Wenn man in Straßenbahn schwartz fährst wird das in Führungszeugnis eingtragt?

8 Antworten

Einträge im Führungszeugnis hängen (mit Ausnahme von Sexualstraftaten) nie vom Delikt ab, sondern immer nur von der Höhe der Strafe (und ggf. vorhandenen Vorverurteilungen, sich ggf. noch im BZR befinden).

Solange man sich noch im Bereich des Jugendrechts bewegt, müsste schon eine Jugendfreiheitsstrafe von min. 6 Monaten ohne Bewährung verhängt werden, damit sie ins Führungszeugnis käme. Einen Eintrag im Erziehungsregister wird es aber geben, außer bei Einstellung nach § 170 II StPO oder Freispruch, was aber beides nicht in Frage kommt, wenn man erwischt wurde, die Schwarzfahrt also beweisbar ist. Falls bei einer Einstellung wg. Geringfügigkeit bei einem Jugendlichen/Heranwachsenden -ausnahmsweise- nicht nach einer jugendrechtlichen Vorschrift [§§ 45, 47 JGG] eingestellt würde, sondern nach § 153 StPO, würde man auch den Eintrag im Erziehungsregister umgehen.

Im Erwachsenenrecht reicht eine Geldstrafe von 91 Tagessätzen (oder min. 2 Verurteilungen zu weniger - innerhalb von 5 Jahren) für einen Eintrag im Führungszeugnis.

Für ein einmaliges Schwarzfahren ist keine Strafe zu erwarten, die ins Führungszeugnis käme.

Solange nicht durch häufiges Erschleichen von Leistungen / schwarzfahren eine Geldstrafe von mehr als 90 Tagen oder gar eine Haftstrafe ausgeurteilt wird, steht es auch nicht im Führungszeugnis.

einmaliges Schwarzfahren eher seltens aber bei mehrmaligem Vorkommen, kann es zu einer Anzeige wegen Erschleichen von Leistungen führen und das kann durch aus je nach Strafhöhe im Führungszeugnis auftauchen

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