Wenn nichts schneller ist als Licht, warum seh ich dann bitte weit entfernte Sterne am Himmel?

10 Antworten

Ich denke, dass du das Konzept "sehen" nicht ganz verstanden hast.

Solange dein wahrer Name nicht Cyclpos ist und deine Augen Laserstrahlen verschießen (*pew* *pew*), dürften deine Augen lediglich das sehen, was an Lichtteilchen (Photonen) auf diese trifft. Treffen keine Lichtteilchen auf deine Netzhaut, ist es wohl um dich herum zu dunkel oder du hast die Augen zu.

Du siehst das Licht daß ein weit entfernter Stern vor einem bestimmten Zeitraum ausgesandt hat. Ist ein Stern zb 300 Lichtjahre entfernt siehst du ihn wie er vor 300 Jahren war. Wenn ein Stern 9000 Lichtjahre entfernt ist siehst du ihn wie er vor 9000 Jahren war. Die Andromeda - Galaxie sieht man wie sie vor 2,25 Millionen Jahren war.  Sogar die Sonne sieht man wie sie vor 8 Minuten war. Man sieht Sterne wie sie in der Vergangenheit aussahen. Ein Blick in den Nachthimmel ist auch ein Blick in die Vergangenheit. Manche Sterne die man sieht existieren schon gar nicht mehr. einige explodierten in einer Supernova bevor das Licht das sie ausstrahlten bei uns ankam. 

Der Grund liegt darin, dass du mit einem Teleskop genau genommen nicht in die Ferne sondern in die Vergangenheit guckst. Je weiter entfernt ein Stern ist, umso "älter" ist das Licht, das bei uns ankommt.

Genau aus dem Grund suchen Astronomen besonders weit entfernte Galaxien, weil deren Licht schon so alt ist, dass man heute noch sehen kann, was unmittelbar nach der Entstehung des Universums ablief. Ob diese Galaxien heute überhaupt noch existieren, kann keiner sagen.

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