Wenn mich jemand schupst oder so und ich eine gefahr darin sehe das er mich jetzt angreifen könne, dürfte ich ihn dann zurück schlagen?

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6 Antworten

Allein das Schubsen oder Bedrängen einer Person ist aus meiner Sicht noch keine ausreichende Rechtfertigung für die Anwendung körperlicher Gewalt.

Es ist kein unmittelbarer Angriff, sondern hat eher nötigenden Charakter, es ist belästigend und störend.

Deeskalation

Zunächst sollte immer versucht werden, die Situation verbal zu deeskalieren, etwa indem man deutlich klar macht, dass damit aufgehört werden soll.

Leider steigern sich solche Schubsaktionen häufig, da meist eine Gruppe anwesend ist und man sich der geschubsten Person überlegen fühlt.

Distanzierung

Wird die Situation zunehmend offensiv, kann man sich gegen diese Übergriffe distanzieren - man schiebt den Arm entschieden von der eigenen Schulter.

Man sollte zu diesem Zeitpunkt nicht zu offensiv agieren, da noch kein echter Angriff vorliegt und eine Putativnotwehr vermieden werden sollte.

Verteidigung

Bei einer aggressiven Handlung kann dann eine angemessene Verteidigung erfolgen - es sollte keine übertriebene Gewalt Anwendung finden.

Es ist ein Unterschied, ob ich nach  einem Schubsversuch die Person in einem Armhebel fixiere, sie mit einem Fußfeger von den Beinen hole, oder eine gefährliche Technik mit hohem Verletzungspotential anwende.

Also sollte im Verteidigungsfall ein Notwehrexzess, bei der die Verhältnismäßigkeit überschritten wird, grundsätzlich vermieden werden.

Konfliktvermeidung

Wenn man häufiger in solche Situationen gerät - wie es beispielsweise Mobbing-Opfer immer wieder berichten - dann sollte man sich fragen, weshalb das der Fall ist.

Welchen Eindruck vermittelt man, dass man Ziel solcher Belästigungen und womöglich sogar Angriffe wirkt? Erweckt man den Anschein "leichte Beute" zu sein, oder tritt man übertrieben arrogant auf und provoziert diese Reaktionen?

Durch angemessenes Verhalten vermeidet man nämlich sehr häufig, überhaupt erst in solch eine Situation zu kommen.

Übrigens bin ich kein Jurist, sondern gebe hier lediglich meine persönliche Meinung wieder.

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Bin juristisch auch nur halbgebildet, aber meines Wissens nach sieht es so aus.

Wenn dich jemand schubst, hast du keinen Grund zur Notwehr. Der Angriff ist ja schon vollendet und kann nachträglich nicht mehr verhindert werden. Der Angriff muss "gegenwärtig" sein. Du benutzt ja das Wort "zurückschlagen" und genau das ist nach dem Notwehrparagrafen nicht gedeckt. Zurückschlagen wäre hier eine Straftat deinerseits.
Du darfst dich nur wehren, wenn ein Angriff unmittelbar bevorsteht und du ihn nicht anders als mit Gewalt verhindern kannst.
Die reine Vermutung, da könnte ein Angriff kommen, reicht nicht aus. Prophylaktische Notwehr gibt es nicht. Es heißt nicht umsonst Notwehr, du musst dich in echter Not befinden. Allerdings räumt das Gesetz auch eine gewisse Irrtumsmöglichkeit ein.

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Ich denke mal, wenn dich jemand schubst, ist es kein Problem ihm zu sagen, dass wenn er es wieder tut, du dich körperlich wehrst, und es ihm leid tun wird.

Notwehr muss immer angemessen sein. Ein einfaches "schupsen" ist noch kein Grund ihn auszuknocken. 

Ich persönlich würde aber bei einem zweiten "schupsen" dafür sorgen, dass er es kein drittes mal tut, auch ohne die rechtlichen Konsequenzen zu überlegen.

Ist aber Ansichtssache.

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Wenn er dich attackiert, hast du das gute Recht dich zu wehren, aber nur in einem bestimmten ausmaß

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xPaetti 30.04.2016, 11:51

Na du darfst ihn nicht wenn er dich nur leicht berührt gleich 10 knochen brechen^^ kannst du dir ja denken^^

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Notwehr ja aber muss angemessen sein bzw verhältnismäßig

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Naja wenn du Beweise hast, dass er dich 100% schlagen wollte kannst du das machen

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