Wenn meine Haftpflicht einen Schaden ablehnt zu bezahlen, muß ich das dann privat bezahlen?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
siehe Kommentar von niaweger am 29. September 2009 17:34
zu Antwort von ChrisTralins am 28. September 2009 15:20

Sehr ausführlich und hilfreich, vielen Dank!

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@MMCKueken

Danke für deine Auswahl als hilfreichste Antwort! Der besseren Übersicht halber kopiere ich meinen Originalkommentar noch einmal an diese Stelle, damit man sie nicht erst raussuchen muss:
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Wenn das ganze von der Sachlage her ein Haftpflichtschaden ist, dann kann die Haftpflichtversicherung die Zahlung nur dann ablehnen, wenn du entweder grob fahrlässig oder sogar vorsätzlich gehandelt hast (dann musst du den Schaden trotz Ablehnung der Versicherung selber bezahlen) - oder wenn du für den Schaden nicht haftbar zu machen bist (wenn die Versicherung mit dieser Begründung eine Zahlung verweigert, kannst du das mit derselben Begründung auch).
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Wenn es Schäden sind, die deine Kinder verursacht haben, musst du unbedingt auf die 7-Jahres-Grenze achten: Kinder unter sieben Jahren können noch nicht selbst für ihre Taten haften, da sie im Allgemeinen die Tragweite ihrer Handlungen überhaupt noch nicht einschätzen können. Daher sind diese Kinder selbst auch in der Familienhaftpflicht nicht mitversichert. Wenn du allerdings in deiner Schadensmeldung angibst, dass DU DEINE AUFSICHTSPFLICHT VERLETZT HAST, dann bist DU im Endeffekt auch haftbar, und dann muss die Versicherung bezahlen.
Für Schäden, die durch Kinder unter sieben Jahren entstanden sind, kommt die Versicherung nur dann auf, wenn die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.
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Kinder, die sieben Jahre oder älter sind, sind in der Familienhaftpflicht selbst drin, da sie in gewissen Grenzen für ihre Taten selbst verantwortlich sind - wird dem Kind allerdings eine zu große Verantwortung auferlegt, für die es altersbedingt noch gar nicht verantwortlich sein kann, dann müssen die Eltern wiederum zugeben, ihre Aufsichtspflicht verletzt zu haben...

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meine Sicht der Dinge: wenn du nachweislich grob gegen deine Aufsichtspflicht gegenüber deinen Kindern verstoßen hast, kannst du zum Schadensersatz verpflichtet werden, sogar gerichtlich. Das muß dir aber erstmal nachgewiesen werden. Ansonsten geht der Geschädigte leer aus. Ist natürlich auch wieder von Alter der Kinder abhängig und von der eindeutig geklärten Schuldfrage.

...wenn du nachweislich grob gegen deine Aufsichtspflicht gegenüber deinen Kindern verstoßen hast, dann muss die Versicherung dafür Aufkommen!

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Ich bin erschrocken über das Fachwissen der Kommentatoren.

Zuerst gilt es einmal zu prüfen, ob die Kinder überhaupt haften müssen. Kinder unter 10 Jahren haften im Straßenverkehr, wenn sie denn gegen irgendetwas donnern, eben nicht, so der BGH. Der Geschädigte geht schlichtweg und einfach leer aus.

Genauso verhält es sich, wenn Kinder zusammen spielen, und eines wird geschädigt.

Also: Ran an die Versicherung, den Anpsruchstellern die Adresse mitteilen und sie mögen dort ihren Anspruch anmelden.

Kein Autofahrer zückt auf einer Kreuzung seine Geldbörse, nur weil er etwas angerichtet hat. Es wird schlichtweg und einfach später geordnet.

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