WeNn man in Nordkorea Urlaub macht, wird man dann ständig bewacht und begleitet?

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6 Antworten

Ja. Man ist außerhalb des Hotels ständig in Begleitung von zwei Reiseführern, selbst dann, wenn man "alleine" reist. 

Unsere waren aber interessante Leute und sehr nett. Die Reiseführerin hat mir erzählt, dass sie als Kind einige Jahre in Spanien gelebt hat, und sie sprach tatsächlich noch fließend Spanisch. Der Reiseführer hat mich gefragt, ob ein Bahnhof in Deutschland genauso ist wie in Pyongyang.

Wenn man in Pyongyang den Bahnhof betreten möchte, wird man zuerst einmal von einem Soldaten kontrolliert. Wenn man den Warteraum betreten möchte, wird man noch einmal kontrolliert. Und zu den Gleisen durften wir gar nicht, weil ich nicht mit dem Zug gefahren bin. (Es gibt auch keine Bahnsteigkarte.) Von daher war die Anwort hierauf "nein" ;-)

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"Bewacht" ist nicht das richtige Wort. Du wirst durch das Land begleitet und solltest jedenfalls in den Ich-bin-brav-Modus gehen. Man sollte in dem Land nichts vorhaben, sondern alles freundlich erfragen. Wenn es jetzt zum Beispiel um Fotos geht, sollte man immer vorher fragen. Keine "Souvenirs" ungefragt mitnehmen. Und man sollte jedenfalls mit der Grundstimmung hinfahren, etwas über die Kultur und Weltsicht des Landes erfahren zu wollen und westliche Meinungen oder gar westliche Propaganda über Nordkorea nicht erwähnen. Also keine Fragen wie "Stimmt es eigentlich, dass es...". Auch sollte man sich zurückhalten, etwas über die Lebensweise aus dem eigenen Land zu erzählen, sofern es nichts mit dem Kommunismus zu tun hat. Wenn man beispielsweise aus Polen kommt, kann man durchaus respektvoll erwähnen, dass man die Aufnahmen des Staatsbesuchs Kim Il-Sung gesehen und schwer beeindruckt davon war. Überhaupt ist der Ausdruck des Beeindruckt-Seins sehr hilfreich bei dieser Reise. Je nachdem wie aufgeschlossen und offen Du Dich zeigst, werden möglicherweise sogar zusätzliche Programmpunkte wie der Besuch eines Arirang oder einer Militärparade ermöglicht. Dss hängt aber auch alles von der Jahreszeit ab, zu der man kommt. Man sollte wahrlich Respekt vor Ort waren, nichts beschmunzeln, abwinken oder gar drüber lächeln oder drüber lachen. Das muss man als Tourist dem Land gegenüber gewährleisten. Wer das nicht garantieren kann, sollte vielleicht doch lieber weiterhin nach Mallorca.

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Ich habe mal einen Reisebericht gelesen, in dem sich die betreffende Person rel. positiv geäußert hat. Nordkorea muss ein wunderschönes Land sein.

Klar ist, dass man von der ersten bis zur letzten Sekunde unter Beobachtung bzw. Begleitung steht. Handys werden abgenommen, was aber auch sinnvoll ist, denn in Nordkorea gibt es kein Mobilfunknetz.

Kameras sind gestattet, fotographiert werden darf nur mit Genehmigung.

Der ganze Urlaub ist durchgeplant, es gibt praktisch keine Tage zur freien Gestaltung.

Die Einreise wäre am einfachsten über China zu realisieren.

(Das sind die Sachen, an die ich mich noch erinnern kann)

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Die Demokratische Volksrepublik Korea ist eines der für Ausländer am
schwersten zugänglichen Länder. Touristen werden ständig durch einen
Dolmetscher oder Kontrollpersonen begleitet.
Nicht alle Regionen sind
für Ausländer zugänglich, Besuche außerhalb der Hauptstadt sind
grundsätzlich genehmigungspflichtig.  Unkontrollierte Kontakte mit
Einheimischen sind praktisch unmöglich und der Bevölkerung unter
Strafandrohung untersagt. Individualtourismus europäischen Zuschnitts
gibt es nicht.

https://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/KoreaDemokratischeVolksrepublikSicherheit.html

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Diese "Urlaub" könnte dir noch nach Jahren beruflich "auf die Füße fallen".

Angenommen, du müsstest aus beruflichen Gründen eine Sicherheitsüberprüfung nach Ü2 durchlaufen, dann müsstest du u.a. diese Reise angeben, da Nordkorea als Staat mit besonderem Sicherheitsrisiko von unserem Innenministerium eingeschätzt wird. Möglicherweise könnte dieser vor Jahren gemachte Urlaub Nachforschungen in deinem privaten Umfeld durch einen deutschen Geheimdienst nachzuziehen.

Und nein, dass ist (leider) keine Verschwörungstheorie. Ich bekam auf meiner Arbeitsstelle "Besuch" vom Verfassungsschutz, da ich vor Jahren im Nahen Osten eine Woche Osterurlaub gemacht hatte, und konnte 1 1/2 Stunden in einem Bestechungsraum Rede und Antwort zu meinen privatesten Dingen stehen, die man sich nur vorstellen kann.

Die Staatenliste ist in der Anlage 1 zur Ausfüllanleitung zum Ausfüllen der Sicherheitserklärung zu finden:

https://bmwi-sicherheitsforum.de/shb/formulare/download/459,1115,0,1,0.html

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Kommentar von Flimmervielfalt
23.01.2017, 10:45

Gut, aber sowas ist wahrscheinlich weniger im Fall von Tourismus relevant, als wenn man beruflich vor Ort gewesen ist.

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Genau. Du hast einen "Reiseführer"

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