Wenn man Neuwagen in Massen kauft bekommt man dann auch "mengenrabatt"?

10 Antworten

Gebe dir nur mal ein Beispiel aus unserer Stadt. Da hat ein rürkischer Händler ein Autohaus in grossem Stil aufgemacht. Hat vielleicht 150 Neuwagen auf seinem Gelände stehen. So wie es aussieht verkauft er sehr gut, weil laufend neue Wagen angeliefert werden. Er verkauft neben dem Fabrikat Jaguar, auch Mercedes und andere Marken. Doch ein Mercedes Stützpunkthändler aus der Stadt hat bei Daimler Benz Beschwerde eingelegt, weil er einen ernsthaften Konkurrenten in dem neuen Autohändler sah. Im Ergebnis führte das dazu, dass der türkische Autohändler keinen Mercedes Wagen mehr verkaufen darf.So wird es dir mit anderen Marken auch gehen, egal ob VW,.AUDI, PORSCHE, BMW, OPEL usw. Die Stützpunkthändler müssen eine gewisse , von den Herstellern festgelegte Anzahl an Neuwagen abnehmen. Würden die Hersteller erlauben, dass sich neben den Stützpunkthändlern noch andere Händler in dem Markt breitmachen, würde das Diktat der Hersteller nicht mehr funktionieren. Das wird vermieden, indem man andere eben nicht beliefert die neu anfangen wollen. Ich habe mir vor wenigen Wochen einen Neuwagen gekauft. Bekam auf den Listenpreis einen Nachlass von 24%. Neben diesem Nachlass bekam ich noch eine Erste Hilfe Ausstattung und die Zulassung meines Fahreuges übernahm mein Händler für mich kostenlos. Derartige Zugeständnisse kann nur ein grosser Händler machen. Da könntest du niemals mithalten, weil dein Geschäft schon am Nachlass scheitern würde. Einzige Möglichkeit wäre, dich auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu etablieren, da kannst du alle Marken verkaufen. Doch wenn ich mir die grossen Händler anschaue, haben die teilweise an die 200 Gebrauchtwagen auf dem Gelände stehen. Ein Opelhändler bei uns, nimmt beim Kauf von Neuwagen die alten "Gurken" in Zahlung. Alle paar Monate kommen zu ihm mehrere Autotransporter die diese alten "Gurken" abtransportieren. Die meisten davon gehen in Richtung Baltikum oder nach Russland. Da wird ein Komplettpreis vereinbart und der Händler hat die alten Fahrzeuge los. Muss sich nicht um den Verkauf an Einzelne kümmern und hat auch keinen Ärger mit Gewährleistungsansprüchen privater Käufer. Es ist ein harter, umkämpfter Markt. Wenn man da keine Erfahrungen und das notwendige "Kleingeld" hat, wird man recht schnell wieder vom Markt verschwinden.

Direkt beim Werk meinst Du? Als Händler?

Theoretisch nein - weil es dem Gesetz der Gleichheit widersprechen würde und es somit dem "kleinen" Autohaus nahezu unmöglich machen würde, gegen die Preise eines "großen" Händlers (der viele Autos kauft) anzustinken. Unsere Verfassung sieht diese Ungleich-Behandlung nicht vor!

Praktisch: ja, natürlich.

Als Privatkunde bei einem Autohändler: soviel Rabatt würdest Du nicht mal für möglich halten!
Was glaubst Du, wenn ein Kunde z.B. bei VW sagt, er sei Unternehmer und interessiere sich für den "Crafter", es kämen so 8 - 10 Stück in Frage - was dann mit dem Preis passiert?

Schon bei nur 2 Fahrzeugen purzeln die Preise...  wer tatsächlich einen Neuwagen kauft und den Preis bezahlt, der dransteht, ist selbst Schuld. Man hat schon tw. das Gefühl, auf einem türkischen Teppichmarkt zu sein.

Grüße, ----->

Was für ein "Gesetz der Gleichheit" soll das sein? Und warum gilt das offenbar nirgends sonst in der Welt des Handels?

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@Havenari

Wettbewerbsrecht in Deutschland:

Lauterkeitsrecht - Spielregeln des fairen witschaftlichen Verhaltens, Schutz der Mitbewerber u. der Verbraucher.

Kartellrecht - wettbewerbseinschränkende Vereinbarungen verhindern, Schaffen von volkswirtschaftlicher Stabilität

Aber ist das Realität?
Nein, und da hast Du völlig recht.

Grüße, ------>

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Selbstverständlich.

Das betrifft beispielsweise in besonderem Maße Autovermietungen (wobei dort noch zusätzlich der Faktor ins Spiel kommt, dass die Autohersteller es sehr schätzen, wenn potenzielle Kunden ihre Fahrzeuge kennen lernen). Das geht so weit, dass die Vermietungen Geld daran verdienen, Autos günstig von den Herstellern zu bekommen und diese nach der üblichen Nutzungsdauer weiter zu verkaufen - am eigentlichen Verleihgeschäft ist hingegen kaum etwas zu verdienen.

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