Wenn man sich auf die andere Seite der Erde graben könnte...?

10 Antworten

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Du würdest in Richtung Erdmittelpunkt immer leichter und wärst im Mittelpunkt selber schwerelos, weil alle Masse, die Gravitationskraft ausübt, gleichmäßig um dich verteilt wäre. Beim Hochklettern auf der anderen Seite würde dein Gewicht wieder zunehmen und zwar wieder in Richtung Erdmittelpunkt (und nicht etwa nach oben).

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Ergänzung: Hierbei handelt es sich natürlich nur um ein Gedankenexperiment. Im Erdinnern herrschen so hohe Temperaturen (flüssiges Eisen) und Drücke, dass ein solches Vorhaben nicht durchführbar wäre.

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Ich vernachlässige hier einmal alle realen Unwirtlichkeiten wie glühendflüssige Magma, Temperaturen, Reibungswiderstände, Corioliskraft u. dergl. mehr.

Du würdest wie ein Pendel durch die Erdbohrung sausen und auf der Gegenseite, am Wendepunkt, wie ein Pendel zurückfallen, falls Du Dich dort nicht sofort festhalten würdest.

Man müsste Klettern. Ab dem Erdkern (/Masseschwerpunkt) fällt man nicht mehr in Richtung Gegenseite, sondern wird wieder zu ihm hin gezogen.

Ganz so einfach sind die Verhältnisse wohl nicht. Angezogen wird man nicht vom Erdkern, sondern von der Masse, die einen dann umgibt.

Der Erdkern als punktförmige Gravitationsquelle ist eine Vereinfachung, die schon ab der Mondbahn einigermaßen die Realität beschreibt.

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@prohaska2

Dennoch lässt man mit jedem Meter, den man sich vom Erdkern entfernt, immer mehr Masse hinter sich und vor einem liegt immer weniger Masse. Wenn man die Erde ideal denkt, also ohne Himalaja usw. und das Durchschussloch exakt ist und Temperaturen und Festigkeit der Erde auch keine Probleme bereiten würden, würde man, wie ich das einschätze, wenn man in das Erdloch springt um den Mittelpunkt der Erde in eine Pendelbewegung gehen. Diese wird auf einen Ruhezustand im Erdmittelpunkt enden. 

Man wird Kraft aufbringen müssen, um auf der anderen Seite wieder an die Oberfläche zu kommen.

Wenn man sich allerdings ausreichend beschleunigt, das heißt, wenn man voll Karacho sich in das Loch katapultiert, könnte man es hinbekommen, dass man durchfällt. Dann kommt es aber darauf an, ob man Kopf voran oder mit dem Fuß voran hinein beschleunigt hat, um die Frage beantworten zu können, ob man kopfüber heraus fällt.

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@prohaska2

Für die Richtung der Resultierenden liefert diese Vereinfachung aber selbst mitten in der Erde passende Werte.

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Wenn du mit einem Flugzeug auf die andere Seite fliegst und dort ein verhältnismäßig kleines Loch gräbst. Fällst du dann raus oder rein?

Es ändert nichts daran wenn man einen anderen Weg geht, sondern welche Kräfte dort herrschen.

Du kämst wie ´n Maulwurf auf der anderen Seite wieder ´raus.

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