilen, aber die falschen, bei denen zeigt es mir der heilige Geist.

Was mich bei der Schlachter das erste mal kritisch werden lies ist die Übersetzung von "Science"

1Tim 6,20 O Timothy, keep that which is committed to thy trust, avoiding profane and vain babblings, and oppositions of science falsely so called

O Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, meide das unheilige, nichtige Geschwätz und die Widersprüche der fälschlich so genannten »Erkenntnis«1 (die Randbemerkung sagt Gnosis)

Gnosis = Wissenschaft?

In meiner alten Luther steht wenigstens noch Kunst drin und ist damit am nächsten dran. Aber hier Gnosis reinzuinterpretieren ist definitiv eine falsche Absicht um vom wahren Inhalt abzulenken.

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@7bjoern7

Da gehst du am besten mal an den griechischen Ursprungstext. Und da steht eben doch (Genitiv) Gnosis drin, also keine Interpretation:

Ὦ Τιμόθεε, τὴν παραθήκην φύλαξον ἐκτρεπόμενος τὰς βεβήλους κενοφωνίας καὶ ἀντιθέσεις τῆς ψευδωνύμου γνώσεως,....

Der heutige Begriff Gnosis als philosophische Richtung ist damit nicht vergleichbar, schon gar nicht bedeutet er "Wissenschaft".

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@Nadelwald75

Diverse Übersetzungsmaschinen übersetzen das Wort als Wissen, Kenntnis.

Das Wort muss nicht auf die Gnosis bezogen sein.

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@7bjoern7

Das würde ja dann auch der Schlachterbibel nicht widersprechen.

Man kann allerdings nicht an den griechischen Text mit Übersetzungsmaschinen herangehen. Die sind manchmal ziemlich miserabel.

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Fairerweise muss gesagt werden, dass der Fragesteller das Wort „Satan“ in Klammern eingefügt hat. Das steht im Original nicht so drin, dient aber dem besseren Verständnis. Denn dass Satan der „Gott dieser Welt“ ist, geht aus der Versuchung des Satan hervor, in der er dem Christus für einen Akt der Anbetung „alle Königreiche dieser Welt“ anbietet (Mat. 4:9).

Logischerweise kann Satan nur das anbieten, was ihm auch gehört. Und Jesus bestreitet nicht, dass ihm diese Königreiche gehören.

In Joh. 14:30 bestätigt Jesus diesen Gedanken: „Viel werde ich nicht mehr mit euch reden können, denn der Herrscher dieser Welt ist schon gegen mich unterwegs.“

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@OhNobody

Hallo OhNobody, danke für die Bestätigung: „ist aber lediglich Interpretation der Zeugen Jehovas.“

Das ergibt sich gut aus einigen Schlüsselformulierungen:

…steht im Original nicht so drin…

…dient aber dem besseren Verständnis….

…geht aus …. hervor,…

…Logischerweise….

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@Nadelwald75

Die zitierten Bibeltexte lassen keinen Interpretationsspielraum. Satan ist der Herrscher dieser Welt:

“Wir wissen, dass wir von Gott stammen; doch die ganze Welt ist in der Gewalt des Teufels.“ (1. Joh. 5:19; GNB)

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LG

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